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«Die Schweiz geht in die nächste Welle»

Crown-Experten sind alarmiert über die wachsende Zahl

«Die Schweiz geht in die nächste Welle»

Die Kronen-Untervariante BA.5 verursachte in Portugal eine explodierende Anzahl von Kronen. Nun wird die Option in der Schweiz benötigt. Es sollte der Beginn einer Sommerwelle sein.

Veröffentlicht: 15:47 Uhr

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Aktualisiert: vor 20 Minuten

Die omicron-Untervariante BA.5 breitet sich in Portugal rasant aus. Die Zahlen explodieren. Am Mittwoch wurden mehr als 48.000 Neuinfektionen registriert. Die 7-Tage-Frequenz hat sich seit Anfang Mai verdreifacht, Virologen warnen vor fast 60.000 Neuerkrankungen pro Tag. Die Hoffnung auf einen unbeschwerten Sommer in der beliebten Urlaubsdestination schwindet.

Der Grund für diese enorme Erhöhung: Unteroptionen BA.4 und BA.5. Sie stehen jetzt auf der Liste der „Optionen zur Besorgnis“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch in der Schweiz sind Optionen auf dem Vormarsch. Die Fälle nehmen zu. In Genf müssen sie laut Virologin Isabella Eckerle, 42, auf Twitter bereits dominant sein.

Ab Ende April gibt es eine wöchentliche Verdoppelung der Anzahl. „Wie die meisten anderen europäischen Länder geht auch die Schweiz in die nächste Welle. Eckerle warnt, dass beide Optionen eine stärkere Immunabwehr haben als ihre Vorgänger.

Es ist wahrscheinlich, dass Personen, die sich in der Vergangenheit mit der Untervariante omicron BA.1 oder BA.2 infiziert haben, nun erneut mit den neuen Untervarianten infiziert werden.

Erhöhen, bis „ausreichende Immunität aufgebaut ist“.

Auch Tanya Stadler (41), ehemalige Leiterin der Arbeitsgruppe und Leiterin Spektrum bei der ETH-CoV-Plattform, macht auf die Verdopplung der Zahlen und den wachsenden Stellenwert von R in der Schweiz aufmerksam. Aktuell liege sie bei 1,2 bis 1,4, schrieb sie auf Twitter.

Es führt den Trend auch auf die Dominanz von BA.5 zurück. Dies wird so lange fortgesetzt, bis „eine ausreichende Immunität aufgebaut ist“ oder bis „Verhaltensänderungen die Übertragung verringern“. Sie spricht über Gesichtsmasken und eine verstärkte Belüftung des Innenraums.

Die Bundesregierung plant keine Maßnahmen

Auch wenn die Zahlen steigen: Die Bundesregierung hält nichts von einer Wiedereinführung von Maßnahmen. Wobei eine Sommerwelle nicht ausgeschlossen werden kann, wie Simon Buchman vom Bundesgesundheitsdienst Blick Anfang Juni mitteilte. „Im Moment gehen wir nicht davon aus, dass die neuen Varianten des Virus zusätzliche Maßnahmen erfordern. Wir erwarten auch nicht, dass die neuen Unteroptionen das Gesundheitssystem schweizweit massgeblich belasten.»

Denn: „In Populationen mit einem hohen Maß an Immunität scheint es nicht zu schwereren Fällen als BA.1 oder BA.2 zu führen.“ Für ungeimpfte, besonders gefährdete Personen kann dies dennoch Folgen haben.

Die beiden Unteroptionen wurden erstmals Anfang dieses Jahres in Südafrika entdeckt. Inzwischen wurden sie in vielen anderen Ländern gefunden, darunter auch in Europa. (männlich)