Germany

Die SPD will ein drittes Hilfspaket

Geplant ist eine „Strom- und Gaspreisbremse“.

Abhängig von der weiteren Versorgungslage und der Wirtschaftslage will die SPD „eine Preisbremse für Strom und Gas“ diskutieren. Die Preiserhöhung soll für einen noch festzulegenden Grundbedarf gelockert werden. Außerdem sollte es Härtefallregelungen geben. Daher sollte es Mietern nicht gestattet sein, den Vertrag zu kündigen, wenn sie ihre Nebenkosten nicht bezahlen können. Eine Reform des Wohngeldes und eine dauerhafte Heizkostenabrechnung stehen an.

Auch die SPD-Bundestagsfraktion macht sich für einen Nachfolger des Neun-Euro-Tickets stark: „Wir wollen gemeinsam mit den Ländern ein bundesweites ÖPNV-Ticket mit einem monatlichen Preis von 49 Euro einführen, das sich Bund und Länder teilen Regierungen, 50 Prozent werden getragen”, heißt es in dem Projekt.

„Schutzschild“ für kommunale Energieversorger

SPD-Abgeordnete wollen einen “Schutzschirm” für kommunale Energieversorger errichten, die derzeit Strom und Gas zu Wucherpreisen einkaufen müssen, um eine Insolvenz zu verhindern. Die Gassteuer von 2,4 Cent, die Gaskunden ab Oktober zahlen müssen, soll so umgestaltet werden, dass profitorientierte Unternehmen nicht davon profitieren. „Wir erwarten, dass Unternehmen, die Milliardengewinne machen und denen keine Insolvenz droht, keine Insolvenz anmelden.

Außerdem wollen die Sozialdemokraten Anreize zum Energiesparen schaffen und den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Das technisch Machbare soll aus bestehenden Anlagen abgeleitet und die entsprechenden Genehmigungen schnellstmöglich erteilt werden. Bleiben die drei verbleibenden Kernkraftwerke im sogenannten verlängerten Betrieb über 2022 hinaus in Betrieb, müssen bestehende Sicherheitsstandards angewendet werden, heißt es in dem Dokument.