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Corona-Newsticker: Arbeitgeber dürfen Tests anordnen NDR.de – Nachrichten

Stand: 01.06.2022 16:20

Auch der Liveticker NDR.de informiert Sie heute – Mittwoch, 1. Juni 2022 – über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.

Der Hauptbrief:

  • Gerichtsurteil: Arbeitgeber dürfen Kronentests anordnen
  • Portugal erwägt Wiedereinführung der Maskenpflicht: 190.000 Neuinfektionen in einer Woche
  • Ab heute gibt es keine Krankmeldungen mehr am Telefon
  • Die Sparblockade in Shanghai ist vorbei: 22 Millionen Menschen wurden wieder freigelassen
  • Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 8.354 in Niedersachsen, 3.698 in Schleswig-Holstein, 1.539 in Hamburg
  • RKI: Bundesweit 54.957 Neuinfektionen registriert – Häufigkeit 207,0

Tabellen und Grafiken: So funktioniert die Impfkampagne im NordenKarte: Neuinfektionen in Norddeutschland

16:20

Krankenkasse: Pflegekräfte in Bremen sind länger krank

Ältere Arbeitnehmer und Pflegekräfte in Bremen und Bremerhaven waren im vergangenen Jahr offenbar länger krank als in den Vorjahren. Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse unter seinen dortigen Versicherten ergab, dass das medizinische Personal im Jahr 2021 durchschnittlich 22,1 Tage krankheitsbedingt ausfiel, teilte die Krankenkasse heute mit. 2019, dh im Jahr vor der Corona-Pandemie fehlten noch 20,7 Tage. „Seit Jahren beobachten wir einen stetigen Trend hoher Fehlzeiten, was bestätigt, wie stark die Pflegekräfte unter Stress stehen“, sagt Krankenkassenvorstand Sabrina Jacob. Das medizinische Personal muss sofort entlassen werden. Damit wir auch weiterhin viele Menschen für die Pflegearbeit begeistern und im Beruf halten können, braucht es bessere Arbeitsbedingungen und neue berufliche Perspektiven.

Deutlich wird die hohe Pflegebelastung im Vergleich zu den Fehltagen aller Beschäftigten im Land Bremen. Es wird geschätzt, dass sie im Jahr 2021 durchschnittlich 14,5 Tage krankgeschrieben waren, fast eine Woche weniger als das medizinische Personal.

15:30

Hamburg: Die Sieben-Tages-Frequenz liegt derzeit bei 250,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der bestätigten Coronavirus-Neuinfektionen in der Hansestadt Hamburg liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit bei 250,2 – gestern wurde sie mit 238,2 angegeben, am Mittwoch vor einer Woche mit 281,3. 1539 neue Fälle der Krone wurden innerhalb von 24 Stunden registriert – weniger als gestern (2027), aber mehr als vor einer Woche (689). Das RKI meldete zudem sechs weitere Todesfälle durch eine Covid-19-Erkrankung, insgesamt 2.655 in Hamburg seit Beginn der Pandemie.

Nachdem die Sozialämter in Hamburg Anfang Mai die Veröffentlichung täglicher Kronendaten eingestellt haben, veröffentlicht der NDR nun täglich aktuelle RKI-Daten im Kronenticker. Die Gesundheitsämter der Hansestadt geben nur einmal wöchentlich – am Dienstag – ein Update zur Sieben-Tage-Morbidität und Arbeitsbelastung der Krankenhäuser. Diese Daten und Werte können von denen des RKI abweichen.

15:11

Bundesarbeitsgericht: Arbeitgeber können Kronentests anordnen

Das Bundesarbeitsgericht hat im Streit um Kronenprüfpflichten in privaten und öffentlichen Unternehmen eine wichtige Entscheidung getroffen. Bei einem Orchester aus München wurde heute in Erfurt entschieden, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Kronentests vorschreiben können. Allerdings muss die Prüfpflicht verhältnismäßig sein und die Interessen beider Parteien abwägen. Die Klage der Flötistin gegen aus ihrer Sicht unzulässige Tests, die das Hygienekonzept der Bayerischen Staatsoper vorsahen, blieb – wie schon in früheren Instanzen – ohne Erfolg. Laut Bundesarbeitsgericht haben Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht – sie können im Interesse der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit Weisungen zum Schutz von Leben und Gesundheit erteilen. Das Urteil könnte Tausende Arbeitnehmer betreffen, wenn die Coronavirus-Infektionen wieder dramatisch zunehmen.

Der daraufhin entlassene Flötist weigerte sich, die zu Beginn der Staatsopernsaison 2020/21 und je nach Bedarf in ein- bis dreiwöchigen Abständen angebotenen kostenlosen PCR-Tests zu absolvieren. Aus diesem Grund wurde sie von Proben und Auftritten ausgeschlossen und erhielt mehrere Monate kein Gehalt. Die Anweisung für PCR-Tests der Staatsoper und damit des Freistaats Bayern ist laut BAG rechtmäßig.

13:14

Die Steuereinnahmen für 2021 in Niedersachsen sind höher als erwartet

Im zweiten Kronenjahr 2021 hat das Bundesland Niedersachsen mehr Steuern eingenommen als erwartet. Entgegen den erwarteten Einnahmen im vergangenen Geschäftsjahr seien knapp 2,2 Milliarden Euro mehr zur Verfügung gestanden, sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) heute. Dem rund sieben Milliarden Euro schweren Covid-Sondervermögen musste weniger Geld entnommen werden als erwartet. Mit diesen 700 Millionen Euro können laut Hilbers nun andere Belastungen durch die Pandemie kompensiert werden.

