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Das Auto kollidiert mit einer Gruppe von Menschen und tötet eine Detektivin

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Erstellt: 09.06.2022 04:51

Aus: Kim Hornickel, Tobias Utz, Isabel Wetzel, Stefan Krieger, Alina Schroeder

Trennung

In Berlin kracht ein Mann in eine Menschenmenge: Eine Frau aus Hessen stirbt, mehrere Menschen werden verletzt. Der Innensenator von Berlin spricht von “amoktat”.

  • Unfall in Berlin: Ein Autofahrer ist auf der Rankestraße in Charlottenburg in eine Menschenmenge gekracht.
  • Einer kam ums Leben, Dutzende wurden verletzt: Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind in Berlin im Einsatz.
  • Das Auto prallte in eine Menschenmenge: Der mutmaßliche Fahrer des Unfallwagens steht derzeit in Untersuchungshaft.

+++ 21.35 Uhr: Die Berliner Senatorin Iris Spranger hat am Mittwoch eine Todesaktion in der Hauptstadt als „Amoktat“ bezeichnet. „Die heutigen Vorkommnisse in der Tauentzienstraße sind nach neuesten Erkenntnissen eine Wahnsinnsaktion eines Menschen mit geistiger Behinderung“, erklärte Spranger am Abend auf Twitter.

+++ 21.20 Uhr: Der Präsident der Berliner Polizei betont die Offenheit der Ermittlungen nach dem tödlichen Auto. Sie ermitteln “wirklich in alle Richtungen”, sagte Barbara Slovik am Mittwochabend dem RBB. Die geistige Beeinträchtigung des 29-jährigen Fahrers kann nicht ausgeschlossen werden, eine andere Herkunft kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei schließt derzeit „nichts“ aus.

Die Ermittlungen werden von einer Mordkommission geführt, sagte Slovik. “Im Moment haben wir keine Hinweise auf einen politischen Akt, der es dem Staatsschutz ermöglichen würde, die Ermittlungen sozusagen zu übernehmen.” Beispielsweise führt die Polizei eine forensische Untersuchung des Fahrers durch. Wagen. Die Ermittler stützen sich laut Slovik auch auf Fotos und Videos, die Zeugen auf einer Informationsplattform hochladen könnten. Das hilft sehr für eine schnelle Einschätzung.

Die Ermittlungen in Berlin werden von der Mordkommission geführt. © Christoph Söder / dpa

Autorennen in Menschenmenge: SEK durchsucht die Wohnung des Fahrers

+++ 20.06 Uhr: Das SEK hat in der frühen Mittwochnacht angeblich die Wohnung des 29-jährigen Fahrers in Berlin durchsucht, nachdem der Verdächtige zunächst festgenommen worden war. Mehreren Medienberichten zufolge haben sich etwa zehn unter anderem mit einem Aufklärungsroboter ausgestattete Einsatzkräfte Zugang zu der Wohnung im Bezirk Charlottenburg verschafft. Die Operation soll eine reine Sicherheitsmaßnahme gewesen sein. Was die Ermittler in der Wohnung gefunden haben, ist noch unklar.

+++ 19.20 Uhr: Nach der tödlichen Autofahrt nach Berlin hat sich Hessens Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) zu Wort gemeldet. Der Politiker sprach auch im Namen der Abgeordneten sein tief empfundenes Beileid aus. „Ich bin tief betroffen von dem schrecklichen Vorfall“, sagte Wallman am Mittwoch in Wiesbaden. „Der hessische Landtag denkt an die Angehörigen der getöteten Lehrerin und hofft auf eine vollständige Genesung der Verletzten. Wir erinnern uns auch an die Kinder und Passanten, die diese entsetzliche Fahrt vor Ort miterleben mussten.“

In diesem Zusammenhang erinnerte Wallman an den Aufruhr in Folkmarsen. Vor zwei Jahren zielte ein Autofahrer während der Rosenparade am Montag in Folkmarsen mit seinem Auto auf eine Menschenmenge. Dutzende Menschen wurden verletzt, darunter 26 Kinder. „Mir ist unklar, wie eine Person mit einem Auto in eine Menschenmenge fahren und unschuldigen Menschen absichtlich so viel Leid zufügen kann“, sagte er. “Ich hoffe, dass die Vorgeschichte der Todesfahrt aus Berlin vollständig aufgeklärt wird.”

Ein Auto raste in die Menschenmenge: Schüler der hessischen Kaulbachschule waren betroffen

+++ 17 Uhr: Nach Angaben von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein geht die Schülergruppe aus Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) in die zehnte Klasse. Wie unsere Redaktion erfahren hat, kommen die Schüler aus der Schule in Kaulbach. Laut Raine wurde bei dem Vorfall in Berlin ein Lehrer getötet, der ein Vorgesetzter war. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude an einer Schule in der Hauptstadt waren. Der Familie des verstorbenen Lehrers spreche ich mein tiefstes Beileid aus. Ich hoffe aufrichtig, dass sich alle Verletzten vollständig erholt haben. Hessen hat der Stadt Berlin alle Unterstützung angeboten“, sagte Beut am Mittwochnachmittag.

