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2.112 Haushalte und Betriebe in Vorarlberg suchten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen neuen Strom- oder Gaslieferanten. Das sind zwar 60 mehr als im Vorjahreszeitraum, aber immer noch die niedrigste Zahl im Vergleich zu den anderen Bundesländern.
01.08.2022 15:20 Uhr
Online ab heute, 15.20 Uhr
2.112 Haushalte und Betriebe in Vorarlberg suchten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen neuen Strom- oder Gaslieferanten. „1.585 Kunden wählten einen neuen Stromanbieter und 527 neue Gasanbieter. Im Vorjahreszeitraum suchten 2.052 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger nach einem neuen Anbieter. Im Vergleich zu den Bundesländern liegt das Ländle beim Lieferantenwechsel noch ganz unten“, sagt Wolfgang Urbancic, Geschäftsführer der Strom- und Gasregulierungsbehörde E-Control.
In den kommenden Monaten ist keine Preiserholung zu erwarten
Österreichweit wechselten im ersten Halbjahr 132.433 Strom- und Gaskunden – sowohl Haushalte als auch Unternehmen – ihren Lieferanten. „Das ist deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum, als 182.087 Kunden einen neuen Strom- oder Gasanbieter suchten. Für uns ist dies eine logische Konsequenz aus der aktuellen Situation auf dem Energiemarkt. Die Großhandelspreise für Strom und Gas steigen seit Monaten massiv. Auch wenn sich dies noch nicht in vollem Umfang auf die Privatkundenpreise ausgewirkt hat, denken insbesondere Kunden mit noch „alten“ Bestandskundentarifen derzeit nicht über einen Anbieterwechsel nach. Und das aus gutem Grund. Schließlich sind Neukundentarife gerade deutlich teurer. Leider können wir in den nächsten Monaten nicht mit einer Preiserholung rechnen“, bedauert Urbancic.
Bezogen auf die Kundenzahl wechselten die Oberösterreicher im ersten Halbjahr mit 2,3 Prozent (23.985 Kunden) und die Niederösterreicher mit 3,8 Prozent (11.010 Kunden) beim Gas am häufigsten ihren Stromanbieter. „Das Bundesland mit der geringsten Wechselbereitschaft ist Vorarlberg beim Strom mit einer Wechselquote von 0,6 Prozent und beim Gas mit jeweils 1,4 Prozent, außerdem Vorarlberg und Wien“, sagt Urbancic.
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