Erst im Frühjahr 2020 kam der Süßwarenhersteller Leysieffer aus dem Insolvenzverfahren heraus. Nun steckt das Unternehmen erneut in finanziellen Schwierigkeiten.
Pralinenhersteller Leysieffer aus Osnabrück ist erneut pleite. Das Amtsgericht Osnabrück hat am vergangenen Freitag einer Mitteilung zufolge eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet.
Zuvor hatten die Regionalmedien Hasepost und Neue Osnabrücker Zeitung über die Insolvenz und den Insolvenzantrag berichtet. Als t-online anrief, war bei Leysieffer niemand zu finden.
Grund für die Insolvenz sind laut Insolvenzverwalter Liquiditätsschwierigkeiten. „In den letzten Monaten hat das Unternehmen einen erheblichen Umsatzrückgang erlebt“, heißt es in der Erklärung. Hinzu kamen die stark gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie sowie die Folgen der Corona-Pandemie.
Das Insolvenzgeld wurde abgelehnt
Die Bundesagentur für Arbeit lehnte jedoch das Insolvenzgeld ab, das die Mitarbeiter des insolventen Unternehmens drei Monate lang erhalten hatten. Infolgedessen wurden alle knapp 200 Mitarbeiter entlassen und die zwölf Filialen vorübergehend geschlossen. Man sei mit der Agentur für Arbeit in “sehr intensivem Austausch” – und erwarte kurzfristig eine endgültige Entscheidung über das Insolvenzgeld.
Auch Geschäftsführerin Anna Winkler hofft, dass die Agentur für Arbeit trotzdem das Insolvenzgeld zahlt, damit die Filialen wieder öffnen können. „Eine solche Entscheidung muss jedoch sehr bald in den nächsten Stunden, höchstens einigen Tagen, getroffen werden, da sonst eine Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs unwahrscheinlich ist“, sagte Winkler in einer Mitteilung.
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