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Diese Lebensmittel können gegen Arthritis, Rheuma und Co. helfen

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Erstellt: 08.05.2022 12:56

Von: Carolyn Schäfer

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Ungesunde Essgewohnheiten können chronische Entzündungen verursachen. Entzündungshemmende Lebensmittel können helfen: Folgendes müssen Sie wissen

Frankfurt – Ob Diabetes, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Multiple Sklerose oder Neurodermitis – so unterschiedlich die Erkrankungen auch sind, oft liegen ihnen Entzündungsreaktionen im Körper zugrunde. „Entzündungsprozesse spielen bei unglaublich vielen Krankheiten eine Rolle“, erklärte Ernährungswissenschaftler Matthias Riedl dem NDR. Im Allgemeinen gilt eine Entzündung als wichtige Schutzreaktion gegen Gewebeschäden. Ziel ist es, den schädlichen Einfluss zu beseitigen. Die Entzündung äußert sich in der Regel in Form von Rötung der Haut, Erwärmung der entzündeten Stelle und Schwellung. Dies geht oft mit Schmerzen einher und die Funktion ist meist eingeschränkt. Entzündungen im Körper hingegen bleiben zunächst unbemerkt und äußern sich beispielsweise durch hohes Fieber, allgemeines Unwohlsein und Schmerzen.

Bei längerer Reizung bestimmter Körperteile können sich chronisch entzündliche Erkrankungen entwickeln. Sie machen sich meist durch wiederkehrende Symptome wie Arthritis oder Rheuma bemerkbar. Viele Faktoren wirken zusammen, um eine Entzündung zu erzeugen und aufrechtzuerhalten, darunter Schlaf- und Bewegungsmangel, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress und eine ungesunde Ernährung.

Entzündungen im Körper vorbeugen – auf ungesunde Lebensmittel sollten Sie gezielt verzichten

Zu viel Fett, zu viel Zucker, zu wenig Nährstoffe und zu viele leere Kalorien: Durch das Überangebot an Lebensmitteln in den westlichen Ländern neigen viele Menschen heute zu einem ungesunden Lebensstil. „Süßigkeiten, Weizenprodukte und übermäßiger Fleischverzehr – insbesondere Schweinefleisch, das besonders viele entzündungsfördernde Stoffe enthält“, begünstigen Entzündungen im Körper, sagte Rheumatologin Ann Fleck dem NDR. Auch der Mangel an entzündungshemmenden Lebensmitteln in der Ernährung spielt eine entscheidende Rolle.

Obst und Gemüse sind der Schlüssel zu einer gesunden, entzündungshemmenden Ernährung. © Fabian Sommer/dpa

Um chronische Entzündungen zu vermeiden, ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung reich an Vitaminen und Mineralstoffen unerlässlich. Grundsätzlich beginnt ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 1,5 Liter pro Tag. Eher beim Autofahren oder bei sommerlichen Temperaturen.

Pfui, Schimmel! Sie können diese Lebensmittel weiterhin essen

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Chronische Entzündung: Gemüse und Obst gehören zu einer gesunden Ernährung dazu

Obst und Gemüse sollten ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Ernährung bilden. Die Krankenkasse AOK empfiehlt täglich mindestens drei Handvoll rohes oder gekochtes Gemüse. Empfehlenswert sind zwei Handvoll zuckerarme Früchte. Diesen Obst- und Gemüsesorten wird eine besondere entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben:

  • Gemüse Lauch und Zwiebeln: reich an Vitaminen (A, B, C, E) und reich an Mineralien wie Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor
  • Brokkoli: liefert sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate
  • Paprika: reich an Vitamin C und Ballaststoffen
  • Kirschen und rote Beeren: reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen wie Anthocyanen
  • Spinat: reich an Vitaminen (C, E) und Mineralstoffen wie Beta-Carotin, Zink und Selen

Auch Nüsse, pflanzliche Öle und Gewürze wirken entzündungshemmend. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3 stärken das Immunsystem und lassen die entzündlichen Prozesse im Körper abklingen. Auch Kurkuma, Ingwer und Chili sollen entzündungshemmend wirken.

Gesunde Ernährung: Nüsse, Öle und Gewürze wirken entzündungshemmend

Für eine entzündungshemmende Ernährung ist es nicht entscheidend, nur bestimmte Lebensmittel zu sich zu nehmen. In der Regel reicht es aus, gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse in den Ernährungsplan aufzunehmen und entzündungsfördernde Lebensmittel wie Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten zu reduzieren. Wer bereits unter chronischen Entzündungen wie Rheuma, Arthrose und Co. leidet, sollte dauerhaft auf entzündungsfördernde Lebensmittel verzichten. Dazu gehören auch stark verarbeitete Produkte wie Fertiggerichte, Wurst, Käse und Lebensmittel, die besonders glutenhaltig sind.

Ein hoher Konsum tierischer Produkte kann nicht nur zu chronischen Entzündungen im Körper führen, sondern auch das Risiko für Depressionen erhöhen.

„Eine überwiegend vegetarische und pflanzliche Ernährung sorgt für eine ausreichende Versorgung mit entzündungshemmenden Stoffen“, schreibt der Verein für unabhängige Gesundheitsberatung. „Je bunter und abwechslungsreicher das Essensangebot, desto besser.“ Auch Stressabbau, ausreichend Schlaf und ausreichend Bewegung im Alltag seien entscheidend. (Käse)