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Das Dokument zu Trumps Suche wurde teilweise veröffentlicht

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Das FBI durchsuchte das Haus von Donald Trump…

Die Durchsuchung des Nachlasses von Donald Trump (76) in Florida hat weltweit für Aufsehen gesorgt – jetzt enthüllt die teilweise Veröffentlichung eines Ermittlungsdokuments neue Details zu den Vorwürfen gegen den ehemaligen US-Präsidenten. Das Justizministerium in Washington hat am Freitag auf Anordnung eines Richters das Dokument veröffentlicht, das die Durchsuchung des Privathauses von Mar-a-Lago in Palm Beach genehmigt. Allerdings ist etwa die Hälfte der über 30 Seiten geschwärzt, um sensible Informationen zu schützen. Das Dokument gibt auch Aufschluss über den Anfangsverdacht des FBI gegen Trump.

Dementsprechend enthielten 14 der 15 Kisten mit Dokumenten, die der 76-Jährige Anfang des Jahres von Mar-a-Lago an das Nationalarchiv schickte, vertrauliche und manchmal streng geheime Dokumente. 184 Dokumente sind klassifiziert: 67 als „vertraulich“, 92 als „geheim“ und 25 als „streng geheim“. Einige hatten handschriftliche Notizen – möglicherweise von Trump selbst. Das FBI beschwerte sich, dass geheime Dokumente zusammen mit anderen Dokumenten gefunden wurden.

Ein möglicher Rechtsverstoß

Untersuchungen ergaben, dass geheime Dokumente, die anscheinend Informationen zur Landesverteidigung enthielten, an einem nicht autorisierten Ort in Trumps Haus aufbewahrt wurden, hieß es in der Pressemitteilung. Das FBI sagt, es habe Grund zu der Annahme, dass sich dort weitere geheime Dokumente befinden. „Es gibt auch Grund zu der Annahme, dass am Tatort Beweise für eine Behinderung gefunden werden.“ Ob damit die Ermittlungen behindert wurden oder normale behördliche Aufnahmeverfahren, war zunächst unklar.

Ein Richter in Florida hatte die Teilveröffentlichung der Zeitung angeordnet – angesichts des großen öffentlichen Interesses. Mehrere Medien haben die Offenlegung vor Gericht beantragt. FBI-Agenten durchsuchten Mar-a-Lago am 8. August. Hintergrund ist der Umgang des Republikaners mit Dokumenten aus seiner Amtszeit als Präsident. Weil Trump die Bänder auf seinem Privatgrundstück lagerte, hat er womöglich gegen das Gesetz verstoßen. Dies wird nun untersucht.

Die Suche sorgte für Aufsehen. Die Durchsuchung der Wohnung eines ehemaligen Präsidenten gilt als beispiellos in der US-Geschichte. Zudem heizt Trump seit Wochen Spekulationen an, dass er bald eine Kandidatur für die nächste Präsidentschaftswahl im November 2024 ankündigen könnte. Die Ermittlungen sind daher politisch doppelt heikel.

Trump klagt

Der ehemalige Präsident kritisierte das Vorgehen der Behörden als politisch motiviert und verteidigte sich mit einer Klage. Und am Freitag drückte er seine Empörung aus und bezeichnete das Vorgehen gegen ihn erneut als “Hexenjagd”. Der Republikaner sieht die Durchsuchung als Versuch, ihn am erneuten Rennen zu hindern. Das könnte ihm helfen, seine Basis zu mobilisieren: Trump hat in der Vergangenheit versucht, aus der Rolle eines vermeintlichen Opfers, das vom „Establishment“ und der politischen Konkurrenz gemobbt wird, politisch Kapital zu schlagen.

Gleichzeitig steht das Justizministerium wegen dieses beispiellosen Falls unter besonderer Beobachtung. Ihm wird vorgeworfen, hinter den Ermittlungen ein politisches Motiv zu haben. So ungewöhnlich der Einsatz ist, so ungewöhnlich ist auch die Herausgabe wichtiger Verfahrensunterlagen – auch wenn, wie jetzt, große Teile geschwärzt sind. Gerade die Begründung für den jetzt ergangenen Durchsuchungsbeschluss wird bei laufenden Ermittlungen in der Regel nicht durchsickern.

Die Agenten fanden, wonach sie suchten

Angesichts des hohen Drucks hatte Generalstaatsanwalt Merrick Garland, 69, zuvor die Freigabe des Durchsuchungsbefehls und der Beweise für die beschlagnahmten Gegenstände veranlasst. Demnach wurden die Agenten bei Trump tatsächlich fündig: Sie beschlagnahmten unter anderem eine Reihe von als „Top Secret/SCI“ eingestuften Dokumenten, die streng geheim sind und nur bei speziellen Regierungsinstitutionen eingesehen werden können. Vier Dokumentensätze wurden als „streng geheim“, drei weitere als „geheim“ und die restlichen drei als „vertraulich“ eingestuft.

Trump weist die Vorwürfe zurück: Er behauptet, die Dokumente seien freigegeben und freigegeben worden. Aber es ist nicht so einfach. Amtierende Präsidenten haben weitreichende Befugnisse zur Freigabe und Deklassifizierung von Informationen. Dafür gibt es jedoch ein formelles Verfahren und manchmal sind zusätzliche Genehmigungen erforderlich. Außerdem kommt es nicht zwingend darauf an, ob die Unterlagen freigegeben wurden, da auch die unbefugte Aufbewahrung von Unterlagen der Landesverteidigung strafbar sein kann. Das geht auch aus dem jetzt veröffentlichten Dokument hervor – in einer Fußnote (SDA).