Zwei italienische Canadair-Löschflugzeuge werden abwechselnd Wasser aus der Mitte des Sees entnehmen. Dafür wird ein separater Korridor geschaffen. Diese erstreckt sich zwischen dem Bereich Mühlzipf bis Paterzipf. Was dazu führt, dass diese Zone blockiert wird. Für Schwimmer, Boote und Ruderer. Für diejenigen, die den Weißensee nicht kennen: Dieser Korridor erstreckt sich auch bis in den Bereich, in dem sich Hotels und Badestege befinden. „Gäste können ins Wasser gehen, müssen aber in Ufernähe bleiben“, erklärt Mihor. In der Praxis heißt das: Wer den Weißensee in seiner Breite durchschwimmen will, kann das nicht. Im Uferbereich ist maximal ein Sprühstoß möglich. Niemand darf sich dem Flugzeugkorridor nähern.
Kontrolle von Polizei, Feuerwehr und Wasserrettung
Damit weder Badegäste noch diverse Schiffe durch die Verladung gefährdet werden, koordinieren Polizei, Feuerwehr und Rettungsboote den Einsatz und sichern das Einzugsgebiet.
Reisen mit dem Schiff sind ebenfalls möglich. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Piloten der Flugzeuge. Die Linienschiffe werden abfahren, aber wenn sich ein Löschflugzeug nähert, darf derzeit kein Schiff in diesen Bereich einfahren“, erklärt der Touristiker. Daher sind Abweichungen vom Zeitplan sowie Verzögerungen unvermeidlich.
Praxis vor Jahren
Übrigens: Italienische Piloten haben bereits Erfahrung mit Wasser aus dem Weissensee. “Vor Jahren gab es eine Übung. Der Weißensee-Teil war auch dabei. Deshalb ist das Verfahren sehr gut etabliert“, erklärt Mihor.
Die Flugzeit von Weißensee zum Einsatzort im Resiatal beträgt etwa eine Stunde. Sie haben keine Angst vor Beschwerden der Gäste über den Lärmpegel. „Ich kann es nur wiederholen. Wenn im Nachbarland alles brennt, dann ist es unsere Pflicht zu helfen“, sagt Mihor.
Wie ist mit Kritik von Gästen umzugehen, die sich über Bade- und Lärmverbote beschweren?
Der Zivilschutzbeauftragte Daniel Fellner (SPÖ) hält an derselben Linie fest: „Es erreichen uns derzeit schreckliche Bilder aus Friaul und Venetien. Wir hoffen, dass die Einsatzkräfte die Flammen so schnell wie möglich und so schnell wie möglich unter Kontrolle bringen können. Wir können alles über die betroffenen Menschen und Regionen aufklären. Natürlich tun wir auch das, was Kärnten beitragen kann, um die Situation zu entschärfen.“
Fellner hat auch kein Verständnis dafür, dass es Kritik von Gästen aus der Region geben kann: „Wenn man jemandem hilft, darf es keine Kritik geben. Oder fahren wir künftig nicht mehr mit dem Fogletonhorn zu Operationen, weil der Lärm die Nachbarn stört?“, sagt Fellner, der auch betont, dass das Löschflugzeug nur mit Frischwasser befüllt werden darf. „Auch das ist gegenseitige Hilfe. Wenn wir die Italiener brauchen, sind sie auch da.”
Wie lange der Löscheinsatz dauern wird, ist noch nicht bekannt. “Wir haben die Informationen bis auf Weiteres, aber wir rechnen mit ein paar Tagen”, sagt Mihor.
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