Schrecklicher Unfall: Ein Auto ist in Berlin in eine Menschenmenge gekracht

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Auch Hessens Kultusminister Alexander Lorz zeigte sich besorgt und erklärte: „Wir haben sofort Notfallteams nach Bad Arolsen geschickt, um Angehörigen, Mitschülern und Lehrern zu helfen. Ein Team der Schule ist auf dem Weg nach Berlin, um Jugendliche vor Ort und ihre Eltern zu unterstützen. Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Schüler über traumatische Erlebnisse sprechen können.“ Auch Hessens Innenminister Peter Butte betonte: „Die Kommunen tun alles, um diesen Vorfall aufzuklären. Kollegen der Berliner Polizei ermitteln unter Hochdruck in alle Richtungen. Ich danke den beteiligten Kräften in der Bundeshauptstadt für ihren Einsatz.“

Berlin: Motorradfahrer treten in Menschengruppe gegeneinander an – der Innensenator bestreitet die Verantwortung

+++ 16.45 Uhr: Berlins Senatorin Iris Spranger widerlegt den Bericht der Berliner Zeitung, wonach im Auto ein Anerkennungsschreiben gefunden wurde. Es wurden nur Plakate gefunden. “Es müssen Plakate sein, auf denen er über die Türkei spricht”, erklärte Spranger.

+++ 16.40 Uhr: Ein Lehrer aus Hessen ist bei einem Autounfall in Berlin gestorben. Die hessische Landesregierung teilte am Mittwoch mit, die Frau sei mit einem Zehntklässler an einer Schule im nordhessischen Bad Arolsen gewesen. Ein Autofahrer ist mit seinem Auto in eine Menschenmenge nahe der Gedächtniskirche in Berlin gefahren.

+++ 15.45 Uhr: Offenbar wurde im Auto des tödlichen Vorfalls in Berlin ein Geständnisschreiben gefunden. Die Berliner Zeitung berichtet, das Motiv des Fahrers sei noch unklar. Allerdings soll es keine politische Motivation gegeben haben. Dem Bericht zufolge gehen die Ermittler von einem Amoklauf, aber nicht von einem Terroranschlag aus.

Berlin: Motorradfahrer messen sich in einer Menschengruppe – die Klasse kommt aus Nordhessen

+++ 15:00 Uhr: Nach Informationen unserer Redaktion stammt die in den tödlichen Vorfall verwickelte Schulklasse aus Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) in Nordhessen. Zuvor war bekannt geworden, dass offenbar zwei Lehrer im Klassenzimmer in Berlin verletzt wurden (siehe Update von 13:45).

+++ 14.45 Uhr: Nach dem tödlichen Autounfall in Berlin ist ein Rettungswagen vor Ort. Elf Pfarrer seien im Einsatz, sagte Pfarrer Justus Münster, Vertreter der Evangelischen Kirche für Notfallseelsorge in Berlin, am Mittwochnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Koordinator für die Notfallseelsorge im Erzbistum Berlin, Bruder Norbert Vers, war nach seinen Angaben dabei. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der dpa vor Ort, dass in der Gedächtniskirche eine Stelle für die psychosoziale Nothilfe für Zeugen eingerichtet worden sei. Auf einer beliebten Einkaufsmeile nahe der Berliner Gedächtniskirche ist am Morgen ein Auto in eine Menschengruppe gekracht – eine Frau wurde getötet, viele weitere verletzt.

+++ 14.00 Uhr: Unter den Opfern des tödlichen Vorfalls in Berlin ist laut Polizei eine Schulklasse (siehe Update von 13.45 Uhr). Dieser stammt offenbar aus Hessen, wie ein Reporter des Nachrichtenportals t-online auf Twitter berichtet. Unter den Opfern sind offenbar auch zwei Lehrer der Klasse. Ein Augenzeuge sagte einem Reporter.

+++ 13.45 Uhr: Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur ist eine Gruppe Studenten von dem tödlichen Autounfall in Berlin betroffen. Die Polizei machte am Mittwoch zunächst keine Angaben und berief sich auf Angehörige, die noch informiert werden müssten. Auf Twitter kündigten die Behörden eine Möglichkeit für Angehörige an, sich zu informieren: “Unser persönliches Informationszentrum für Angehörige finden Sie unter 030 – 84854460”, hieß es. Die Tödliche ist eine Frau. Die Studentengruppe stammte laut dpa nicht aus Berlin.

Berlin: Auto kracht in Menschenmenge – Polizei gibt Einzelheiten zum Vorgang bekannt

+++ 13.15 Uhr: Wenige Stunden nach dem tödlichen Unfall eines Autofahrers in Berlin wird der genaue Ablauf klarer. Nach Angaben der Polizei fuhr der Mann gegen 10.26 Uhr mit seinem Renault-Kleinwagen an der Ecke Ku’damm/Ecke Rankestraße auf den Bürgersteig des Ku’damms und in eine Menschengruppe. Anschließend kehrte er den Angaben zufolge zur Kreuzung und fast 200 Meter östlich auf die Tauentzienstraße zurück. Kurz vor der Ecke Marburger Straße bog er mit dem Auto wieder vom Bürgersteig ab, berührte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und fand sich im Schaufenster der Parfümerie in der Tauencienstraße 16 wieder.

Nach dem Unfall lag eine zugedeckte Leiche nahe der Kreuzung Kurfürstendamm, Rankestraße und Tauentzienstraße. Verkehrspolizei und Kriminalpolizei klären ab, ob es sich um einen Vorfall oder eine vorsätzliche Handlung gehandelt habe, teilte die Polizei mit. Auch die Identität des Fahrers des Autos muss geklärt werden. Die Polizei nahm den Mann vorübergehend fest.Im Dezember 2016 betrat ein islamistischer Mörder einen Weihnachtsbasar in der Gedächtniskirche in der Nähe des Schauplatzes des Geschehens. Dann starben 12 Menschen …