Veröffentlicht am 8. Juni 2022, 16:41 Uhr
Ganzkörper-VR ist das Modewort im Gaming. Die grösste VR-Gaming-Zone der Schweiz steht bereits in Dierikon zur Verfügung. Geschäftsführer Christian Bernd hat uns verraten, was uns erwartet und wer nicht kommen darf.
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VR-Brillen sind ein alter Hut. Aber Ganzkörper-VR bringt Gaming auf eine ganz neue Ebene. In Diericon wurde bereits die erste VR-Gaming-Halle der Zentralschweiz eröffnet.
Virtuelle Zone
Daher sind die verwendeten VR-Brillen mit 4K-Auflösung für jedes Auge mit einem Sichtfeld von 170 Grad ausgestattet.
Virtuelle Zone
Bodytracking zeigt Körperbewegungen im Spiel 1:1. Teamplayer sehen alle Bewegungen ohne Verzögerung.
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Als Oculus Rift und Samsung vor zehn Jahren die ersten VR-Brillen auf den Verbrauchermarkt brachten, war der Lärm riesig. Facebook kaufte die Oculus Rift 2014 für 2,3 Milliarden Dollar, konnte die hohen Erwartungen aber nicht erfüllen. Der Lärm verstummte wieder. Virtual Reality ist zu einer Mini-Nische geworden. Sony hat der Technologie neue Impulse verliehen und mit PlayStation VR Virtual Reality mit der Gaming-Welt verbunden. Inzwischen haben sich virtuelle Spiele enorm weiterentwickelt. Das neue Buzzword heißt jetzt: VR des ganzen Körpers. Neben einer Brille trägt man auch Sensoren an Armen und Beinen und verschmilzt so vollständig mit der virtuellen Welt.
“Realität und Fiktion verschmelzen vollständig”
Bereits eine Halle in Dierikon eröffnet, die das bietet: ein Spiel mit voller VR-Ausstattung. In dem einstündigen Event kämpfst du dich mit deinen Freunden 30 Minuten lang durch das Spiel. „Das ist Adrenalin pur!“, sagt Christian Bernd von der Virtual Zone. Daher sind die verwendeten VR-Brillen mit 4K-Auflösung für jedes Auge mit einem Sichtfeld von 170 Grad ausgestattet. “Realität und Fiktion verschmelzen so vollständig.” Das bisherige Feedback war sehr positiv. „Nach drei Jahren Entwicklung sehen wir endlich, dass sich der Aufwand auszahlt“, sagte er.
Bodytracking bietet ein besonderes Erlebnis. Körperbewegungen werden im Spiel 1:1 dargestellt. Teamplayer sehen alle Bewegungen ohne Verzögerung. „Es spielt keine Rolle, ob Sie mit der Umgebung interagieren, Ihre Waffe nachladen oder einen kleinen Siegestanz aufführen“, sagte Bernd. „Unsere Software verhindert durch Bewegungsvorhersage und sehr kurze Latenzzeiten im einstelligen Millisekundenbereich das „Schweben“ von Bildern.“ Die Dierikon Virtual Zone bietet mit 21×14 Metern die grösste Gaming-Zone der Schweiz. „Bei uns können Sie auf 300 Quadratmetern eine virtuelle Welt erleben, sich frei bewegen und ein völlig neues Spielerlebnis haben“, verspricht er.
Christian Bernd, 33, studiert Wirtschaftsingenieurwesen und ist Geschäftsführer der EVOTEC Solutions AG. Mit seinem Unternehmen entwickelt er VR-Anwendungen auch in anderen Bereichen. Zum Beispiel Simulationen für Bildungszwecke oder Visualisierungen für Architekten.
Christian Bernd in der VR-Halle in Diericon. Mit 21 x 14 Metern bietet er die grösste Spielfläche der Schweiz.
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Bisher litt die VR-Technologie jedoch unter einem Kinderkrankheitenproblem: der sogenannten Reisekrankheit. Also Übelkeit, die durch die Verlangsamung von Bewegung und Bild mit älteren VR-Brillen verursacht wird. Offenbar haben die Neuentwicklungen diese Probleme vollständig beseitigt. „Wir haben bereits ein paar Dutzend Teilnehmer während der Fahrt zu der Krankheit befragt, und wir hatten noch keinen Fall“, sagte Bernd. „Auch diejenigen, die mit anderen VR-Systemen ernsthafte Probleme hatten.“ Epileptiker sollten das Erlebnis jedoch meiden. Auch unter Alkoholeinfluss sollte man nicht in die virtuelle Spielewelt eintauchen, rät Bernd. Ansonsten ist das Erlebnis aber absolut anstandslos.
Derzeit können jedoch nur Zombies gejagt werden
Das Spiel ist für bis zu sechs Teilnehmer ausgelegt. Bisher steht allerdings nur ein Spiel zur Auswahl. In „The Outbreak“ wachen die Spieler in einer abgelegenen Forschungseinrichtung auf, wo natürlich viele Experimente schief gelaufen sind. „Ein klassischer Zombie-Shooter, der wirklich funktioniert“, sagt Bernd. „Obwohl er ein Zombie-Shooter ist, haben wir uns auf die Action konzentriert, nicht auf den Horror.“ Jeder, der ein actionreiches Abenteuer mit Teamplay sucht, wird gefallen. Weitere Spiele sind bereits in Arbeit. „Wir arbeiten bereits an einem Puzzle-Abenteuerspiel, das wir uns wie einen großen Escape Room mit vielen Levels vorstellen können.“ Er rechnet damit, dass das zweite Spiel nächstes Jahr herauskommt.
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