Stand: 08.03.2022 13:38
Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem heute – Mittwoch, 3. August 2022 – über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Bundesregierung ist „zutiefst bestürzt“ über den Tod eines österreichischen Arztes
- Die Verhandlungen zum neuen Infektionsschutzgesetz sind beendet
- Aktuelle Fallzahlen im Norden: 2.839 in Schleswig-Holstein, 10.041 in Niedersachsen, 712 in Hamburg
- RKI registrierte 87.681 Corona-Neuinfektionen – Morbidität bei 477,9
Tabellen, Grafiken und Karten von Inzidenz, geimpften und anderen Daten
13:38 Uhr
Die Bundesregierung ist „zutiefst bestürzt“ über den Tod eines österreichischen Arztes
Die Bundesregierung zeigte sich „zutiefst beunruhigt“ über den Suizid der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die von Gegnern der Corona-Maßnahmen bedroht worden war. Bundeskanzler Scholz und der Bundesregierung sei es ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit unseren österreichischen Freunden gegen Hass aufzustehen, sagte ein Regierungssprecher heute in Berlin. Drohungen, Gewalt und Hassreden müssen aufs Schärfste verurteilt werden, insbesondere wenn sie sich gegen medizinisches Personal und Ärzte richten. Deutsche Sicherheitsbehörden haben bei den Ermittlungen mit österreichischen Behörden kooperiert. “Digitaler Hass” im Internet bleibe zu oft ungesühnt, sagte der Sprecher. „Wir werden digitale Gewalt mit allen unseren verfassungsmäßigen Mitteln und der Härte des Rechts bekämpfen.“
13:17 Uhr
Gericht: gerichtliche Kündigung wegen möglicher Corona-Erkrankung
Die Berliner Polizei hat das Recht, eine Person, die im Verdacht steht, sich mit Corona infiziert zu haben, von einer Demonstration auszuschließen. Das entschied heute das Verwaltungsgericht Berlin. Nach Angaben des Gerichts sah sich der Kläger durch seine Verweisung aus der Polizeiwache in seiner Versammlungsfreiheit verletzt. Am 25. September 2021 war er öffentlich bei einem Treffen von Kronen-Leugnern. Nach einem anonymen Hinweis und einer Auswertung von Social-Media-Beiträgen vermutete die Polizei, dass sich der Mann einige Tage zuvor auf einer Party mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte. Aus diesem Grund wurde er des Ortes verwiesen.
Der Verweis ist laut Verwaltungsgericht richtig und verhältnismäßig, weil die Gefahr bestehe, die anderen auf dem Platz anzustecken. Wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird, kann laut Gericht das Übertragungsrisiko auch im Freien ohne Verwendung von Masken in Kauf genommen werden. Außerdem wäre die Maskenpflicht für den Kläger kein milderer Rechtsbehelf, weil sie das Übertragungsrisiko nicht auf null reduzieren würde.
11:53 Uhr
Halbjahresbilanz: Flüge in Deutschland werden kaum nachgefragt
Die Corona-Krise hat im deutschen Luftverkehr eindeutig nachhaltige Spuren hinterlassen. Im ersten Halbjahr 2022 wurden in Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft noch deutlich weniger Flüge durchgeführt als vor der Pandemie. Vor allem außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München kürzten Unternehmen ihre Angebote so, dass im Juni nur noch 29 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht wurden. Fast jede dritte Strecke (31 Prozent) wurde komplett eingestellt. Die Zahl der Passagiere an deutschen Flughäfen erreichte 59 Prozent. Vor allem im ersten Quartal (Januar bis März) hat die Omikron-Option und die damit verbundenen Abmahnungen und Reisebeschränkungen die Reiselust der Reisenden deutlich reduziert. Mit der Aufhebung der meisten Osterwarnungen stieg die Nachfrage und führte schnell zu massiven Abwicklungsproblemen an mehreren deutschen Flughäfen.
10:56 Uhr
Impftod in Österreich: Spuren führen nach Bayern
Der Suizid von Dr. Kellermayr in Österreich löste vielerorts Trauer und Entsetzen aus. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks soll ein Mann aus Oberbayern den Arzt bedroht haben. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt. Demnach bedrohte der Mann den in Oberösterreich niedergelassenen Arzt in E-Mails und auf Twitter. Übrigens, indem man sie beobachtet und “solche Kreaturen vor die Volkstribunale bringt, die in Zukunft geschaffen werden!”. Die Staatsanwaltschaft München bestätigte, dass sie gegen eine männliche Person wegen des Verdachts der Beleidigung und Bedrohung ermittelt. Nähere Angaben zum Angeklagten machte die Staatsanwaltschaft nicht.
