Neue Namen in der Liste
Die Schweiz sanktioniert Mesapin Bucha
Der Bundesrat hat am Freitag das sechste EU-Sanktionspaket verabschiedet – und damit weitere Personen sanktioniert. Darunter nicht nur eine Oligarchin, sondern auch ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher.
Veröffentlicht: 17:38 Uhr
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Aktualisiert: 19:40 Uhr
Durch das Vorgehen der EU gegen Russland und Weissrussland hat die Schweiz zudem über 100 weitere Personen und Unternehmen auf die Sanktionsliste gesetzt. Sie können nicht mehr in die Schweiz einreisen oder durch die Schweiz reisen. Zudem wird ihr Vermögen eingefroren. Es ist auch untersagt, ihnen direkt oder indirekt Gelder oder andere Vermögenswerte zur Verfügung zu stellen.
Alexandra Melnischtschenko, 45, ist nicht die einzige Neuzugangin auf der Liste, durch die ihr Mann, der russische Oligarch Andrej Melnischtschenko, 50, Sanktionen bisher entgehen konnte.
Sie sollen hinter dem Massaker von Bucha stecken
Nein, die Liste umfasst auch Soldaten und russische Kämpfer, die für Kriegsverbrechen im ukrainischen Dorf Bucha, darunter Folter, Vergewaltigung und Tötung von Zivilisten, zur Rechenschaft gezogen werden.
Ganz oben auf der Liste steht Azatbek Omurbekov (40). Es wird behauptet, dass der Oberst der russischen Armee die Truppen in Bucha anführte und “Bucha-Metzger” genannt wurde. Als Kommandeur der 64. motorisierten Schützenbrigade war er Berichten zufolge direkt für die Morde, Vergewaltigungen und Folterungen in Bucha verantwortlich.
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Die Liste enthält auch 45 weitere russische Armeeoffiziere, denen vorgeworfen wird, als Kommandeure ihrer Einheiten beim Massaker von Bucha Kriegsverbrechen begangen zu haben.
Auch “Mariupol Butcher” auf der Liste
Auf der Liste steht auch der 59-jährige Generaloberst Mikhail Mizintsev, Leiter des Zentrums für nationales Verteidigungsmanagement in Russland. Er wird “Mariupol Butcher” genannt, weil er als Kommandant für die wochenlange Belagerung der Stadt verantwortlich sein soll.
Mizintsev, “Putins brutalster General”, wird laut Sanktionsliste konkret beschuldigt, die Bombardierung von Mariupol angeordnet zu haben, bei der Tausende Zivilisten getötet wurden. Er soll auch hinter dem Beschuss des Mariupol-Theaters stecken, bei dem Hunderte von Kindern getötet wurden.
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