Der ehemalige Kollege war im Fall George Floyd nicht als Second Officer tätig
21.07.2022, 22:06 Uhr
Nach Derek Chauvin wurde 2020 ein weiterer Ex-Cop wegen Mordes an George Floyd verurteilt. Unter anderem muss Thomas Lane wegen unterlassener Hilfeleistung zweieinhalb Jahre im Gefängnis verbringen. Zwei weitere beteiligte Kollegen warten noch auf ihre Verurteilung.
Mehr als zwei Jahre nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA muss ein weiterer beteiligter ehemaliger Polizist ins Gefängnis: Thomas Lane wurde von einem Bundesgericht in St . Paul, Minnesota, wie von der New York Times und CNN berichtet.
Der weiße Ex-Polizist Derek Chauvin, der sein Knie auf Floyds Hals drückte, wurde vor einem Gericht in Minneapolis wegen Mordes zu 22 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Diese Strafe verbüßt er bereits. Anfang dieses Monats verurteilte ein Bundesgericht den 46-Jährigen zu weiteren 21 Jahren Gefängnis.
Im Februar wurden Lane und seine damals ebenfalls beteiligten Kollegen Alexander Kueng und Tou Tao vor einem Bundesgericht in St. Paul der Verletzung von Floyds verfassungsmäßigen Bürgerrechten für schuldig befunden. Den ehemaligen Polizisten wurde vorgeworfen, keine medizinische Hilfe geleistet zu haben. Kueng und Thao wurden auch für schuldig befunden, nicht versucht zu haben, Chauvins Gewaltanwendung zu stoppen. Urteile gegen die beiden Männer wurden noch nicht verkündet.
Der Tod des Afroamerikaners Floyd am 25. Mai 2020 bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis hat in den USA Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Videoaufnahmen zeigen, wie Beamte den unbewaffneten Mann zu Boden stoßen. Der weiße Offizier Derek Chauvin drückte neun Minuten lang sein Knie auf Floyds Nacken, als Floyd ihn bat, zu atmen.
Seine Kollegen Alexander Kueng, Tou Tao und Thomas Lane griffen trotz Chauvins Vorgehen nicht ein. Laut Autopsie verlor Floyd das Bewusstsein und starb. Der 46-Jährige war zuvor nur wegen eines geringfügigen mutmaßlichen Verbrechens festgenommen worden: angeblich mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein, um einen Einkauf zu tätigen.
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