In Nepal ist ein Flugzeug mit zwei Deutschen und 20 weiteren Menschen an Bord vom Radar verschwunden.
Tara Air teilte mit, dass der Kontakt zur Twin Otter mit der Registrierungsnummer 9N-AET (Baujahr 1979) kurz nach dem Start am Sonntagmorgen abgebrochen wurde. Die Suche nach der Maschine, die auf dem Weg von Pokhara zum beliebten Bergsteigerziel Jomsom ist, wurde durch schlechtes Wetter behindert.
Tränen am Flughafen Pokhara: Menschen haben Angst um ihre Angehörigen, die im vermissten Flugzeug sitzen Foto: YUNISH GURUNG / AFP
Laut Tara Air hob das Flugzeug um 9:55 Uhr Ortszeit nach Joms ab. 22 Personen sind 19 Passagiere, zwei Deutsche, vier Inder und 13 Nepalesen; An Bord befanden sich auch drei Besatzungsmitglieder.
Das Berliner Außenministerium teilte am Sonntag mit, die deutsche Botschaft in Kathmandu arbeite intensiv an der Klärung des Sachverhalts und stehe in Kontakt mit nepalesischen Behörden.
Einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt
Jomsom ist ein beliebtes Bergsteigerziel im Himalaya. Der Ort ist nur etwa 20 Minuten mit dem Flugzeug von Pokhara entfernt. Der Mini Airport ist jedoch einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt! Grund: Der Landeplatz ist von vielen 8000 Meter hohen Bergen umgeben. Außerdem ist die Strecke sehr kurz.
In den letzten zehn Jahren gab es in der Gegend bereits zwei tödliche Unfälle, bei denen 38 Menschen ums Leben kamen. Bei einem der beiden Abstürze stürzte auch Twin Otter von Tara Air ab.
Auch am Kathmandu Tribhuvan International Airport versammelten sich Menschen Foto: Niranjan Shreshta / dpa
Ein Airline-Sprecher sagte: “Wir versuchen, das Flugzeug zu finden.”
Nach Angaben des nepalesischen Innenministeriums wurden zwei Hubschrauber geschickt, um das Flugzeug zu durchsuchen. Allerdings ist die Sicht in der Umgebung sehr schlecht. “Schlechtes Wetter wird die Suchaktion wahrscheinlich behindern.”
Unbestätigten Angaben zufolge hörten die Bewohner des Dorfes Lete einen Krach. Augenzeugen behaupteten angeblich, Twin Otter sei mehrere Runden geflogen.
Assistenten am Flughafen Jomsom. Freiwillige wollen dorthin fliegen, wo die Maschine zuletzt stand Foto: NAVESH CHITRAKAR / REUTERS
Die Luftfahrt in Nepal boomt seit Jahren, aber die Sicherheitsstandards sind aufgrund unzureichender Personalschulung und schlechter Maschinenwartung niedrig. Die Europäische Union hat daher allen nepalesischen Fluggesellschaften den Zugang zu ihrem Luftraum untersagt.
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