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Coronavirus-Pandemie: Ende der kostenlosen Tests für Bürger

Stand: 24.06.2022 13:48 Uhr

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat angekündigt, bisherige kostenlose Tests für Kronenbürger zu bezahlen. Ab Juli gibt es eine Kostenbeteiligung von drei Euro, die Tests bleiben für gefährdete Gruppen kostenlos.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat das Ende kostenloser Tests für Kronenbürger angekündigt. Künftig koste ein Test drei Euro, erklärte Lauterbach in Berlin. Nur für gefährdete Gruppen sind die Tests ab Juli weiterhin kostenlos. „Ich will es nicht verschweigen, ich möchte die kostenlosen Tests für Bürgerinnen und Bürger für alle fortsetzen“, sagte der PSD-Politiker.

Lauterbach kostet das aktuelle Konzept der Bundesprüfungen den Bund durchschnittlich eine Milliarde Euro im Monat. „Die Wahrheit ist: Das können wir uns in dem begrenzten Budget, das uns im Herbst erwartet, leider nicht leisten.

Drei Euro Eigenleistung ab Juli

Die neue Prüfungsordnung muss ab dem 30. Juni gelten. Bis Ende des Jahres sieht das Konzept noch Ausgaben von 2,7 Milliarden Euro vor – bei Vollausschöpfung wäre mit bis zu fünf Milliarden Euro zu rechnen.

Kostenlose Schnelltests sollen auch künftig für gefährdete Gruppen möglich sein, darunter Kinder unter fünf Jahren, Frauen in der Frühschwangerschaft sowie Besucher von Kliniken und Pflegeheimen. Die Bundesländer haben die Möglichkeit, einen eigenen Drei-Euro-Beitrag auch für andere Gruppen zu akzeptieren.

Lauterbach für kostenlose Tests in Verdachtsfällen

Zuvor hatte sich Lauterbach für kostenlose Kronentests in Verdachtsfällen eingesetzt. „Zivile Tests müssen auch in Zukunft gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen bringen“, sagte er nach der Gesundheitsministerkonferenz.

Er plädierte dafür, dass die Tests unter anderem für Ansteckungsverdächtige, die Krankenhäuser oder Kliniken betreten oder große Indoor-Veranstaltungen besuchen wollen, kostenlos bleiben sollen. Darauf habe er sich laut Lauterbach mit Bundesfinanzminister Christian Lindner geeinigt.

Lauterbach warnt vor Corona-Wellen im Herbst

Auch Lauterbach hatte vor einer erneuten schweren Corona-Welle im Herbst gewarnt. „Wir stehen vor einem sehr schwierigen Moment“, sagte der Gesundheitsminister. Gemeinsam mit den Bundesgesundheitsministern verständigte er sich parteiübergreifend auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen die Pandemie.

Lauterbach stieß sein Sieben-Punkte-Plan, der die Pandemie im Herbst bekämpfen soll, auf „große Zustimmung“.