Veröffentlicht 27. April 2022, 12:18 Uhr
2016 stürzte der Airbus A320 von Egypt Air im Mittelmeer ab, wobei alle 66 Menschen an Bord ums Leben kamen. Ursache des Absturzes war laut Ermittlern ein Brand an Bord. Jetzt heißt es in einem neuen Bericht, der Pilot habe es mit einer Zigarette ausgelöst.
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Der abgestürzte Airbus von Egypt Air mit der Registrierung SU-GCC.
imago / ZUMA Press
Das Flugzeug wurde von Mohammed Saeed Shukair aus Kairo gesteuert.
Sein Co-Pilot war Mohamed Mamduh Ahmed Assem, ebenfalls aus Kairo.
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Ein Expertenbericht enthüllt das Geheimnis des Flugzeugabsturzes der Egypt Air im Jahr 2016.
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Jeweils rauchende Piloten und eine falsch platzierte Sauerstoffmaske verursachten ein Feuer im Cockpit, das sich dann schnell ausbreitete.
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Ägyptische Behörden hatten zuvor von einem Terroranschlag gesprochen.
Am 18. Mai 2016 um 23:21 Uhr hob der Linienflug MS904 von Egypt Air von Paris-Charles de Gaulle nach Kairo ab. Der Airbus A320 kam dort jedoch nie an: Nachdem er am 19. Mai um 2.34 Uhr vom Radarschirm verschwunden war, stürzte er zwischen Kreta und der ägyptischen Küste ins Meer. Keiner der 66 Menschen an Bord überlebte die Katastrophe.
In den folgenden Tagen und Wochen wurden bei einer großangelegten Suchaktion in Wasser und Luft Überreste und Überreste von Passagieren und Besatzungsmitgliedern gefunden. Beide On-Board-Recorder können ebenfalls geortet werden.
Bei der Klärung der Ursache des Vorfalls herrschte zunächst Verwirrung: Während französische Ermittler zunächst von einem mechanischen Fehler ausgingen, vermuteten ihre ägyptischen Kollegen einen Terroranschlag. Erst 2018 stellten britische Experten anhand von Daten aus der Blackbox fest, dass es an Bord gebrannt hatte. Warum diese explodierte, bleibt jedoch ein Rätsel.
Aschenbecher wegen Verschleiß ersetzt
Journalisten des Corriere della Sera haben jetzt ein 134-seitiges Gutachten gelesen, das kürzlich an das Berufungsgericht in Paris geschickt wurde, wo ein Prozess wegen Totschlags stattfinden wird: 15 der Opfer sind französische Staatsbürger. Der Bericht löst nun offenbar das Rätsel. Das Feuer sei im Cockpit ausgebrochen, weil wegen einer defekten Maske Sauerstoff ausgetreten sei – und weil Pilot Mohammed Saeed Shukair oder Co-Pilot in gut 11.000 Metern Entfernung eine Zigarette angezündet habe, habe der austretende Sauerstoff wohl die Glut gesprengt, also vieles, was einem Feuer folgte. Dadurch konnten sich die Flammen schnell auf das Flugzeug ausbreiten, was dazu führte, dass die Piloten das Feuer nicht löschen konnten. Schließlich verloren sie die Kontrolle über das Flugzeug und es stürzte ins Meer.
Laut Experten ist das Geräusch von austretendem Sauerstoff auf Audioaufnahmen aus dem Cockpit deutlich zu hören. Die Maske war drei Tage zuvor ausgetauscht worden – und ein Ventil darin war unerklärlicherweise in eine Notfallposition gebracht worden, wodurch das Gas unter hohem Druck entweichen konnte. Sie fanden auch andere Mängel am Flugzeug, die die Piloten nie gemeldet und daher nie behoben hatten. Zwei Monate vor dem Unfall wurden die Cockpit-Aschenbecher jedoch ersetzt, da sie durch die intensive Nutzung abgenutzt waren.
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(trx)
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