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Ein an Affenpocken erkrankter Hund – das Tier hat diese Symptome

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Erstellt: 21.08.2022, 21:08

Von: Josephine Lentz

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Dies ist der erste Fall weltweit: Ein Hund hat sich bei seinen Besitzern mit Affenpocken infiziert. Der Vierbeiner hat Hautausschläge:

Diese Nachricht wird viele Hundebesitzer bereits aufschrecken – kein Grund zur Panik! Frankreich hat den ersten bekannten Fall von Affenpocken, die von Menschen auf Tiere übertragen wurden. Zunächst hatten sich zwei Männer mit dem Virus infiziert, wenig später zeigte auch ihr Hund typische Krankheitssymptome.

Hund mit Affenpocken infiziert – ähnliche Symptome wie beim Menschen

Der Fall des ersten mit Affenpocken infizierten Hundes ereignete sich im Juni in Frankreich. Das Magazin The Lancet berichtete darüber jedoch erst am 10. August. Die beiden betroffenen Männer haben sich beim Geschlechtsverkehr mit anderen Männern mit dem Virus infiziert. Während der Inkubationszeit der Affenpocken entwickeln sie typische Symptome wie Hautausschläge, Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen. Auch n-tv hat darüber berichtet.

Die Männer leben zusammen in einem Haushalt und haben einen Hund. Außerdem zeigte es bei beiden Patienten affenpockenähnliche Symptome zwölf Tage nach der Ansteckung. Es gibt mehrere Läsionen auf der Haut und den Schleimhäuten. Außerdem finden sich mehrere mit Eiter gefüllte Pickel am Bauch und ein Geschwür am Rücken.

Ein Hund erkrankte an Affenpocken – der Vierbeiner schlief mit infizierten Besitzern im Bett

Aktuell häufen sich Fälle, in denen sich Männer beim Geschlechtsverkehr mit anderen Männern mit Affenpocken infizieren. Experten weisen jedoch darauf hin, dass sich die Krankheit auch auf andere Weise ausbreiten kann. Direkter Kontakt mit Schorf, Körperflüssigkeiten, Speichel oder Hautausschlägen ist ausreichend. Es ist auch möglich, dass das Virus durch Gegenstände übertragen wird, die mit Körperflüssigkeiten kontaminiert sind.

Die Franzosen geben an, dass unter anderem ihr Hund bei ihnen im Bett geschlafen hat. Es ist jedoch nicht klar, ob das Virus auf diese Weise übertragen wurde. Weil sie ihre eigenen Symptome haben, haben die Besitzer darauf geachtet, dass ihr Vierbeiner nicht mit anderen Hunden oder Menschen in Kontakt kommt.

Affenpocken-Fälle wurden übrigens erstmals im Mai 2022 in Deutschland festgestellt. Seither wurden laut RKI 3.213 Affenpocken-Fälle aus allen 16 Bundesländern gemeldet. Jetzt ist die Zahl leicht rückläufig.

„Echte Hundekrankheit“: Experten raten Haustieren, sich inmitten des Affenpockenausbruchs zu isolieren

„Die Kinetik des Auftretens der Symptome bei den beiden Patienten und dann bei ihrem Hund weist nach unserem Kenntnisstand auf eine Übertragung des Affenpockenvirus vom Menschen auf den Hund hin“, zitierte n-tv die Autoren der Zeitschrift. Experten vermuten eine „echte Hundekrankheit“ und „keine bloße Übertragung des Virus durch engen Kontakt mit Menschen oder Übertragung über die Luft“.

Nun muss diskutiert werden, ob Haustiere von erkrankten Besitzern isoliert werden sollten. Die US-Epidemiebehörde hat ihre Website bereits angepasst. Es besagt, dass Hunde an Affenpocken erkranken können. Ob sich auch Katzen anstecken können, ist unklar. Beim Coronavirus gibt es immer wieder Fälle von Haustieren, die sich ebenfalls angesteckt haben.

Typische Symptome von Affenpocken

Typische Symptome von Affenpocken sind Fieber, Kopf-, Rücken- und Muskelschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Charakteristisch ist auch ein Ausschlag mit Flecken oder Pusteln. Der Ausschlag tritt normalerweise im Gesicht, an Armen oder Beinen auf.

„Aber auch an und in Mund, Genitalien, Anus und Augen finden sich Haut- und Schleimhautveränderungen. In aktuellen Fällen kommt es häufig zu Hautausschlägen an Genitalien und After”, heißt es auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Aber es gibt Möglichkeiten, sich vor Affenpocken zu schützen. (Backe)