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Die elektronische Registrierung wird bald die Mautstationen in Frankreich ersetzen

Wartezeiten sinken, Gebühren steigen

Frankreich baut Mautstationen ab

Um Wartezeiten zu verkürzen und unnötige Emissionen zu vermeiden, will Frankreich künftig auf Mautstationen auf Autobahnen verzichten. Allerdings wird die Fahrt der Autofahrer auf französischen Straßen dadurch nicht billiger – im Gegenteil.

Gepostet: 16:12 Uhr

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Aktualisiert: vor 48 Minuten

Wer auf den Autobahnen europäischer Urlaubsländer wie Frankreich, Italien oder Spanien unterwegs ist, wird sich darüber garantiert ärgern: In regelmäßigen Abständen muss die Fahrt für Zwangspausen an Mautstellen unterbrochen werden, um die Weiterfahrt kostenpflichtig zu machen Reise. Je nach Verkehrsaufkommen führt dies mitunter zu langen Wartezeiten an Bezahlschranken und belastet somit die Umwelt mit Emissionen. Außerdem wird je nach Anzahl der parallelen Fahrspuren enorm viel Platz benötigt, der ansonsten beispielsweise für die Landwirtschaft genutzt werden könnte.

Zumindest in Frankreich können sich Autofahrer auf absehbare Zeit von Mautstationen verabschieden: Laut einem Bericht von Auto, Motor & Sport wollen unsere Nachbarn die Stationen auslaufen lassen, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Fahren wir also künftig umsonst auf französischen Autobahnen? Mais nein! Télépéage, heute schon von Normalfahrern genutzt – kleine Lesegeräte an der Windschutzscheibe, die beim Durchfahren von Mautstellen automatisch elektronisch erkannt werden – werden künftig von Scannern an Brückenbauwerken erfasst. Dies soll auch in Frankreich bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h möglich sein (hier geht es zur Anleitung: Autofahren Urlaub in Frankreich).

Erkennung auch durch Registrierungsnummern

Wer selten in Frankreich unterwegs ist und sich deshalb Télépéage nicht kaufen möchte, soll sein Kfz-Kennzeichen im Internet registrieren lassen können. Dies ermöglicht auch die elektronische Abbuchung, da die Scanner auch die Nummern erfassen. Eine weitere Zahlungsmöglichkeit ist das Bezahlen der Autobahnmaut nach der Fahrt: Dies soll innerhalb von 72 Stunden über die Website des Autobahnbetreibers Autoroutes oder in Tabakläden möglich sein. Je nach Fahrzeugtyp und Schadstoffklasse werden niedrigere oder höhere Steuern gezahlt.

Zunächst soll das System aber nur auf Strecken mit fast keinen ausländischen Touristen zum Einsatz kommen. Begründung: Französische Autobahnbetreiber haben bisher nur Zugriff auf die Daten der in Frankreich zugelassenen Fahrzeuge. Offen ist daher noch die Frage, wie ausländische Verletzer zur Kasse gebeten werden sollen.

Benutzer zahlen für die Verlängerung

Das Potenzial des neuen Systems ist jedoch enorm, schätzt der Betreiber ein: Allein auf der Autobahn A13/A14 von Paris in die Normandie sind jährlich bis zu 1,7 Millionen Stunden weniger Wartezeit an Mautstellen zu erwarten! Dadurch könnten 9,5 Millionen Liter Kraftstoff eingespart werden – allein auf dieser Strecke würden 30.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.

Doch bevor gespart werden kann, muss viel Geld in die Modernisierung des Abrechnungssystems gesteckt werden. Und natürlich lassen die Autobahnbetreiber ihre Kunden dafür büßen: Die teilweise ohnehin schon hohen Mautgebühren – allein die Strecke Straßburg–Paris kostet mit dem Auto rund 40 Franken – werden im Zuge des Systemumbaus noch einmal erhöht.

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