Mehr Informationen

Laut Finanzminister Hilbers (CDU) könnten die Schulden des Landes um 1,8 Milliarden Euro getilgt werden. Mehr ▼

11:53

Portugal hat viele Neuinfektionen gemeldet, insbesondere mit der omicron-Variante BA.5

Knapp 190.000 neue Corona-Infizierte in nur einer Woche trüben die Aussichten auf einen normalen Sommer in Portugal. Das Land hat die höchste Sieben-Tage-Morbidität in Europa – rund 1.800, und auch die Sterblichkeit steigt wieder. Die Omicron-Subvariante BA.5 ist inzwischen für 87 Prozent der Infektionen verantwortlich. Daher wird bereits über die vorübergehende Wiedereinführung der Maskenpflicht diskutiert. Es wird derzeit nur in Portugal im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen eingesetzt.

AUDIO: Die Zahl der Covids in Portugal steigt: Wird es wieder eine Maskenpflicht geben? (3 Minuten)

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) war BA.5 in Deutschland bis Mitte Mai nicht sehr verbreitet. Ihr Anteil liegt in der 19. Kalenderwoche (9. bis 15. Mai) laut aktuellem Wochenbericht des RKI vom 23. Mai bundesweit bei 2,5 Prozent. Allerdings weitet sich der Spread aus: Zwei Wochen zuvor lag der Anteil von BA.5 bei 0,6 Prozent, eine Woche später bei 1,2 Prozent.

11:05

Die Sperre in Shanghai ist vorbei: 22 Millionen Menschen sind wieder erlaubt

In Chinas größter Stadt Shanghai dürfen sich nach einer zweimonatigen Blockade des Coronavirus rund 22 Millionen Menschen wieder frei bewegen. Viele Kronenbeschränkungen wurden heute in risikoarmen Vierteln aufgehoben. „Auf diesen Moment haben wir uns schon lange gefreut“, teilte die Stadtverwaltung mit. Die “beispiellose Zeit der Stille” in der Metropole ist vorbei. Die Passagiere kehrten in die U-Bahn zurück, nachdem sie einen QR-Code mit negativen Beweisen aus dem Test gescannt hatten. Einkaufszentren, Geschäfte und Märkte sind wieder geöffnet. Auf Grünflächen standen kleine Gruppen von Menschen zusammen. Einkaufszentren, Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Schönheitssalons könnten mit 75 Prozent ihrer Kapazität wieder öffnen. Auch Parks und Sehenswürdigkeiten müssen schrittweise wieder geöffnet werden. Kinos, Fitnessstudios und Restaurants bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Seit Mitte März geschlossene Schulen müssen langsam und freiwillig wieder öffnen. Auch Bewohner von „Hochrisiko“-Vierteln unterliegen weiterhin strengen Beschränkungen. Nach Angaben der Behörden sind mehr als eine halbe Million Menschen betroffen.

10:29

Corona-Sonderfonds: Kosten für Radwege und Breitband werden weiter geprüft

Nach Angaben des Landesrechnungshofs werden mehrere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Niedersachsen aufgrund ihrer Kreditfinanzierung noch überwacht. Der Nationale Rechnungshof teilte heute mit, dass er in verschiedenen Programmen nichts mit der Pandemie zu tun habe. Infolgedessen fördert das Land mehrere Projekte aus dem Covid-Sonderfonds, obwohl bereits Mittel zur Verfügung stehen. Dies betrifft zum Beispiel den Ausbau von Breitbandanschlüssen oder den Bau von Radwegen. Niedersachsen hat zu Beginn der Pandemie einen rund sieben Milliarden Euro schweren Sonderfonds aufgelegt.

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Im Jahresbericht stellten die führenden Finanzkontrolleure Niedersachsens die Subventionen für den Bau von Radwegen und die Sanierung des Hafens infrage. Mehr ▼

09:54 Uhr morgens

Eine starke Grippewelle in Australien nach zweijähriger Pause im Zusammenhang mit der Krone

Zwei Jahre lang war das Grippevirus durch strenge Corona-Maßnahmen fast überall deutlich seltener. Vor allem die Abstandsregeln und die Maskenpflicht verhinderten die Ausbreitung. Doch jetzt melden die australischen Behörden im Rahmen der Abhilfe eine starke Grippewelle in vielen Teilen des Landes. Der Winter fängt dort gerade erst an und der frühe und starke Ausbruch könnte ein Vorbote dessen sein, was in Europa während der kalten Jahreszeit zu erwarten ist. Nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums wurden von Januar bis November 2021 nur 598 laborbestätigte Influenzafälle gemeldet. Von Januar bis 22. Mai 2022 sind es bereits über 38.700 Fälle. Mehr als 26.000 von ihnen wurden zwischen dem 9. und 22. Mai registriert. Dies zeigt, wie steil die Kurve ansteigt.

In Deutschland erreichten nach dem pandemischen Ausfall der Ansteckungswelle im Winter 2020/21 die Fallzahlen in der Saison 2021/22 nicht mehr die früheren Zeiten. Bis Oktober 2021 wurden insgesamt etwa 14.400 laborbestätigte Influenza-Fälle gemeldet, so der RKI-Arbeitskreis Influenza in seinem jüngsten Bericht für die Woche vom 16. bis 22. Mai. Bei Influenza wird jedoch meist eine große Dunkelziffer vermutet.

7:40 morgens

In Niedersachsen wurden 8.354 Neuinfektionen registriert

Niedersachsen ist immer noch die dritthöchste Morbidität im Land. Heute ist es den zweiten Tag in Folge leicht gestiegen. Robert…