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Erstellt: 07.06.2022, 22:27
Von: Yannick Hanke
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Die Coronapandemie ist nicht vorbei, wie die Entdeckung des omicron-Subtyps BA.5 zeigt. Wie sind Symptome, Verlauf und Inkubationszeit?
Berlin/Lissabon – Überall fallen die Corona-Regeln, das kulturelle Leben kehrt zurück – die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Die Entdeckung des Subtyps omicron BA.5 in Portugal zeigt dies deutlich. Die Corona-Variante bereitet große Sorgen, der Weltärztedirektor Frank Ulrich Montgomery warnt vor einer Ausbreitung in Deutschland. Doch was ist bereits über den Omikron BA.5 bekannt? Was ist mit Impfstoffen, Inkubationszeit, Symptomen und Verlauf?
Omicron BA.5: Der neue Subtyp der Krone bereitet Karl Lauterbach und dem Global Medical Director große Sorgen
Montgomery betrachtete die BA.5-Untervariante des Omicron mit einem besorgten Ausdruck. Es würde auch nach Deutschland übergreifen, und auch Geimpfte würden sich anstecken, was zu einem Anstieg der Krankschreibungen führen könnte, was ab dem 1. Juni 2022 nicht mehr möglich ist. Geimpfte müssten aber zumindest mit deutlich mehr zu kämpfen haben -leichte Symptome. “Je schlauer wir jetzt sind, desto weniger drastische Maßnahmen sind im Herbst und Winter nötig.” Tragen Sie freiwillig eine Maske, wo viele Menschen zusammenkommen“, rät der Chef des Weltärztebundes der „Rainischen Post“.
Ähnlich sieht Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die in Portugal entdeckte Subvariante omicron BA.5. Lauterbach, nicht zuletzt als Affenpocken-Mahner bekannt, sprach von einer möglichen Corona-Welle im kommenden Herbst. Der Diplom-Mediziner verwies auch auf eine Labortabelle, die den Anteil der omicron BA.4- und BA.5-Varianten „im süddeutschen Einzugsgebiet“ mit rund 15 Prozent betrage
Omikron BA.5: Wie gefährlich ist der Subtyp Corona – und wie ist er entstanden?
Doch welche Gefahr geht wirklich von omicrons Untervariante BA.5 aus? Um der Sache auf den Grund zu gehen, empfiehlt es sich, zunächst die Herkunft der Unterart zu betrachten. Sowohl BA.5 als auch BA.4 sind Omicron-Varianten eigenen Ursprungs. Sie leiten sich also nicht von BA.1, BA.2 oder BA.3 ab, sondern haben den gemeinsamen Omikron-Vorläufer, also die ursprüngliche Variante. ihre Ursprünge.
Corona: 2,5 Prozent der Infektionen in Deutschland lassen sich inzwischen auf den Subtyp BA.5 zurückführen. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Omicron-Varianten haben auch eine Mutation des sogenannten Spike-Proteins, die ihre Virulenz erhöht, d.h. ihre Ansteckungsfähigkeit. Virologe Christian Drosten erwähnte dies bereits auf Twitter. Darüber hinaus “würden die neuen Daten aus Portugal darauf hinweisen, dass BA.4 und BA.5 definitiv einen Wachstumsvorteil gegenüber Omicron BA.1 und Omicron BA.2 haben sollten.” Das sagte der Virologe Christoph Steininger von der Med-Uni Wien der Augsburger Allgemeinen.
Omicron BA.5: Sorgt der Corona-Subtyp für ein Wiederaufleben der Fälle?
Der Subtyp omicron BA.5 kann, muss aber nicht, zu einem dramatischen Anstieg der Fallzahlen führen. Der Ansteckungsdruck in Deutschland bleibt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hoch, die aktuelle Verbreitung von Sublinien wird sich aber nicht massiv auf die Zahlen auswirken. Die Variante omicron BA.2, die teilweise besondere Symptome aufweist, ist in Deutschland mit 97,4 Prozent noch weit verbreitet. Darauf weist das RKI hin.
Im Zusammenhang mit dem Subtyp omicron BA.5 befürchten Experten aber auch, dass nachlassende Schutzmaßnahmen und sommerliche Großereignisse wie der Hurrikan 2022 wieder zu mehr Infektionen führen könnten. Die Verbreitung von BA.5 kann gefördert werden oder nicht. In Sachen Prävention hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowohl BA.4 als auch BA.5 bereits als „besorgniserregend“ eingestuft.
Omicron BA.5: Welche Symptome weisen auf eine Corona-Subtyp-Infektion hin?
Ein neuer Omicron-Subtyp wie BA.5 wirft auch Fragen zu den damit verbundenen Symptomen auf. Für BA.1 und BA.2 gilt und gilt: Der Krankheitsverlauf ist meist mild, schwere Symptome treten hier selten nach Ansteckung auf. Dabei spielen natürlich entsprechende Impfungen, vor allem Auffrischimpfungen, eine große Rolle.
