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Erstellt: 09.06.2022, 20:03
Aus: Julia Jansen, Armin Haas, Alexander Goschalk, Nail Accoin
Trennung
In Berlin ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast. In Nordhessen stirbt ein Lehrer aus Bad Arolsen. Jetzt geben die Ermittler neue Details bekannt.
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+++ 20.03 Uhr: Nach den Ausschreitungen in Berlin hat die Staatsanwaltschaft angekündigt, eine Anordnung zur Unterbringung des 29-jährigen mutmaßlichen Fahrers zu beantragen. Dies ist bereits erlaubt. Am Abend erließ das Amtsgericht Tiergarten die von der Staatsanwaltschaft beantragte Unterbringungsanordnung. Der Angeklagte befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung.
Amokfahren in Berlin: Toter Lehrer aus Nordhessen – Neue Details zum mutmaßlichen Täter
+++ 18.25 Uhr: Nach den Ausschreitungen in Berlin muss der mutmaßliche Täter in eine Psychiatrie eingeliefert werden, wenn die Staatsanwaltschaft berechtigt ist. Ein Ermittlungsrichter wird voraussichtlich am Donnerstag über Ihren Antrag entscheiden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Ursache der Tat eine geistige Behinderung war. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler Drogen. Die Ärzte des 29-Jährigen wurden von ihrer Schweigepflicht entbunden.
In Berlin ist am Mittwochmorgen ein Auto in eine Menschenmenge gerast. © Od Andersen / AFP
Unter den Opfern war nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein weiterer Lehrer der zehnten Klasse aus dem nordhessischen Bad Arolsen mit lebensgefährlichen Verletzungen. Sieben Schüler liegen mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, sieben werden ambulant behandelt. 50 Personen erhielten psychologische Hilfe. Unter anderem waren 15 Notpriester vor Ort, um unverletzte Schüler und andere Augenzeugen zu versorgen.
Amokfahren in Berlin: Toter Lehrer aus Nordhessen – Staatsanwaltschaft mit Angaben zum mutmaßlichen Täter
+++ 15.50 Uhr: In Berlin hat die Staatsanwaltschaft nach den Ausschreitungen weitere Details bekannt gegeben. Der 29-jährige Schütze sei in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden, sagte Regierungssprecher, Oberstaatsanwalt Sebastian Buchner, am Donnerstag in der Hauptstadt. Es spreche „ziemlich viel“ für paranoide Schizophrenie bei dem Mann, der am Mittwoch angeblich eine Frau getötet und 32 weitere verletzt haben soll. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden auch Drogen gefunden. Ein Lehrer schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine terroristische Herkunft.
Schrecklicher Unfall: Ein Auto ist in Berlin in eine Menschenmenge gekracht
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Amokfahren in Berlin: Ein Lehrer aus Nordhessen ist gestorben – die letzte Fahrt soll ein “positiver Schwerpunkt in einer Schullaufbahn” sein.
+++ 12.48 Uhr: Hessens Ministerpräsident Boris Raine sagte im Bad Arolser Bürgerhaus nach dem mutmaßlichen Amoklauf in Berlin, bei dem ein Lehrer aus Nordhessen getötet und viele Schüler und ein weiterer Lehrer wegen Betäubung verletzt wurden: eine Gruppe von Studenten fuhren voller Freude nach Berlin, “was es noch tragischer macht”.
Zuvor besuchte Rhine unter anderem zusammen mit Kultusminister Alexander Lortz die Kaulbachschule im nordhessischen Bad Arolsen und sprach mit Schulleitung und Kollegen.
Derzeit sind sieben Studenten im Krankenhaus. Die Familie des ermordeten Lehrers ist „tragisch heimgesucht“. „Es war ein harter Tag, wir haben unsere Herzen gewogen“, sagte er.
Berlin: Der hessische Ministerpräsident spricht nach dem Krawall
Kultusminister Alexander Lortz erklärte, dass die Abschlussfahrt für die Schüler tatsächlich ein “positiver Moment in ihrer Schullaufbahn” sei. Er ist seit zehn Jahren Leiter des Ministeriums und hat so etwas noch nie durchmachen müssen. Den Teilnehmern der Reise würden die Bilder nicht mehr aus dem Kopf gehen. Kriseninterventionsteams sind in der Schule. “Er braucht lange Pflege.”
Landrat Jürgen van der Horst sagte, er sei “sehr besorgt”, dass die Menschen sehr nah seien. Die unverletzten Studenten sind gestern Abend nach Bad Arolsen zurückgekehrt. Einige Eltern zwangen sich, ihre Kinder mitzunehmen.
Amokfahren in Berlin: Toter Lehrer aus Nordhessen – Tatverdächtiger mit „wirren Aussagen“
+++ 11.54 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Schurke aus Berlin, bei dem ein Lehrer aus Nordhessen getötet und viele Schüler und Lehrer verletzt wurden, ist der hessische Ministerpräsident Boris Rhein in Bad Arolsen eingetroffen. Hier, am Kaulbacher Gymnasium, war ein Zehntklässler der Realschule, der mit mehreren Lehrern ein paar Tage in der Hauptstadt verbringen wollte, von der Tat nahe dem Breitscheidplatz betroffen.
