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Camping mit garantiert ungestörter Nachtruhe in Bregenz – Vorarlberg –

Von Henry Dunser – 21.08.2022 07:15 (Gültig ab 21.08.2022 07:15)

©Canva

Der Parkplatz des Friedhofs in der Nähe des Gymnasiums Blumenstraße sowie am ehemaligen Schoeller-Gelände dient findigen Campern als Übernachtungsmöglichkeit. Und es ist (fast) vollkommen legal.

Camping hat seit Beginn der Pandemie einen regelrechten Boom erlebt. Es gibt mehr Wohnmobile und Autos mit Wohnwagen auf den Straßen. Diese mobilen Unterkünfte brauchen Parkplätze, Campingplätze sind sehr beliebt, oft ausgebucht und teuer.

Vor allem in den Städten und Gemeinden des Bodenseeraums herrscht in der Ferienzeit ein Platzmangel. Was also tun mit dem Wohnmobil? Öffentliche Parkplätze meidet man. Dieses Problem besteht auch in Bregenz, unter anderem am Friedhof St. Gallus in der Blumenstraße.

Lokale Begehung des Parkplatzes St. Friedhof. Gallus.

Gesetzlich erlaubt

Was viele nicht wissen: Bis auf wenige Ausnahmen ist dies erlaubt. Auf Anfrage der Stadtpolizei Bregenz stellt sich die Situation wie folgt dar:

Das Abstellen von Wohnmobilen auf öffentlichen Plätzen in Bregenz ist grundsätzlich erlaubt. In Bregenz ist dies auf den Parkplätzen direkt neben dem See untersagt (es gibt Schilder „Halte- und Parkverbot“ bzw. „Einfahrtverbot“ und es werden auch Hinrichtungen durchgeführt).

Das Wohnmobil kann wie jedes andere Kraftfahrzeug auf Parkplätzen (sowie auf dem Parkplatz Blumenstraße) abgestellt werden, auf denen keine Verbotsschilder angebracht sind. Das Übernachten im Auto ist in Österreich außer im Bundesland Tirol nicht verboten. Es sollte jedoch kein campinggerechtes oder erkennbares Verhalten (Tische und Bänke aufstellen, im Freien kochen, Markisen aufspannen etc.) erfolgen. Dann läge ein Verstoß gegen die Campingordnung der Stadt Bregenz vor.

Auf dem Parkplatz des Kirchenfriedhofs Mariahilf in Bregenz

Anwohner und Einheimische ärgern sich jedoch zunehmend darüber, dass immer mehr Wohnmobilbesitzer öffentliche Parkplätze als günstigere Alternative zum Camping wählen. Vor allem dann, wenn viele Wohnmobile auf den Friedhofsparkplätzen stehen und, wie im Fall der BG Blumenstraße, die bereits vorhandenen Stellplätze noch belegt sind.