– So überwachen Sie die Apps, die Sie überwachen möchten
Der iPhone- und iPad-Datenschutzbericht – so gut versteckt er auch sein mag – liefert aufschlussreiche Informationen über versteckte Softwareaktivitäten.
Gepostet heute um 05:48 Uhr
Die Informationen im Datenschutzbericht helfen dabei, besonders neugierige Apps unter Kontrolle zu halten.
Foto: Matthias Schüssler
iPhone und iPad haben kürzlich einen Datenschutzbericht erhalten. Es ist eines der eher unauffälligen Betriebssystem-Updates, die Apple nicht an die große Glocke gehängt hat. Diese Innovation leistet etwas äußerst Nützliches: Sie macht transparent, welche personenbezogenen Daten gesammelt werden – und von wem.
Er ist in den Einstellungen unter „Datenschutz > Bewerbungsdatenschutzbericht“ zu finden. Analytics sind in verschiedene Kategorien unterteilt: Sie können sehen, wenn Apps Hardwarefunktionen wie Kamera, GPS oder Mikrofon verwenden. Auch der Zugriff auf persönliche Daten wie Kontakte, Fotoarchiv oder Musiksammlung wird sauber erfasst: zunächst als Übersicht und dann, wenn Sie es ganz genau wissen wollen, in einer chronologischen Liste.
Zeigen Sie Ihre eigenen Aktivitäten an – und die von Apps
Der Datenschutzbericht schlüsselt auch die Netzwerkaktivitäten auf, einschließlich aller anvisierten Websites und Domains. Diese Liste enthält natürlich die Adressen, auf die Sie als Benutzer über einen Browser oder Anwendungen zugegriffen haben. Es werden aber auch die Adressen aufgeführt, die die Webseiten oder Anwendungen selbst aufrufen.
Zugriffsregister sind in mehrere Kategorien unterteilt.
Screenshot: Matthias Schüssler
Aufschlussreich ist der Datenschutzbericht: Er zeigt, welche Anwendungen besonders an Nutzerdaten interessiert sind. Bei mir stellt sich heraus, dass Facebook ständig Zugriff auf meine Fotos hat, obwohl ich dort nur sporadisch Fotos von mir poste. Dies ist gelinde gesagt verdächtig, auch wenn die Absicht aus dem Bericht nicht klar hervorgeht. Allerdings: Ich habe die Facebook-App so konfiguriert, dass sie nicht auf mein gesamtes Fotoarchiv zugreifen kann, sondern nur explizit gepostete Bilder. Diese Einschränkung kann unter „Datenschutz > Fotos > Facebook“ mit der Option „Ausgewählte Fotos“ vorgenommen werden. Jetzt muss ich jedes Foto, das ich posten möchte, über „Ausgewählte Fotos bearbeiten“ auf Facebook stellen – aber das lohnt sich für mich auf jeden Fall.
Interpretieren Sie den Bericht und ergreifen Sie Maßnahmen
Logs zu interpretieren ist nicht einfach: Um die richtigen Schlüsse zu ziehen, muss man das eigene Nutzerverhalten gut kennen. Denn nicht alle Anwendungen, die ein besonderes Interesse an bestimmten Daten haben, sind automatisch „böse“. Natürlich ist die Navigations-App auf GPS angewiesen – ebenso wie die Foto-Apps, die den Standort automatisch zu den Aufnahmen hinzufügen. Die Alertswiss-App hat auch einen permanenten Standortzugriff. Das mag Sie misstrauisch machen, hängt aber damit zusammen, dass Sie die Warnungen erhalten, die die Behörden für die geografische Region herausgegeben haben.
Die Alertswiss-App fragt in kurzen Abständen nach dem Standort – was sich durch die Funktionsweise der App erklären lässt.
Aber: Warum interessiert sich die E-Mail-Anwendung von Microsoft Outlook so sehr für meinen Standort, dass sie manchmal zig Mal am Tag danach fragt? Es ist offensichtlich genug, dass ich versuche, den Zugriff dieses Programms auf meinen Standort in den Einstellungen der Ortungsdienste zu deaktivieren. Sollte die Anwendung dadurch in ihren Funktionen eingeschränkt sein, kann der vorherige Zustand jederzeit wiederhergestellt werden. Übrigens haben iPhone und iPad auch die Option „Genauer Standort“. Schaltet man sie aus, bekommen die Apps nur eine ungefähre Angabe, die eine einwandfreie Funktion gewährleisten soll, aber kein virtuelles Stalking zulässt.
Soll es eine Sperrmöglichkeit geben?
Der Datenschutzbericht verrät viel über die App-Tracking-Aktivitäten: Er zeigt, welche Apps das weit verbreitete Firebase-Modul von Google verwenden. Wen das stört, der kann auf dem iPhone oder iPad nichts dagegen tun. Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob Apple eine Sperrfunktion bereitstellen sollte, aber es besteht auch die Gefahr, dass Apps nicht mehr funktionieren, wenn zu viele blockiert werden.
Allerdings: Der Datenschutzbericht ist ein nützliches Tool für die eigenständige Smartphone-Nutzung und auf dem iPhone ein echter Mehrwert gegenüber Android-Handys.
Matthias Schüssler ist Digitalredakteur und berichtet über Neuigkeiten aus Technologieunternehmen, Soft- und Hardware und gibt Hilfestellungen für den sicheren Umgang mit Smartphones, Computern und Gadgets. Mehr info@MrClicko
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