Stand: 24.08.2022 12:53 Uhr
Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem heute – Mittwoch, 24. August 2022 – über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.
Das Wichtigste in Kürze:
- Das Bundeskabinett stimmt dem Entwurf der Corona-Regeln für den Herbst zu
- Weder Masken- noch Testpflicht: Morgen beginnt in Niedersachsen die Schule
- Schleswig-Holstein kündigt Schulimpfaktion an
- Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 6.770 in Niedersachsen, 637 in Hamburg, 2.211 in Schleswig-Holstein
- RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 275,3 – 52.939 neue Fälle gemeldet
Tabellen, Grafiken und Karten von Inzidenz, geimpften und anderen Daten
12:52 Uhr
Das Bundeskabinett stimmt dem Entwurf der Corona-Regeln für den Herbst zu
Das Bundeskabinett hat im Herbst und Winter die Weichen für die Corona-Maßnahmen gestellt. Der Ministerkreis hat heute einer Redaktionshilfe zugestimmt, auf deren Grundlage die Koalitionsfraktionen im Bundestag einen Gesetzentwurf erarbeiten sollen. „Mit diesem Instrumentarium können wir die absehbare Corona-Welle im Herbst bewältigen“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Ab dem 1. Oktober sollen Maskenpflichten in Geschäften oder Behörden wieder möglich sein. Auch eine bundesweite Maskenpflicht im Flug- und Langstreckenverkehr ist Teil des vorgeschlagenen Instrumentariums. In Kliniken und Pflegeheimen soll flächendeckend die Maskenpflicht gelten, wo man vor Betreten auch einen negativen Corona-Test nachweisen muss. Neu ist die Regelung, dass Pflegeheime Beauftragte für Tests, Impfungen und Hygiene benennen müssen – dann werden ihnen dafür monatlich 750 Euro zusätzlich gezahlt.
Auch die Bundesländer sollen je nach Infektionslage zusätzliche Maßnahmen anordnen können. Dazu gehört die Maskenpflicht im Nahverkehr und in anderen öffentlich zugänglichen geschlossenen Bereichen. Kritik an den ursprünglichen Plänen der Ampelkoalition entzündete sich vor allem an der geplanten Aufhebung der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen für Personen, die vollständig geimpft sind und deren letzte Impfung weniger als drei Monate zurückliegt. Kritiker bemängelten, dass dadurch ein perverser Anreiz geschaffen werden könnte, sich alle drei Monate zu impfen. Jetzt hat die Koalition daraus eine „Darf“-Regelung gemacht: Bundesländer müssen sie nicht umsetzen. Daher sollte dies auch für frisch Geheilte gelten.
Der Gesetzentwurf geht nun in den Bundestag und könnte dort am 8. September beschlossen werden. Der Bundesrat muss dann zustimmen.
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Aktuell gibt es in den Bundes- und Nordländern nur relativ wenige Corona-Beschränkungen. Das soll sich im Herbst ändern. Die Regeln auf einen Blick. Mehr ▼
12:09 Uhr
Neue Impfaktion für Schüler in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein will die relativ hohe Impfquote gegen das Coronavirus bei Schülern weiter erhöhen. Erstmals bietet das Land sowohl Mädchen als auch Jungen bis zum Alter von zwölf Jahren in weiterführenden Schulen an, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. „Wir sind gut in ein weitgehend normales Schuljahr 2022/23 gestartet“, sagte Kultusministerin Karin Prien (CDU). „Diese Normalität ist auch möglich, weil so viele Kinder und Jugendliche und ihre Lehrer geimpft sind.“ Bei den 12- bis 17-Jährigen habe das Bundesland mit 88 Prozent bei der Grundimmunisierung und 47,1 Prozent bei den bundesweit höchsten Impfquoten Auffrischimpfungen. Auch die Erstimpfungsrate von 31,1 Prozent ist die höchste in Deutschland bei Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren.
11:25 Uhr
Niedersachsen: Schulstart ohne Maske und Testpflicht
Morgen beginnt auch in Niedersachsen das neue Schuljahr. Bildungsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) stellte heute die Pläne dafür vor. Dementsprechend wird es vorerst keine Masken- oder Testpflicht mehr geben. „Die Situation mit der Infektion erfordert derzeit keine zusätzlichen Eingriffe“, begründete Tone diese Entscheidung. Gleichzeitig regte er jedoch die Nutzung freiwilliger Testvorschläge an. Schülern und Lehrern werden Take-Home-Tests zur Verfügung gestellt – in der ersten Woche mit fünf, dann mit zwei Selbsttests pro Woche.