Bei diesen Omicron-Varianten spricht man meist von einer Erkältung und Kopfschmerzen, in seltenen Fällen auch von Fieber. Laut Virologen ist bei der neueren Unterart Omicron der Husten jedoch noch einmal verstärkt, und die Symptome ähneln denen einer Bronchitis. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersuchen Experten derzeit, wie sich BA.4 und BA.5 in Ausbreitungsgeschwindigkeit und Krankheitsverlauf von früheren Varianten unterscheiden.
Omikron BA.5: Wie ist die Inkubationszeit für Corona-Subtypen?
Da sich die Forschung noch intensiv mit dem Omicron-Subtyp beschäftigt, kann über die Inkubationszeit von BA.5 nur spekuliert werden. Fakt ist: Im direkten Vergleich kann die Inkubationszeit von Omikron BA.1 und Omikron BA.2 teilweise unterschiedlich sein. In einem Zeitspektrum von drei bis sechs Tagen ist mit der neuen Corona-Variante alles möglich. Aus dieser Sicht kann es theoretisch fast eine Woche dauern, bis die ersten Symptome nach einer Infektion mit BA.5 auftreten.
Omikron BA.5: Wie verbreitet ist der Corona-Subtyp in Deutschland?
Omikron BA.4 und BA.5 sind ab sofort in Deutschland erhältlich. Das RKI klärt in seinem Wochenbericht vom 25. Mai 2022 auf, wie schnell sich der Subtyp omicron BA.5 konkret verbreitet. Der Anteil dieser Variante an der Krone würde sich innerhalb von zwei Wochen fast verfünffachen. Die Rede ist von den 2,5 Prozent der Corona-Infektionen in Deutschland, bei denen BA.5 nachgewiesen wird und eine Krankschreibung wegen Omicron-Infektion erforderlich ist.
Omikron BA.5: Wie gut schützen gängige Impfstoffe vor Corona-Subtypen?
Laut WHO untersuchen Spezialisten derzeit auch die Wirksamkeit aktueller Impfstoffe gegen den neuen Subtyp omicron BA.5. Gleichzeitig arbeiten Impfstoffhersteller mit Hochdruck an einem sogenannten Pan-Impfstoff. Das bedeutet einen Impfstoff, der möglichst viele Corona-Varianten abdeckt – und idealerweise auch den Subtyp omicron BA.5.
Omikron BA.5: Wird der angepasste Subtyp-Impfstoff im Herbst verfügbar sein?
Es sieht so aus. Das amerikanische Unternehmen Moderna gab bekannt, dass der an Omicron angepasste Impfstoff bereits im August zugelassen und ausgeliefert werden könnte. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte auf der Bundespressekonferenz am 17. Juni in Berlin, dass im Herbst mit neuen Impfstoffen gegen Omikron BA.5 gerechnet werde. Die Biontech- und Moderna-Impfstoffe wurden dann an die Untervarianten omicron BA.4 und BA.5 angepasst. Laut Lauterbach laufen bereits Verhandlungen mit Pharmaunternehmen.
Omicron BA.5: Wie gut wirkt der angepasste Impfstoff (Booster) gegen Omicron-Subtypen?
Anscheinend gut. Neue Studien zeigen: Der Corona-Impfstoff von Moderna, angepasst an die hochansteckende Omicron-Variante, zeigt eine starke Immunantwort auf die neuen Untervarianten. Was bedeutet: Arbeitet gegen Omikron BA.5.
Das amerikanische Unternehmen Moderna gab am Mittwoch, 22. Juni, bekannt: Die Impfung gegen das Coronavirus verursachte eine schwächere Immunantwort gegen die omicron BA.4- und BA.5-Untervarianten als gegen die BA.1-Variante, gegen die sie speziell entwickelt wurde. Doch die Daten würden darauf hindeuten, dass die neue Corona-Impfung „dauerhaften Schutz gegen die gesamte omicron-Variantenfamilie“ bieten könnte.
Omicron BA.5: Schützen rekonstituierte Infektionen mit BA.1 und BA.2 vor einer Neuinfektion?
Wer hoffte, dass bereits ausgeheilte Infektionen mit Omikron BA.1 oder BA.2 vor einer Infektion mit Omikron BA.5 schützen würden, dem wird den Göttinger Wissenschaftlern der Wind aus den Segeln genommen. Das ist nicht so. Die Mutationen verändern das Spike-Protein der BA.5-Subvariante des Omicrons, sodass das Infektionsrisiko hoch ist und bleibt.
*Transparenzhinweis: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert, zuletzt am Samstag, 2. Juli 2022 um 17:11 Uhr.
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