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Börsentag Freitag, 10. Juni 2022

Am Ende der Woche verzeichneten die ostasiatischen Aktienmärkte überwiegend Verluste. Neben den sehr schwachen US-Zielen wirken sich anhaltende Inflationsängste negativ aus. Spieler freuen sich daher auf die US-Verbraucherpreise im Mai, mit denen am Nachmittag zu rechnen ist. Ökonomen gehen davon aus, dass sich der Aufwärtstrend der Preise im Vergleich zum April noch einmal deutlich beschleunigt hat. Unterdessen hat die EZB am Vortag ihre Inflationsprognosen für 2023 und 2022 stärker als vom Markt erwartet angehoben.

Daher befürchten Anleger, dass nicht nur die US-Notenbank die Zinsen weiter erhöhen könnte, was die Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. US-Finanzministerin Janet Yellen räumte ein, dass weiterhin eine hohe Inflation und das Risiko einer Konjunkturabschwächung bestehen. Der Politiker glaubt jedoch nicht, dass die Vereinigten Staaten in naher Zukunft eine Rezession erleben werden.

Eine Ausnahme vom negativen Tagestrend bildet der Shanghai Composite, der um 0,6 Prozent zulegte. Verbraucher- und Produktionspreise für Mai sorgen hier für etwas Erleichterung. Sie lagen im Rahmen der Erwartungen der Ökonomen und gingen teilweise sogar gegenüber dem Vormonat zurück. Hongkongs Hang-Seng-Index machte den größten Teil seiner anfänglichen Verluste wieder gut und fiel nur um 0,2 Prozent.