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Der Prozess startet am 21. Juni – SWR Aktuell

Beim Amtsgericht Kaiserslautern hat der Fall mutmaßlicher Polizeitötungen in Kusel begonnen. Das Gericht hat für September 14 Anhörungen angesetzt.

Versuchter Mord und zwei vollendete Morde – das sind die Anklagepunkte gegen den 39-jährigen mutmaßlichen Schützen. Er soll Ende Januar zwei junge Polizisten in der Nähe von Kusel erschossen haben. Ihm wird auch vorgeworfen, Polizeibeamten Widerstand geleistet und sie angegriffen zu haben. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den 39-Jährigen, Polizisten getötet zu haben, um Wilderei zu vertuschen.

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Auch Kusels Komplize vor Gericht

Zunächst vermuteten Polizei und Staatsanwaltschaft, dass zwei Schützen den jungen Polizisten und den Polizisten erschossen hatten. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich zunächst um einen 33-jährigen Mann, der den 39-Jährigen in der Tatnacht gejagt haben soll. Dieser Anfangsverdacht hat sich laut Staatsanwaltschaft nicht bestätigt. Allerdings muss sich der 33-Jährige heute vor Gericht verantworten. Die Staatsanwälte werfen ihm Wilderei und versuchten Versuch der Justizverweigerung vor. Anders als der mutmaßliche Schütze ist er derzeit auf freiem Fuß.

Was sagt die Verteidigung?

Die Beweislage scheint der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern eindeutig. “Polizei und Staatsanwaltschaft haben intensive Ermittlungen durchgeführt. Es wurden Tatortspuren untersucht, aus denen Rückschlüsse gezogen werden können. Mehr als man denkt”, sagte Oberstaatsanwalt Udo Göring. So vermutet die Staatsanwaltschaft, dass der Schütze erneut auf die Polizistin geschossen hat, nachdem er festgestellt hatte, dass sie noch am Leben war.

Es ist nicht klar, was der Anwalt des mutmaßlichen Schützen befürwortet. Die saarländische Anwaltskanzlei reagierte auf solche Anfragen nicht. Der Verteidiger des 33-Jährigen seinerseits ist zuversichtlich, dass seine Haftstrafe ungestraft bleiben wird. Er hat bedeutende Beiträge zur Strafjustiz geleistet.

Die Tötung von Polizisten hat im ganzen Land Empörung ausgelöst

Der Fall hat bundesweit Empörung ausgelöst. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse an dem Verfahren. Nach Angaben eines Sprechers des Amtsgerichts Kaiserslautern haben sich Pressevertreter aus ganz Deutschland angemeldet. 25 Plätze sind für Journalisten reserviert, weitere 40 für Zuschauer.

Kreuz, Gedenkstein, Kerzen und Blumen – ein pensionierter Polizist hat mit weiteren Helfern den beiden bei Kusel erschossenen Polizisten ein Denkmal gesetzt SWR