Veröffentlicht4. August 2022, 14:59 Uhr
Dornach SO: Neuer Elterntaxi-Parkplatz vor der Schule – „Ich bin wirklich sprachlos“
Vor der Schule Brühl in Dornach haben Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, einen besonderen Platz bekommen. Das verstehen die Anwohner nicht.
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Dieses Schild vor der Schule Brühl in Dornach SO sorgt derzeit für Aufsehen im Internet.
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Auch eine neue Bodenmarkierung für Elterntaxis wurde angebracht.
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Der Gemeinschaftsplan: Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, können dort anhalten, um ihre Kinder abzusetzen.
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Dornach SO verfügt neu über Parkplätze für Elterntaxis.
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Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, können dort parken, um ihre Kinder abzusetzen.
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Dies stößt im Internet auf viele Missverständnisse.
„Es fehlt nur noch der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach der Schule“, schrieb ein User unter dem Facebook-Post der Gruppe „Du bist aus Dornach, wenn …“. Dort lösten Fotos der Taxischilder der frischgebackenen Eltern eine hitzige Diskussion aus. Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, haben einen eigenen Stellplatz vor einer Schule in Brühl bekommen.
Auf dem Betonboden hängt seit einigen Tagen ein breiter gelber Streifen mit der Aufschrift „Elterntaxi“. Es hat auch die entsprechende blaue P-Kennzeichnung, damit jeder weiß, dass Eltern fahren dürfen.
“Besorgniserregend ist, dass die Kommune ausdrücklich Taxis für Eltern unterstützt”
Taxiparken der Eltern polarisiert auf Facebook. Viele Kommentatoren scheinen die Welt nicht mehr zu verstehen. „Das ist unmöglich? Mir fehlen wirklich die Worte“ oder „Es ist beunruhigend, dass die Gemeinde- und Schulleitung Taxis für Eltern ausdrücklich unterstützen“, schrieben User.“ Eine Frau schlug ironisch vor, vor der Schule einen Parkplatz und ein Café für Eltern zu bauen Gebäude.
Der Gemeinde Dornach ist durchaus bewusst, dass der Begriff Elternbeitrag negativ konnotiert ist. „Ein Aspekt der Maßnahme ist, dass wir auf das Beschilderungsproblem aufmerksam machen. Unsere Überlegung war, dass die Betroffenen dann vielleicht erfahren, dass es sich um die Taxis der Eltern handelt“, erklärt Dornachs Bürgermeister Daniel Ureck auf Nachfrage.
Fahrverbot als letztes Mittel
Zu oft kam es in der Vergangenheit zu gefährlichen Situationen mit Autos vor dem Schulgebäude. Aufklärungsarbeit und Maßnahmen zeigten bisher keine Wirkung. Mit der eindeutigen Benennung wolle man dem entgegenkommen, um “eine sehr problematische Situation” zu verbessern, so Urech. „Wir verstehen die Facebook-Kritik an Elterntaxis und sehen sie genauso. Eltern sollten ihren Kindern den Weg zur Schule spüren lassen“, sagt er und ergänzt: „Wenn die jetzige Markierung nicht zu einer Verbesserung führt, stellt sich die Frage nach einem vorübergehenden Fahrverbot vor Schulen.“
Immer wieder kommt es durch den Elternfahrdienst zu gefährlichen Situationen. Letztes Jahr hat im Thurgau eine Mutter eine Katze überfahren. Auch im Baselbiet ist das Problem bekannt. Seit 2017 versucht der Kanton mit einer Kampagne den Elternverkehr zu reduzieren, damit die Kinder den Schulweg zu Fuss oder mit dem Velo erleben können. In Derendingen, Solothurn, wurde 2019 das amerikanische Modell «Kiss&Ride» vor einer Schule platziert, die sich der Dornacher Massnahme annähert.
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