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Dreyer im Interview mit tagesthemen: „Den Abschluss hätte niemand vorhersagen können“

Stand: 13.07.2022 21:45

Vor einem Jahr kamen bei Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen rund 190 Menschen ums Leben. Das hätte niemand vorhersehen können, sagt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Dreyer im Interview zu den Tagesthemen. Sie sieht keinen Grund, sich zu entschuldigen.

Ein Jahr nach dem Hochwasser im Aartal hat die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, das Katastrophenmanagement verteidigt. Jahrzehntelang habe der kommunale Zivilschutz gut funktioniert und auch schwere Überschwemmungen gut überstanden, sagte der SPD-Politiker in einem Interview zu den Tagesthemen. „Niemand hätte das Ausmaß dieser Katastrophe vorhersagen können“, sagte sie. Daher sehe sie keinen Grund, sich für die Bewältigung der Krise im Land zu entschuldigen.

Dreyer betonte, dass es sich bei den Ereignissen vor einem Jahr nicht um ein Hochwasser, sondern um eine Hochwasserkatastrophe gehandelt habe, die einen Wendepunkt für Rheinland-Pfalz darstelle.

„Keine absolute Gewissheit“

Ihre politische Verantwortung sieht sie darin, dass der Zivilschutz aus den Ereignissen lernt und sich neu aufstellt. Angesichts des Klimawandels ist nicht nur alle 100 Jahre mit einer Hochwasserkatastrophe zu rechnen. „Wir werden alles tun, was wir können“, sagte Dreyer.

Unter anderem wird die Ahr im Hochwasserfall nun mehr Platz zum Ausbauen haben und in gefährdeten Gebieten werden Häuser nur noch hochwassersicher wieder aufgebaut. Aber absolute Gewissheit kann es nicht geben.

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, über die politische Bewältigung der Flutkatastrophe

Tagesthemen, 13.7.2022