Als diesjähriger Composer-in-Residence hat mit Georg Friedrich Haas einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten das Programm in Grafenegg (Bezirk Krems) maßgeblich mitgestaltet. Er leitet den Komponisten-Dirigenten-Workshop INK STILL WET vom 26. August bis 4. September, unterstützt von Dirigent Baldur Brönnimann.
Lernen Sie in Grafenegg von den Besten zu komponieren
Die Idee zu INK STILL WET ist weltweit einzigartig, heißt es auf der Website des Grafenegg Festivals: „Junge Komponisten erhalten die Möglichkeit, ein für den Workshop komponiertes symphonisches Werk mit einem professionellen Orchester, dem Tonkünstler-Orchester, und anschließend im Rahmen des Grafenegg Festivals einzustudieren.
Harald Hoffmann Georg Friedrich Haas studierte bei Ivan Erjöd, Gjosta Neuwirth und Friedrich Cerha. Bevor er an die Columbia University in New York ging, unterrichtete er an der Musikuniversität Graz und der Musikakademie Basel.
Als Coaches stehen ihnen die jeweiligen Composers in Residence des Festivals zur Seite, in diesem Jahr der 69-jährige Georg Friedrich Haas, seit 2013 Professor für Komposition an der Columbia University in New York (USA). Das Abschlusskonzert ist am kommenden Sonntag im Saal, der Eintritt ist frei.
Haas: „Jeder im Publikum wird das Stück anders hören“
Auch am Sonntag, wenn die Matinee mit Composer in Residence um 11 Uhr beginnt, müssen Interessierte keinen Eintritt zahlen. Haas’ Komposition trägt den Titel Parkmusik für Grafenegg. „Im Park spielen Mitglieder von vier Orchestern des Landesblasorchesterverbandes Niederösterreich, versammeln sich in Gruppen, trennen sich wieder. Sie marschieren in Zeitlupe, verschwommen. Oder im Wechsel schiefer Zeitdimensionen. Oder nicht. Jeder im Publikum hört das Stück anders – je nachdem, wo man steht oder wohin man geht“, sagt der Komponist.
Alexander Haiden Am vierten Wochenende des Grafenegg Festivals wird der Schlosspark Grafenegg zur Konzertplattform
Stadtmusik Hollabrunn unter der Leitung von Herbert Klinger, Musikverein St. Peter in der Au unter der Leitung von Robert Wieser und der Musikverein Bergener Musikanten unter der Leitung von Martin Stöger konzertieren in Grafenegg. spielen im Schlosspark Haas “Parkmusik für Grafenegg”.
Blasmusik und zeitgenössische Musik sollen zusammenwachsen
Die Organisatoren versprechen, dass es eine Matinee wie nie zuvor in Grafenegg wird. Die musikalische Erfindung des weltberühmten österreichischen Komponisten, der seit vielen Jahren in den USA lebt und arbeitet, geht nicht nur über klassische Konzerte hinaus, sondern erfordert auch die Konvergenz von Blasmusik und zeitgenössischer Komposition. Nach der Matinee pflanzte Georg Friedrich Haas seinen Komponistenbaum im Schlossgarten.
Bereits am 28. August war im Wolkenturm die österreichische Erstaufführung von Haas’ Violinkonzert Nr. 2 zu hören. Solistin ist die engagierte Miranda Cookson, die das Werk 2017 mit großem Erfolg in Tokio uraufgeführt hat. Baldur Brönnimann dirigiert das Tonkünstler-Orchester – mehr dazu in der „Rainy Ghost Train Ride“ in Grafenegg (noe.ORF.at; 29. August 2022).
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