Von der Redaktion der BZ
Der Verdacht im Raum ist skandalös: Körperverletzung, Verfolgung Unschuldiger, Nötigung und Inhaftierung. Also rückte am Donnerstag die Polizei in ihre Reihen. Suche im Bahnhof Alex. Im Fokus: eine Polizistin und vier Polizisten!
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, soll ein 21-Jähriger am 16. Juli 2021 gegen 2.30 Uhr auf der Polizeiwache Alexanderplatz von einem Polizisten angegriffen und geschlagen worden sein, als er den Verlust melden wollte.
Drei der anderen fünf damals anwesenden Polizisten sollen den 21-Jährigen anschließend zu Boden geschlagen haben. Der Polizist, der den 21-Jährigen zuvor angegriffen hatte, soll ihn immer wieder geschlagen und so leicht verletzt haben. Ein Kollege der Polizei erstattete Anzeige, nachdem er den Vorfall während einer Untersuchung bemerkt hatte.
Die beschuldigten Beamten leiteten daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Ordnungskräfte gegen das 21-jährige Opfer ein – falsch. Sie veranlassten auch, dem 21-Jährigen Blut abnehmen zu lassen, obwohl die Staatsanwaltschaft zuvor dagegen entschieden hatte. Der 21-Jährige soll ohne Rechtsgrundlage mehr als zwei Stunden festgehalten worden sein.
Am Donnerstag wechselten dann Mitarbeiter zu Alex Guard, die vor allem nach Datenträgern suchten, deren Bewertung noch andauert.
Der Polizist, der den 21-Jährigen mehrfach geschlagen haben soll, wurde bereits wegen eines anderen Sachverhalts von der Berliner Polizei abgezogen. Den verbleibenden Mitarbeitern drohen weiterhin rechtliche Konsequenzen.
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