Deutsche Gasleitung
Bundesnetzagentur nennt Wartung von Nord Stream „technisch nicht nachvollziehbar“
Bis: 13:29 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Seit drei Tagen gibt es auf Nord Stream 1 kein Gas – wegen Reparaturarbeiten
Wegen Reparaturarbeiten soll drei Tage lang kein Gas durch die Gaspipeline Nord Stream 1 fließen. Das teilte der Energieriese Gazprom mit. Der Betrieb soll dann weitergehen, aber die üblichen letzten 20 Prozent der möglichen Kapazität bleiben.
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„Gazprom“ will die Gaslieferungen durch die Gaspipeline Nord Stream 1 in der Ostsee wieder kürzen. Als Grund nennt der russische Staatskonzern Wartungsarbeiten. Die Bundesnetzagentur betrachtet die Argumentation als vorläufig.
Die Bundesnetzagentur hält die erneute Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 durch Gazprom für unbegründet. „Diese Wartungspause ist für uns auch technisch nicht nachvollziehbar“, sagte Netzagentur-Präsident Klaus Müller nach einem Treffen mit der niedersächsischen Landesregierung.
Alle bisherigen Argumente, dies liege an den Turbinen von Siemens Energy, hält er für falsch. Die Erfahrung zeige, dass Russland „nach jeder sogenannten Wartung eine politische Entscheidung trifft“. “Wir werden bis Anfang September nicht wissen, ob Russland es wieder tun wird”, sagte er. Das weiß derzeit wohl nur der russische Präsident.
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Der russische Staatskonzern Gazprom gab letzte Woche bekannt, dass die Gaslieferungen über die baltische Gaspipeline Nord Stream 1 vom 31. August bis 2. September unterbrochen werden. Für die drei Tage stand eine Inspektion und Überholung der einzigen funktionierenden Turbine der Verdichterstation „Portovaya“ an. Dies soll in Zusammenarbeit mit Spezialisten von Siemens Energy erfolgen. Danach müssen täglich 33 Millionen Kubikmeter Erdgas geliefert werden. Das entspricht 20 Prozent der täglichen Höchstleistung, auf die Russland vor wenigen Wochen die Lieferungen drosselte.
Bereits im Juli stoppte Gazprom die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 für mehrere Tage und gab als Grund Reparaturarbeiten an.
Einige Gasspeicheranlagen können Ziele verfehlen
Die Befüllung der deutschen Gasspeicher schreitet nach Angaben der Bundesnetzagentur grundsätzlich gut voran. Einige wichtige Stauseen erfüllen jedoch möglicherweise nicht die Spezifikationen für Winterfüllstände. „Die Gasspeicher in Deutschland füllen sich in einem bewundernswerten Tempo“, sagte Müller. Drei Viertel der Lager sind bereits zu über 80 Prozent gefüllt. Bis zum 1. Oktober wird laut Verordnung ein Vermietungsgrad von 85 Prozent festgelegt, bis zum 1. November sollen es 95 Prozent sein.
Müller räumte jedoch ein, dass „fast zwei Handvoll“ Speicher noch immer nicht gut gefüllt seien, darunter strategisch wichtige im Süden und der größte im ganzen Land bei Reden in Niedersachsen, wo die Befüllung aus physikalischen Gründen nicht schneller beschleunigt werden könne. „Deshalb werden wir nicht für alle Speicher 95 Prozent garantieren können“, sagte Müller. „Aber hier zählt jeder Kubikmeter Gas. Dank der Bundesregierung können wir viel Geld investieren, um die Hirsche auch zu füllen. Wir tun dies mit der maximal möglichen Geschwindigkeit.“
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Die Bundesnetzagentur hatte den Speicher Reden treuhänderisch von Gazprom Germania Anfang des Sommers übernommen, als die Füllquote unter einem Prozent lag. Es ist jetzt zu mehr als 60 Prozent gefüllt.
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