- Nach Abschluss der Verhandlungen hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Verträge zur Lieferung von Impfstoffen gegen Covid 19 mit den Herstellern offengelegt.
- Die Bundesregierung setzt vor allem auf mRNA-Impfstoffe von Moderna und Pfizer. Ergänzen Sie sie mit anderen Impfstoffen.
- Neben Moderna und Pfizer sind auch Verträge mit Novavax, Janssen, Astrazeneca und Curevac zu sehen. Beträge und einige Vertragsbedingungen sind geschwärzt.
Die Schweiz erhielt mit Abstand die meisten Impfstoffe von Moderna und Pfizer. Für 2023 bestellte das BAG ihnen 3,5 Millionen Impfdosen. Ursprünglich wollte BAG 14 Millionen Dosen bestellen. Allerdings berief das Parlament den Bundesdienst während der Sommersession ein und forderte die Bundesregierung auf, die Verträge neu zu verhandeln. Anfang Juli schloss das Amt die Verhandlungen ab.
Zwei Verträge ohne Kredit
Der Kauf von Impfstoffen hat im Parlament für Aufruhr gesorgt. In zwei Fällen sind Verträge und Zahlungen nicht kreditgedeckt. Der Staatsrat stellte Fragen zu zusätzlichen Krediten. Das Departement des Innern (EDI) und das Departement für Verteidigung, Zivilschutz und Sport (VBS) prüften daraufhin in den Pfingsttagen alle Kredite und Verträge.
Vertragsdetails finden Sie hier
Ein bereits bekannter Fall betrifft das Jahr 2020. Der zweite Fall betrifft Anfang Mai 2021. Als damals der Vertrag unterzeichnet wurde, hatte das Parlament dem Verpflichtungskredit noch nicht zugestimmt. Die Kreditvereinbarung bestand bis Ende Mai 2021. Das Parlament hat die erforderlichen Mittel jedoch erst am 7. Juni 2021 bewilligt.
Novavax mit erstem Proteinimpfstoff
Der erste in der Schweiz zugelassene Proteinimpfstoff Nuvaxovid stammt von Novavax. Dieses enthält einen nicht infektiösen Bestandteil des Coronavirus. Es ist für Personen gedacht, die mRNA-Impfstoffen nicht vertrauen. Jansen ist Impfstoffentwickler beim US-Pharmariesen Johnson & Johnson. Der Vektorimpfstoff ist für Personen bestimmt, die aus medizinischen Gründen, wie z. B. Allergien, keinen Anspruch auf eine mRNA-Impfung haben.
Er basiert auf humanem Adeno-Vorus und wird daher wie herkömmliche Impfstoffe hergestellt. Der Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmaherstellers Astrazeneca basiert auf einem abgeschwächten Schimpansen-Erkältungsvirus. Es enthält Erbmaterial eines Oberflächenproteins, mit dem der Sars-CoV-2-Erreger an menschliche Zellen bindet.
Curevac hat sein Zulassungsgesuch im Oktober 2021 zurückgezogen. Die Schweiz hat mit Schweden und dem deutschen Hersteller Curevac ein dreiseitiges Vorverkaufsabkommen sowie mit Schweden ein Rückkaufabkommen abgeschlossen.
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