Bis zu 3000 Franken für ein Ticket
Genau das haben die Rolling Stones bei einem Konzert gewonnen
Das Rolling-Stones-Konzert in Bern wurde abgesagt, muss aber kompensiert werden. Die Jubiläumstour hat die Kassen der Bandmitglieder ordentlich erschüttert. Ein Blick auf die mächtige Maschine.
Veröffentlicht: 14. Juni 2022 um 19:17 Uhr
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Aktualisiert: 14.06.2022 um 22:55 Uhr
Die Erwartung der Rolling-Stones-Fans war riesig. Nach 49 Jahren musste die Band am Freitag erneut in Bern spielen. Doch Frontmann Mick Jagger (78) erkrankte an Corona und das Konzert wurde abgesagt. Fans der Swiss Stones sollten diesen Sommer Mick Jagger und die Gitarristen Keith Richards (78) und Ronnie Wood (74) sehen. Das Konzert im Wankdorfstadion wird nachgeholt und die Stones-Kasse wird lautstark klingeln.
Frontmann Jagger ist in der Branche als billiger und harter Geschäftsmann bekannt. Die englische Rockband gewann 10 Millionen Franken pro Konzert – ohne Merchandising und Catering, wie die «Handelzeitung» berichtet.
95 Prozent in der eigenen Kasse
Das Ticket kostet zwischen 170 und 3000 Franken. Die Rolling Stones sind eine mobile Geldmaschine bestehend aus 40 Sattelzügen, zwei Privatjets und einer Tour von 200 Mitarbeitern.
Jahrelang passten Jagger und Stones jede Anpassung an und optimierten den Umsatz. Während einst 80 Prozent der gesamten Konzerteinnahmen an die Rockband gingen, sind es heute 95 Prozent. Mit den restlichen 5 Prozent muss sich der örtliche Veranstalter begnügen.
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500 Millionen Privatvermögen jeweils
Anwälte und Finanziers sorgen dafür, dass die Rechte an Song und Markenzeichen endlos fließen. Wer das Stones-Logo ohne Zustimmung verwendet, muss mit einem Schreiben von Stones-Anwälten rechnen.
Neben ihren musikalischen Fähigkeiten haben die Stones auch die höchsten Auszeichnungen in der Steuerhinterziehung erlangt. Ihr Unternehmen sitzt laut Handelszeitung in Amsterdam. Während in anderen Steueroasen Steuern im niedrigen zweistelligen Prozentbereich fällig werden, sind es in Amsterdam nur 1,6 Prozent.
In 60 Jahren The Rolling Stones haben Mick Jagger und Keith Richards laut dem amerikanischen Magazin «Fortune» ein Privatvermögen von je 500 Millionen Franken angehäuft. Nach 14 Konzerten konnte die Jubiläumstournee enden. Jagger, Richards und Wood müssen sich darüber keine Sorgen machen. Die Geldmaschine läuft weiter. (smt)
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