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Die Eisenbahnergewerkschaft lehnt die Weiterführung wegen Überlastung ab

Der Eisenbahnverband EVG ist gegen die Fortführung des 9-Euro-Tarifs, wenn das Angebot nicht erhöht wird. Der Grund: überarbeitete Mitarbeiter.

Der Eisenbahnverband EVG lehnt die Verlängerung des 9-Euro-Tickets unter den aktuellen Umständen ab. „Das 9-Euro-Ticket kann so nicht weitergehen“, sagte Martin Burkert, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Eisenbahn und Verkehr (EVG). „Wir haben eine Fürsorgepflicht, die Belegschaft hat den Wendepunkt erreicht und teilweise überschritten.“ Man sei „unter diesen Umständen der Überfüllung“ dagegen gewesen, das Ticket zu verlängern.

Es ist erwiesen, dass sehr viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wenn Preis und Angebot stimmen. „Es gibt keine Nachfrage, sondern ein Angebotsproblem! Wir brauchen dringend einen Ausbau des gesamten ÖPNV und mehr Personal und Fahrzeuge“, betonte Burkert. „Langfristig wollen wir, dass der ÖPNV kostenlos ist. Aber vorher müssen Reichweite und Kapazität erst einmal überall ausgebaut werden.“

Genehmigung für eine Jahreskarte von 365 Euro

Die 365-Euro-Jahreskarte sei eine gute Möglichkeit, mehr Menschen vom Umstieg auf Bahn und Bus zu überzeugen, sagte Burkert. Um die Mobilitätswende zu erreichen, braucht es eine parteiübergreifende, langfristige Strategie und eine stabile Finanzierung.

Bund und Länder streiten um einen möglichen Folgevorschlag zum bis Ende August laufenden 9-Euro-Ticket. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sieht zwar die Bundesländer an der Reihe, beharrt aber darauf, dass der Bund wegen der zusätzlich benötigten Milliardenfinanzierung weiterhin in der Verantwortung liege. Wissing wies zuletzt darauf hin, dass im Herbst die Ergebnisse einer mit den Bundesländern eingerichteten Task Force zur gemeinsamen Zukunft und Finanzierung des ÖPNV vorliegen sollen.