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Das fränkische Unternehmen Knauf: Ein von einer Rakete getroffenes Werk im Donbass

In der Ostukraine wurde eine stillgelegte Gipsplattenfabrik der Firma Knauf aus Unterfranken bombardiert. Eine Rakete habe das Werk in der Stadt Soledar im Donbass getroffen und in Brand gesteckt, teilte ein Baustoffunternehmen mit Sitz in Iphofen im Landkreis Kitzingen mit.

Der Schaden kann noch nicht beziffert werden, da das Feuer aufgrund der anhaltenden Kämpfe rund um das Werk noch nicht gelöscht werden kann. Das Unternehmen betont jedoch: „Nach unserem Kenntnisstand wurde bei dem Raketenangriff niemand verletzt.“

Eine Rakete landete im Knauf-Gipswerk: Die Löscharbeiten gehen weiter

Ukrainische Behörden sprachen von einem Angriff der russischen Luftwaffe. „Die Luftangriffe beschädigten Geschäftsräume und ein Feuer brach aus“, schrieb der Militärgouverneur des Gebiets Donezk, Pawlo Kirilenko, am Dienstag im Nachrichtendienst Telegram. Die Unterdrückungsarbeiten in der Stadt Soledar werden fortgesetzt. Aber niemand wurde verletzt. Von russischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme.

Ukraine: Vorsätzliche Zerstörung von Industrieanlagen

Kirilenko veröffentlichte auch Fotos von einer dicken schwarzen Rauchwolke über der Fabrik. Der Militärgouverneur schrieb, das zu Kriegsbeginn geschlossene Werk sei ein rein ziviler Standort und warf Russland vor, die Industrie in der Region gezielt zu zerstören. Auf Twitter kursiert auch ein Video, das das zerstörte Werk zeigen soll – eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.