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Corona: Lauterbach erhöht das Tempo mit Herbstmaßnahmen

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt – das Wichtigste in Kürze:

21.57 Uhr: Gesundheitsminister fordern Corona-Befugnisse für Länder vor dem Herbst

Mit der im Herbst erwarteten nächsten Corona-Welle forderten die Gesundheitsminister der Bundesländer die Bundesregierung auf, noch vor der Sommerpause ein Infektionsschutzgesetz mit weitreichenden Länderkompetenzen einzuführen. „Man muss immer daran denken, dass der Bundesrat das noch machen muss und wir diesmal mitmachen wollen“, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD), die am Freitag die Konferenz in Hamburg leitete.

Neben grundsätzlichen Maßnahmen wie einer möglichen Maskenpflicht und Abstandsgeboten in Innenräumen wollen Bundesländer in Einrichtungen mit Kliniken, Heimen, Schulen oder Kitas Corona-Tests anordnen und von den Einrichtungen Hygienekonzepte verlangen können. Im Falle einer ungünstigen Entwicklung der Corona-Pandemie sollen Staaten zudem Zugangsbeschränkungen verhängen und Personen Obergrenzen setzen können.

Kapazitätsbeschränkungen oder gar Verbote von Veranstaltungen sollen verhindert werden. Die Öffnung der Bildungseinrichtungen hat oberste Priorität. „Dennoch müssen diese Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie auch im Worst-Case-Szenario zur Verfügung stehen“, heißt es in dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz. Voraussetzung dafür ist, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems droht oder eingetreten ist. Die Gesundheitsminister forderten außerdem alle zuständigen Behörden auf, schnell Empfehlungen für zusätzliche Auffrischungsimpfungen abzugeben.

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Die Bundesländer wollen im Herbst zusätzliche Befugnisse zur Corona-Bekämpfung, darunter eine Maskenpflicht. © Archiv: Boris Roesler/dpa (Bild mit Symbol)

21.03 Uhr: Lauterbach erhöht das Tempo mit Abwehrmaßnahmen für den Sturz

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) setzt für den Herbst auf schnelle Verhandlungen in der Bundesregierung über angemessene Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Gespräche zwischen ihm und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hätten begonnen, sagte Lauterbach, nachdem er am Freitag in Berlin einen Bericht zur Bewertung der bisherigen Corona-Forderungen erhalten hatte. „Wir arbeiten konstruktiv und sehr zügig an der Vertraulichkeit und sollten für den Herbst gut gerüstet sein“, sagte Lauterbach. Die Bürger erwarteten zu Recht, dass es dann ein vollständiges Instrumentarium geben würde, um mit einer Herbstwelle fertig zu werden, „von der ich erwarte, dass sie eine schwere Herbstwelle sein wird“. Das Gutachten bringt eine wichtige, wenn nicht sogar einzigartige Perspektive ein.

Lauterbach sagte, der Endemiezustand sei noch nicht erreicht, also ein Zustand, in dem das Virus ständig präsent sei. In Deutschland gibt es gerade eine „echte Sommerwelle“. „Die Sommerwelle wird wahrscheinlich nicht von alleine enden“, sagte Lauterbach.

Bushman versprach eine schnelle Einigung über Coronavirus-Schutzinstrumente für den Herbst. Der FDP-Politiker sagte am Freitag in Berlin, er sei sehr zuversichtlich, dass in der Koalition im Juli ein gutes Angebot gemacht werden könne. Unmittelbar nach Vorlage des Gutachtens des Sachverständigenausschusses zu den bisherigen Pandemiemaßnahmen herrschte in mehreren Punkten breite Zustimmung. Dem Bericht zufolge hat die Indoor-Maske ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher wirken Sie selbstverständlich am Winterschutzkonzept mit.

Bushman betonte, dass Eingriffe wie Lockdowns, Schulschließungen und Ausgangssperren wohl nicht mehr verhältnismäßig seien. Auch Impfungen gegen Corona und Grippe sind sicherlich ein wichtiger Baustein. Auch die Bundesregierung bringt geplante Neuregelungen für bessere und aktuellere Daten etwa zur Bettenauslastung von Kliniken auf den Weg. Die Ministerin betonte auch die Kritik des Sachverständigenausschusses an der vom Bundestag definierten Vorgehensweise der bisherigen Bundesregierung in der „epidemischen Lage von nationaler Bedeutung“. Die Ampelkoalition ließ den Ausnahmezustand Ende November auslaufen.

20.05 Uhr: Gesundheitsminister befürchtet “schweren” Corona-Sturz

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach befürchtet, dass sich die Lage mit dem Coronavirus im Herbst deutlich verschärfen wird. „Das wird ein schwieriger Herbst, wir müssen uns darauf einstellen“, sagte der GSDP-Politiker am Freitagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Er glaubt, „dass wir mit der BA.5-Variante, die jetzt hier verbreitet wird, große Schwierigkeiten haben werden“. Sie rechnet mit sehr hohen Fallzahlen, was auch zu einer Überlastung kritischer Infrastrukturen führen kann. “Das ist meine Befürchtung”, sagte der Minister.

