Ausbildung
Die Digitalisierungsoffensive von Bund und Ländern schreitet in Niederösterreich voran. Die Notebooks werden weiterhin an etwa 30.000 Studenten verteilt. Ab sofort müssen sich auch Lehrkräfte digital weiterbilden.
13.06.2022 19.35
Online seit gestern, 19.35
Um die digitale Bildung weiterzuentwickeln, werden die Stunden der IT-Tutoren (jene Lehrkräfte, die Informationstechnologie in Schulen verwalten; Anm.) an vom Bund aufgestockten Schulen durch das Land Niederösterreich verdoppelt. 670 Stunden pro Monat stehen jetzt zur Verfügung. Für die Lehrenden wurde eine eigene Stunde für Online-Sprechstunden eingerichtet. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da grundlegende digitale Fähigkeiten in Zukunft in den Dienstleistungsvertrag für junge Lehrer aufgenommen werden.
„Wenn ein junger Lehrer zu uns kommt und seinen Dienst antreten will, muss er sich im digitalen Bereich weiterbilden. Das ist eine Pflicht, keine Freiwilligkeit“, sagte Bildungsminister Christian Teschl-Hoffmeister (ÖVP) am Montag auf einer Pressekonferenz. Neben den 70 IT-Koordinatoren gibt es pro Region drei Fachspezialisten, die das aktuelle Lehrpersonal im digitalen Unterricht unterstützen.
ORF An der Theodor-Körner-Schule in St. Pölten lernen die Schüler ab Herbst mit Heften
200 Plätze für digitale Weiterbildung an Hochschulen
Laut NÖ Bildungsdirektion wird ab Herbst eine Stunde digitale Grundbildung in den Lehrplan der Sekundarstufe aufgenommen. Lehrerinnen und Lehrer benötigen eine spezielle Zusatzausbildung im Bereich Informationstechnologie: „Allein in Niederösterreich haben wir rund 200 Plätze an Pädagogischen Hochschulen bereitgestellt, um unseren Lehrkräften ein angemessenes Angebot von 30 ECTS anbieten zu können“, sagt Bildungsdirektor Johan Sherry . Ein ECTS-Punkt entspricht 25 Arbeitsstunden im Studiensystem. 30 ECTS entsprechen in etwa dem Aufwand für ein Semester.
Der Genetiker und Autor Marcus Hengstschleger begrüßt den niederösterreichischen Ansatz und verweist auf die Grundbildung der Kinder im digitalen Bereich: Quellen und nicht zuletzt die digitale Ethik, einschließlich Belästigung“, sagt Hengstschläger.
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