Am Samstag kündigte Zadic jedoch statt einer eigenen Sonderstaatsanwaltschaft mehr Ressourcen für die Polizei und bestehende Staatsanwaltschaften an. „Natürlich kann ich den aktuellen Ruf nach Sonderstaatsanwälten nachvollziehen“, sagte Zadic in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA. Sie wies jedoch darauf hin, dass die Justiz bereits vor dem schockierenden Fall des oberösterreichischen Arztes kompetente Cybercrime-Zentren bei den Staatsanwaltschaften in Wien und Graz eingerichtet habe. Ziel ist es, einen Pool von speziell ausgebildeten Staatsanwälten aufzubauen, die als Ansprechpartner für alle Staatsanwälte dienen und ihre gesammelten Erfahrungen auch in internen Schulungen weitergeben. „Jede Staatsanwaltschaft in Österreich befasst sich mit Fällen von Online-Hass und Cyberkriminalität, daher ist es notwendig, entsprechende Kompetenzen in allen Bereichen aufzubauen. Deshalb möchte ich dieses Projekt zügig ausbauen, denn es braucht jede Ressource in diesem Bereich, damit die Justiz den Menschen effizient dienen und ihnen schnell zu ihrem Recht verhelfen kann“, betonte die Justizministerin.
Für Zadic besteht das Hauptproblem bei der Verfolgung von Hass im Internet derzeit darin, die Täter zu finden. „Diese Untersuchung nimmt oft unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch, was für die Betroffenen natürlich extrem belastend ist. Gemeinsam mit dem Innenminister werde ich mich dafür einsetzen, dass jede Polizeidienststelle und jede Staatsanwaltschaft über die notwendigen Ressourcen und Instrumente verfügt, um sicherzustellen, dass die Betroffenen ernst genommen und die Verantwortlichen zur Geltung gebracht werden“, kündigte der Bundesminister für Inneres an Justizminister. .
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