Am Freitag legte ein Expertengremium einen lang erwarteten Bericht über die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus vor. Demnach können Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Maske gegen das Coronavirus weiterhin sinnvoll sein. Hinter vielen anderen bekannten Erkrankungen wirft die Expertenkommission jedoch große Fragen auf, mangels ausreichender Datenlage sind verlässliche Einschätzungen nicht möglich. Lauterbach räumte gegenüber der ARD ein, dass bisher „die Daten nicht perfekt sind“. Beim Pandemieradar in Krankenhäusern und beim Abwassermonitoring rechnet er im September mit besseren Daten.

19.11 Uhr: Sandra Maischberger hat Corona – TV-Shows abgesagt

TV-Moderatorin Sandra Maischberger verabschiedete sich früher als geplant in die Sommerferien. Als Grund gab sie auf Twitter einen positiven Corona-Test an. Sie hat leichte Symptome und möchte zu Hause isoliert bleiben. Daher müssen Ihre Shows nächste Woche abgesagt werden.

18.20 Uhr: Studie: „Alte Infektion“ schützt kaum vor neuen Corona-Varianten

Laut einer Studie hatten Coronavirus-Patienten, die sich im Frühjahr mit den Omicron-Virus-Varianten BA.1 oder BA.2 infiziert hatten, keinen signifikant erhöhten Infektionsschutz im Vergleich zur derzeit vorherrschenden Variante BA.5. Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen haben zusammen mit Kollegen der Medizinischen Hochschule Hannover und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gezeigt, dass Antikörper, die bei „alten Infektionen“ erworben wurden, kaum oder keine Anzeichen einer BA-Infektion zeigen.4 und BA .5 hemmt, teilte das Primatenzentrum am Freitag mit. Somit sind BA.4 und BA.5 sogenannte Immune-Escape-Varianten.

Erregervarianten entstehen, weil Viren Fehler bei der Replikation machen. Diese Fehler führen zu Mutationen, die virale Proteine ​​verändern, einschließlich des Peak-Oberflächenproteins, das das zentrale Ziel für Antikörperantworten ist. Führen diese Mutationen zu einer schlechteren Bindung von Antikörpern an das Spike-Protein, können sich diese Varianten auch auf Populationen ausbreiten, die durch Impfung oder Impfung und vorangegangene Infektion bereits immunisiert wurden.

17:16 Uhr: Lauterbach: Bürgertests stehen noch aus

Trotz Aufruhr um Abrechnung soll es laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) weiterhin Corona-Tests für Bürger geben. Die Diskussionen hätten nichts daran geändert, dass „Tests für Bürgerinnen und Bürger weiterhin zur Verfügung stehen“, sagte Lauterbach am Freitag in Berlin. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die für die Abrechnung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen teilten am Donnerstag in einem Schreiben an Lauterbach mit, dass sie „Bürgertests künftig nicht mehr abrechnen und bezahlen können“.

Auch KBV-Chef Andreas Gassen sagte der Bild-Zeitung (Freitag): „Diese sinnlosen Tests müssen abgeschafft werden. Sie sind zu teuer, der bürokratische Aufwand ist enorm und die epidemiologische Aussagekraft gleich null.“ Lauterbach hingegen sagte, die Tests seien sinnvoll. Er war froh, dass sie nicht entfernt wurden. „Zivile Tests verhindern Infektionsketten“, sagte der Minister. KBV hat berechtigte Bedenken. Sie wollte Klarheit darüber, wie die neue Verordnung anzuwenden ist. “Wir werden in den nächsten Tagen zu guten Regelungen kommen”, sagte er. „Es geht nur um Verbesserungen im Verwaltungsablauf.

Kostenlose Tests gibt es nur für Risikogruppen und andere Ausnahmefälle. Für Prüfungen, zum Beispiel für Familienfeiern, Konzerte oder Treffen mit Menschen über 60 Jahren, fällt ein Aufpreis von drei Euro an. Wer einen solchen Test wünscht, muss unterschreiben, dass er zu diesem Zweck durchgeführt wird. Ärzte befürchten, dass die Eignungsvoraussetzungen nicht angemessen berücksichtigt werden können.

16.31 Uhr: Die Regierung hat die ersten Corona-Verordnungen des Herbstes auf den Weg gebracht

Die Bundesregierung hat im Herbst erste praktische Regelungen für den Corona-Kurs auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte einen Entwurf des Gesundheitsministeriums, wie Regierungssprecher Steffen Hebstreit am Freitag mitteilte. Damit soll unter anderem eine Grundlage für weitere Impfungen, genauere Daten und einen erhöhten Schutz von Risikogruppen in medizinischen Einrichtungen geschaffen werden. Diese Aspekte hatte Ressortchef Karl Lauterbach (SPD) bereits in einem Sieben-Punkte-Plan für den Herbst angekündigt. Regelungen zu möglichen zusätzlichen Tagesbeschränkungen im Infektionsschutzgesetz enthält der Entwurf noch nicht. Sie werden im weiteren parlamentarischen Verfahren berücksichtigt.

Konkret sollen laut der Redaktionshilfe für die Koalitionsfraktionen die gesetzlichen Grundlagen für Corona-Impfungen bis zum 30. April 2023 verlängert werden. Für medizinische Einrichtungen sollen nationale Mindeststandards für Infektionsprävention und Hygiene möglich sein. Die Länder…