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Heute bewegt sich bekanntlich kaum noch ein Auto ohne Mikrochips, das Handy wäre tot, ebenso jede Art von Mikroelektronik. Der Weltmarktführer für ein umweltfreundliches Chip-Herstellungsverfahren sitzt in Hof bei Salzburg (Flachgau) – und das wissen die wenigsten.
05.08.2022 18:58
Ab heute, 18:58 Uhr online
Das Flaggschiff der Firma Siconnex – vor zwei Jahrzehnten von zwei Flachgauern gegründet – ist eine zwölf Quadratmeter große, in Hof entwickelte und montierte vollautomatische Siliziumwafer-Bearbeitungsanlage, die Basis für Mikrochips aller Art. Dieses System arbeitet nach einem weltweit einzigartigen Prinzip – es spricht Details an, die Sie nicht kennen.
Sparsamer mit Chemikalien, Wasser und Gas
Aber Siconnex-Geschäftsführer Fabio Wörndl erklärt: „Wir brauchen viel weniger Wasser und viel weniger Chemikalien und können daher viel nachhaltiger und umweltfreundlicher produzieren. Bisher gängige Methoden sind die großen Tanks, in denen die Mikrochips hergestellt werden. Dadurch haben Sie einen deutlich höheren Verbrauch an Chemikalien, Wasser und Gas. Mit unserer Technologie wird ein kleiner Bruchteil davon genutzt. Auch die Automatisierung ist ein wichtiger Punkt.“ Die Beschickung der Pflanzen erfolgt vollautomatisch durch Robotersysteme, sagt Wörndl. Dies kann auch den menschlichen Aufwand reduzieren.
ORF-Anlagen werden vollautomatisch von Robotersystemen beschickt
Vorgeätzte Siliziumplatten weltweit gefragt
Große Chiphersteller in Europa, den USA und Asien verwenden dann die vorgeätzten Siliziumwafer auf Siconnex-Maschinen, um ihre tausenden unterschiedlichen Endprodukte herzustellen. Das Unternehmen aus Hof ist zuletzt weltweit stark gewachsen. Es beschäftigt derzeit 160 Mitarbeiter in den USA, Frankreich, Singapur und Malaysia.
Auf der Suche nach neuen Mitarbeitern
Die Hauptstandorte in Hof und neuerdings in Thalgau seien ohnehin unantastbar, so Wörndl: „Wir produzieren zu 100 Prozent in Salzburg und im Flachgau. Das sehe ich als großen Vorteil für uns. Denn wir brauchen viele Fachkräfte und die konnten wir hier einstellen.“ Allerdings werden bis zu 30 neue Mitarbeiter gesucht. Rund 80 Anlagen für die Halbleiterindustrie verlassen jedes Jahr Hof und Thalgau – Millionen-Dollar-Einzelstücke, deren Montage etwa sechs Monate dauert.
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