Stand: 19.09.2022 07:43 Uhr
Viele Busse, vor allem im ländlichen Raum, bleiben heute und morgen auf dem Betriebshof. Die Gewerkschaft ver.di hat zum Streik aufgerufen.
Nach Angaben eines ver.di-Sprechers hat die Arbeitgeberseite bei den Verhandlungen am vergangenen Mittwoch kein neues Angebot vorgelegt. Viele Busse bleiben deshalb heute und morgen in den Betriebshöfen. Da nur private Unternehmen betroffen sind, werden insbesondere ländliche Verbindungen ausfallen.
Ver.di will den Druck erhöhen
Nach Angaben der Gewerkschaft wurden alle 2.000 Beschäftigten privater Busunternehmen aufgefordert, nicht Vollzeit zu arbeiten. Betroffen sind etwa 90 Unternehmen im ganzen Land, von denen die meisten reguläre Dienstleistungen in der Provinz übernehmen.
AUDIO: Warnung schlägt erneut im privaten Bussektor von SH zu (1 min)
Die Gewerkschaft fordert 1,95 Euro mehr Geld für Autofahrer. Mitarbeiter in den Werkstätten erhalten zusätzlich 3,90 Euro pro Stunde. Auf Arbeitgeberseite hatte zuletzt der Omnibusverband Nord (OVN) eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 8,5 Prozent vorgeschlagen – und einen Inflationszuschuss von 300 Euro.
Arbeitgeber verstehen Streiks nicht
Der Verband reagierte mit Missverständnissen auf die Ankündigung des Warnstreiks. Die Situation ist aufgrund der hohen Inflation und der lebensbedrohlichen Änderungen der Kraftstoff- und Energiepreise bereits kompliziert genug. Ihm fehle die Kompromissbereitschaft der Gewerkschaft, sagte OVN-Verhandlungsführer Klaus Schmidt. Die Arbeitgeber unterbreiteten kein neues Angebot, weil ver.di es ohnehin abgelehnt hätte.
Dies ist bereits der zweite Warnstreik in dieser Tarifrunde. Auch ver.di kündigte für Dienstag eine Kundgebung in Kiel an. Die Verhandlungen sollen am 10. Oktober wieder aufgenommen werden.
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Der zweitägige Warnstreik im privaten Busbereich wird bis zum Geschäftsschluss am Samstag andauern. Mehr ▼
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein Nachrichten | 19.09.2022 | 07:00 Uhr morgens
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