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Bildungsministerin Tonne stellte die Pläne für das neue Schuljahr vor: Schüler können sich freiwillig testen lassen. Mehr ▼
10:53 Uhr
Die EU-Arzneimittelagentur hat den Omicron-Impfstoff von Biontech überprüft
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) testet derzeit einen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer, der an die aktuellen Varianten von Omicron BA.4 und BA.5 angepasst ist. Dies geschehe im Rahmen eines sogenannten kontinuierlichen Prüfverfahrens, sagte ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet, falls noch keine vollständigen Studiendaten vorliegen und ein Zulassungsantrag für den Impfstoff noch nicht gestellt wurde. Der Sprecher sagte, dass ein Zulassungsantrag von Biontech/Pfizer für den angepassten Impfstoff in Kürze erwartet wird. Die EMA wird den Antrag im Hinblick auf eine schnellstmögliche Entscheidung im Herbst prüfen.
Bisher gab es jedoch keine klinische Prüfung des angepassten Impfstoffs. Ob dies für die Zulassung notwendig ist, ist unklar. Das deutsche Pharmaunternehmen Biontech und sein amerikanischer Partner Pfizer sagten, der angepasste Impfstoff könne bereits im September ausgeliefert werden, sofern bis dahin die erforderlichen Zulassungen vorliegen.
10:29 Uhr
Buschmann: Die Empörung über die Flucht der Regierung ohne Maske ist verständlich
Bundesjustizminister Marco Buschmann äußerte Verständnis für die Empörung über die Ausnahmen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) von der Maskenpflicht auf kanadischen Flügen. „Ich kann die Empörung verstehen“, sagte der FDP-Politiker am Mittwoch im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Gegenüber dem Deutschlandfunk erklärte der FDP-Politiker, die Bilder erweckten den Eindruck, dass für die Bevölkerung andere Regeln gelten als für “die da oben”. „Deshalb wäre es natürlich politisch sinnvoller, solche Ausnahmen, sofern vorhanden, nicht zu nutzen. Und meines Wissens wird sich das Parlament erneut damit befassen.“
Die Regierung behauptet, dass Flugzeuge der Luftwaffe anderen Regeln unterliegen als reguläre Flüge, nämlich denen der Bundeswehr. Bushman erklärte, dass für die Reisedelegation eigentlich „strengere Regeln“ gelten, da die Teilnehmer geimpft sein und einen PCR-Test nachweisen müssen.
09:37 Uhr morgens
Das Miniatur Wunderland begrenzt freiwillig die Besucherzahl
Das Miniaturwunderland Hamburg zählte von Januar bis Juli 700.000 Besucher – das sind rund 20 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie. „Es ist freiwillig, weil wir es wie zuvor füllen konnten“, sagte Gründer Frederick Brown. Die Nachfrage nach Tickets ist nach wie vor riesig. Das Miniatur-Wunderland in der Hamburger Speicherstadt gilt als größte Modelleisenbahn der Welt und als eine der touristischen Hauptattraktionen der Hansestadt. Seit der Eröffnung im August 2001 sind mehr als 16 Millionen Besucher gekommen.
7:38 Uhr morgens
637 Neuinfektionen in Hamburg
In Hamburg gibt es innerhalb eines Tages 637 neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 193,5 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Gestern lag der Wert bei 226,7, heute vor einer Woche bei 231,5. Dem RKI wurden zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.
7:26 Uhr morgens
Niedersachsen: Inzidenz sinkt auf 316,8
Seit gestern wurden in Niedersachsen 6.770 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 316,8 und ist damit gesunken – gestern lag der Inzidenzwert bei 328,4. RKI verzeichnet 21 weitere Corona-Todesfälle. Am stärksten betroffen sind derzeit die Landkreise Amerland (Inzidenz 548) und Fechta (533) sowie die Stadt Wolfsburg (441).
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Neu infiziert sind 6770. Weitere Zahlen für das Bundesland und Ihre Kommune finden Sie hier. Mehr ▼
06:00 Uhr morgens
Die siebentägige Fallzahl im ganzen Land fiel auf 275,3
Die bundesweite Sieben-Tage-Rate der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat das Robert-Koch-Institut (RKI) heute Morgen mit 275,3 angegeben. Am Vortag lag der Wert bei 288,5, vor einer Woche bei 311,8. Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 52.939 Corona-Neuinfektionen, vor einer Woche noch 67.390.
5:50 morgens
Die Inzidenzrate in Schleswig-Holstein sinkt unter 300
Die Inzidenz des Coronavirus in Schleswig-Holstein ist weiter rückläufig. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag bei 293,3, wie das Landesmeldeamt am Dienstagabend mitteilte. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 403,0. Die Häufigkeit gibt jedoch kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Dunkelziffer aus – vor allem, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests werden in die Statistik aufgenommen. Zudem können verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme einzelne Tageswerte verfälschen. Innerhalb von 24 Stunden wurden im Land 2.211 Corona-Neuinfektionen gemeldet, gegenüber 2.935 eine Woche zuvor.
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Insgesamt wurden 2.211 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Stadt Flensburg hat mit 399,5 die höchste Inzidenz. Mehr ▼
5:50 morgens
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