Die Styriarte eröffnete dieses Jahr mit einer Kundgebung verschiedener Chöre und Auftragswerken des Musikers und Dirigenten Denovaire. Die einzelnen Gruppen reisten per Fahrrad, Tram, Zug oder auch zu Fuß an, um am Freitagabend in der Helmut-List-Halle in Graz ein Ensemble zu bilden. In der Zwischenzeit sprach Geschäftsführer Mathis Huber mit den für das diesjährige Styriarte-Motto „Reisen“ verantwortlichen Landespolitikern.
Die Fahrt war bereits Teil von Denovaires Projekt „die sternfahrt zu graz“, das er auch leitet. Zunächst trafen die einzelnen Gruppen aus allen Himmelsrichtungen in der Hellmuth-Liszt-Halle ein. Mit lautem Knall kam der Hib.art.chor mit dem Fahrrad, die Kapfenberger Vokalschule mit dem Zug, der Herzogenberger Kammerchor mit der Straßenbahn und der Schöne-Tor-Chor zu Fuß. Unterwegs wurde schon gesungen, manchmal stimmte ein Teil des Publikums mit ein und begleitete die Sänger.
Umrahmt von Musik sprach Mathis Huber mit Kulturminister Christopher Drexler (ÖVP), Bürgermeisterin Elke Karr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) und Kulturstadtrat Günther Riegler (ÖVP). Aus der Verhandlungsrunde wurde ein Gegenstand mitgebracht, den eine Person auf Reisen mitnehmen wird. Mit ernannter Landeshauptfrau Drexler war dies Claudia Rosbachers neuester Steirerkrimi zum „Verteilen“, mit Elke Carr Karin Hoyak-Talabers Frauenbuch Klauber vom Erzberg „zum Selberlesen“, Judith Schwentner hat immer eine Muschel aus Italien dabei und Günther Riegler , ein Bergsteiger-Carabinieri, der dem 95-Jährigen vom Alpenverein überreicht wurde. Dann war da noch die Frage nach der Traumreise, eine Frage, die alle vier ausweichend beantworteten, offenbar bemüht, nichts Falsches zu sagen.
Es folgte der musikalische Hauptteil, der etwa 40 Minuten dauerte und zeigte, welche Geräusche und Töne in welchen Kombinationen vier Personen erzeugen können. Die Musik wurde nicht nur mit den Stimmen gemacht, sondern auch mit Plattenkisten, Schlagstöcken und stampfenden Füßen, und die Gesprächsausschnitte des vorherigen Vortrags, die aufgezeichnet worden waren, flossen ein. Darunter waren meditative Töne von Ali Asaad mit Holz und Gitarre, Irina Karamarkovich sang und Katarina Clement spielte Klavier.
Die Festspiele beginnen ihr reguläres Programm am Samstag und Sonntag mit zwei Aufführungen von Ariana, einer gekürzten Fassung der Oper La Corona d’Arianna von Johann Joseph Fuchs.
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