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Vegane Wurstersatzprodukte sehen ihren tierischen Pendants zum Verwechseln ähnlich und konnten in einem aktuellen Test auch in Geruch, Geschmack und Mundgefühl überzeugen. In puncto Zutaten sind jedoch fast alle veganen Bratwürste gescheitert.
23.05.2022 15.27
Heute online, 15:27
Obwohl kein Tier unter veganen Würsten gelitten oder Antibiotika gefressen hat, sind die meisten Wurstersatzprodukte laut einem von der Arbeiterkammer Oberösterreich veröffentlichten Test auch nicht wirklich gesund. Nur jedes 19. Produkt wurde mit „gut“ bewertet, krebserregende Verbindungen, Aromen und Verdickungsmittel werteten die anderen Pseudo-Wursträder ab. Das teilten die Verbraucherschützer bei der Arbeiterkammer Oberösterreich am Montag mit.
Zwei Drittel werden schlecht bewertet
Die Tester kauften vegane Versionen von Salami, Lyoner, Schinken und Mortadella, sechs der 19 Produkte trugen ein Bio-Siegel. In puncto Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl überzeugten alle Proben – bei den Inhaltsstoffen wurden jedoch nur zwei mit „gut“ und keine mit „sehr gut“ bewertet. Insgesamt wird veganer Aufschnitt mit „gut“, drei mit „befriedigend“ und zwei Drittel mit „schlecht“ oder „ungenügend“ bewertet.
Das Labor hat in zwei Bioassays aromatische Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl (MOAH) nachgewiesen, die krebserregende Verbindungen enthalten können. Viele weitere Produkte enthalten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH / MOSH-Analoga). Sie reichern sich im Körper an und sind weder schädlich noch harmlos. Vorsorglich sollten die Lebensmittel jedoch so wenig wie möglich davon enthalten. Bei fünf kalten Proben war der Gehalt jedoch stark erhöht.
Zweifelhafte Verdickungsmittel
Alle herkömmlichen Produkte – mit einer Ausnahme – enthielten das Verdickungsmittel Carrageenan, das im Verdacht steht, Entzündungen im Darm auszulösen und daher umstritten ist. Alle anorganischen Aufschnitte trugen zum Aroma bei. Bei manchen Produkten wird auch der Salztopf zu tief genommen. Der Ernährungsexperte der AK Oberösterreich rät zu weniger verarbeiteten Produkten wie Tofu, Tempeh und Seitan. Denn Fleischersatzprodukte auf Basis von Soja oder Getreide sind generell eine gute Proteinquelle.
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