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Die Opposition fordert Kühlhäuser für die Bevölkerung

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Erstellt: 12.07.2022, 12:49 Uhr

Von: Tobias Utz

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Der Wetterdienst warnt vor einer Hitzewelle in Deutschland. Die Politik reagierte mit Forderungen nach öffentlichen Kühlhäusern.

Berlin/Frankfurt – Es wird heiß in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer Hitzewelle mit möglichen Temperaturen über 40 Grad Celsius. Einige Regionen sollen am stärksten betroffen sein.

CSU und Linke fordern deshalb von Gesundheitsminister Karl Lauterbach einen Aktionsplan gegen die Hitzewelle. Bund und Länder müssten nun Fakten schaffen, „per Gesetz und mit Finanzierungsmodellen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Kathryn Vogler, dem „Daily Mirror“. In dem Interview forderte sie unter anderem “klimatisierte Kühlräume”, auch “Cooling Shelters” genannt. Vor allem Pflegeheime und andere Pflegeeinrichtungen brauchen sie, so Vogler. Doch nicht nur ältere und kranke Menschen sind von der Hitzewelle besonders betroffen, auch die soziale Situation wirkt sich auf die gesundheitlichen Folgen der Hitze aus. „Arme Menschen in billigen, schlecht isolierten Wohnungen und Unterkünften, gerade in Ballungsgebieten, leiden mehr als Menschen, die in klimatisierten Wohnungen oder Häusern mit Garten leben“, sagt Vogler.

Hitzewelle in Deutschland: Lauterbach warnt vor Toten

Stefan Pilsinger, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, forderte mehr Eigeninitiative und eine klarere Kommunikation von Gesundheitsminister Lauterbach zur Hitzewelle in Deutschland: „Das Bundesgesundheitsministerium hat die Pflicht, die Bevölkerung vor einer extremen Hitze zu schützen Welle – wie wir sie in den nächsten Tagen erleben – unvermeidlich ist, sich vorzubereiten und über entsprechende Präventionsmaßnahmen zu informieren”, sagte er auch dem Tagesspiegel. Für die Bundesrepublik brauche es jetzt einen Hitzeaktionsplan, betonte Pilsinger.

Mitteleuropa wird von einer Hitzewelle erfasst. (Symbolfoto) © Paco Freire / Imago Images

Karl Lauterbach hat sich bisher nicht zu den Forderungen der Opposition geäußert. Am Wochenende twitterte der GSDP-Politiker nur, dass Alte und Kranke vor der Hitze geschützt werden sollten, und kam damit den Forderungen der Linken zuvor. „Flüssigkeitsvorräte, Fans, sprechen Sie über die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr. Seien Sie verfügbar“, sagte Lauterbach in einer Erklärung. Er befürchtet mehrere Todesfälle durch die extremen Temperaturen. „Diese Hitzewelle könnte viele Todesfälle fordern“, schrieb der Gesundheitsminister.

Bei solch extremen Temperaturen empfehlen Experten, das Haus nur mit Hut zu verlassen, sonst droht ein Hitzschlag. (tun)