7:45 Uhr morgens
Die Verhandlungen zum neuen Infektionsschutzgesetz sind beendet
Die Ampelkoalition hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Verhandlungen über das neue Infektionsschutzgesetz abgeschlossen, das eine neue Corona-Welle im Herbst begrenzen soll. „Ich finde das Paket sehr gut. Wir sind für den Herbst gerüstet“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Mediengruppe Funke zu dem mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) abgestimmten Gesetzentwurf. „Gleichzeitig schützt es uns vor einer Überforderung durch zu viele Covid-Patienten und vor einer kritischen Situation durch Personalmangel.“ Konkrete Angaben zu den Bestandteilen des Pakets machte Lauterbach nicht, die Präsentation wird aber in Kürze erwartet. Es handelt sich um Folgebestimmungen zu den Corona-Regelungen im Infektionsschutzgesetz, die am 23. September auslaufen. Sie sind die Rechtsgrundlage für die Corona-Schutzmaßnahmen der Länder.
06:28 Uhr morgens
RKI: 712 neue Corona-Fälle in Hamburg
Das Robert-Koch-Institut hat für Hamburg 712 (Vorwoche: 597) neue Fälle registriert. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Dashboard bei 302,6 (Vorwoche: 399,8). Zwei Menschen sind am Coronavirus gestorben.
06:28 Uhr morgens
Niedersachsen meldete 10.041 Neuinfektionen
Die Inzidenz ist rückläufig, dennoch liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen mit 10.041 Neuinfektionen (Vorwoche: 12.488) weiterhin auf einem hohen Niveau. 515,3 beträgt die aktuelle Sieben-Tage-Rate je 100.000 Einwohner pro Woche laut Robert-Koch-Institut (Vorwoche: 723,9). Zwölf Menschen starben an dem Virus. Insgesamt wurden 10.034 Todesfälle registriert.
5:51 Uhr
Das RKI meldete bundesweit 87.681 Neuinfektionen
Das Robert-Koch-Institut (RKI) bezifferte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen auf 477,9. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards um 5 Uhr morgens widerspiegeln. Am Vortag lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 516,1 (Vorwoche: 652,0; Vormonat: 665,0). Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 87.681 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 121.780) und 210 Todesfälle (Vorwoche: 181) innerhalb eines Tages.
Hinweis zu aktuellen Zahlen: Inzidenzzahlen geben kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit davon aus, dass es eine Vielzahl von Fällen geben wird, die vom RKI nicht registriert werden – vor allem, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen haben. In die offizielle Statistik gehen nur positive PCR-Tests ein. Zudem können verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme einzelne Tageswerte verfälschen.
5:45 Uhr morgens
Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Schleswig-Holstein bleibt unter 400
Die Coronavirus-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter, der Wert liegt nun bei 394,4. Dies wird durch die Daten des staatlichen Registrierungsdienstes angezeigt. Eine Woche zuvor lag die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Menschen bei 515,4 innerhalb von sieben Tagen. Auch in Schleswig-Holstein ging die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle zurück, 2839 wurden gemeldet, eine Woche zuvor waren es 3145. Den Angaben zufolge wurden 450 Menschen wegen des Coronavirus in Kliniken behandelt (Vorwoche: 475). Demnach liegen 31 Corona-Patienten auf Intensivstationen, davon wurden 15 beatmet (Vorwoche: 34).
Die Häufigkeit der Krankenhausaufenthalte beträgt 6,15. Sie zeigt, wie viele Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit einer Corona-Infektion in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Vor einer Woche war diese Zahl 8,35. Außerdem wurden drei weitere Todesfälle gemeldet. Der Landkreis Zegeberg weist mit einem Wert von 549,2 die höchste Sieben-Tage-Morbidität auf. Dahinter folgen Flensburg (541,1) und Lübeck (520,6). Die niedrigste Inzidenz wurde in Kiel (270,9) verzeichnet.
5:40 Uhr morgens
Mail Bulletin: Nachrichten für den Norden
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5:35 Uhr morgens
Am Mittwoch startet der Corona-Liveticker
Guten Morgen von der NDR.de-Redaktion! Heute – Mittwoch, 3., 2. August 2022 – möchten wir Sie erneut über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) alle wichtigen Nachrichten sowie Inhalte aus den Radio- und TV-Programmen des NDR. Die Ereignisse vom Dienstag können Sie im gestrigen Blog nachlesen.
FAQ, Podcast und Hintergrund
Die meisten Corona-Beschränkungen wurden im ganzen Land aufgehoben. Im Norden gilt in manchen Gegenden noch Maskenpflicht. Die Regeln auf einen Blick. Mehr ▼
So ist die Situation mit Corona in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Mehr ▼
Der Virologe…
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