Eine Pressekonferenz ist für 12 Uhr angesetzt. Wir sind live vor Ort. Über die weitere Entwicklung halten wir Sie hier auf dem Laufenden.
Berlin: Ein Auto ist in eine Menschenmenge gekracht – Psychologische Hilfe für Studierende aus Nordhessen
+++ 11.27 Uhr: Elf Notpriester waren nach mutmaßlichen Ausschreitungen am Mittwoch auf dem Berliner Breitscheidplatz vor Ort. Nach neuesten Polizeiangaben wurden insgesamt 29 Menschen verletzt, als ein 29-jähriger Mann am Mittwoch (8. Juni) mit seinem Auto in eine Menschenmenge krachte. In Hessen ist ein Lehrer aus Bad Arolsen gestorben.
Aufgabe der Notfallseelsorge sei es bei solchen Ereignissen, den Menschen zu helfen, das Geschehene zu verstehen und „hier und jetzt anzukommen“, sagte der Beauftragte der Evangelischen Kirche für Notfallseelsorge in Berlin Justus Münster am Donnerstag im RBB Inforadio. In solchen Situationen kehren Menschen zu ihren Grundfunktionen zurück. „Einige sind sehr emotional und verärgert, andere sind in sich versunken. Wir bemühen uns um Zugang zu ihnen und unterstützen einen Verhandlungsvorschlag“, sagte Munster.
Studierende aus dem nordhessischen Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg), die bei ihrer letzten Reise von dem Berliner Vorfall betroffen waren, kehren einen Tag später nach Nordhessen zurück. Die Schule in Kaulbach, an der normalerweise die 10. Klasse unterrichtet wird, hat nach Informationen des Hessischen Rundfunks bereits am Donnerstag wieder geöffnet. Allerdings sind Polizei und Ordnungsamt vor Ort, sowie psychologisches Personal, das sich um Schüler und Lehrer kümmert. Das teilte Waldeck-Frankenbergs Landrat Jürgen van der Horst (parteilos) bereits am Mittwoch mit. Von den 24 Schülern der Klasse befinden sich sieben noch im Krankenhaus.
Amokfahren in Berlin: Politiker nennen den Vorfall „Amoktat“
+++ 8.05 Uhr: Der tödliche Autounfall am Ku’dam in Berlin wird von Politikern als Wahnsinn bezeichnet. Nach Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich am Donnerstagvormittag auch der regierende Bürgermeister von Berlin, Francisco Gifi (beide SPD): „Gestern Abend hat es angezogen“, sagte Gifi gegenüber RBB Inforadio. Polizeiliche Ermittlungen hätten ergeben, “dass es sich um einen Amok-Angriff eines geistig schwerstbehinderten Menschen handelt”. Mit Hilfe eines Dolmetschers werde versucht, “mehr zu verstehen als die manchmal wirren Aussagen, die er macht”.
Ob die Türkei-Plakate, die sich im Auto des Mordes an dem Deutsch-Armenier befanden, eine Rolle gespielt haben, wird noch ermittelt. Giffey spricht von einem „dunklen Tag in der Geschichte Berlins“.
Die Schwester des Verdächtigen sagte einem Bild-Reporter: “Er hat ernsthafte Probleme. Nachbarn waren laut Zeitung erstaunt, dass er zu einer solchen Tat fähig war.” aus Nordhessen.
Amokfahren in Berlin: Bundeskanzler Olaf Scholz äußert sich
Update Donnerstag, 9. Juni, 6.55 Uhr: Nachdem ein 29-jähriger Mann am Mittwoch in Berlin mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren ist, äußert sich nun auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu dem „grausamen Amoklauf“. Der Politiker schrieb auf Twitter, er sei “tief betroffen”. Die Reise einer hessischen Schulklasse in die Hauptstadt endete in einem Alptraum. „Wir denken an die Familien der Getöteten und Verletzten, darunter viele Kinder. Ich wünsche allen eine schnelle Genesung.”
Autorennen in Berlin in Menschenmenge: SEK durchsucht die Wohnung des Fahrers
Update vom Mittwoch, 8. Juni, 20.40 Uhr: Nach dem tödlichen Autounfall nahe der Berliner Gedächtniskirche hat die Polizei mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos die Wohnung des Fahrers durchsucht. Eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte den Einsatz im Bezirk Charlottenburg, über den zuvor die Bild-Zeitung berichtet hatte. Die Polizei hatte auch Kontakt mit der Schwester des Fahrers. Genaueres gab es zunächst nicht.
Der 29-Jährige prallte am Morgen auf dem Bürgersteig des Ku’damms in eine Menschengruppe und prallte anschließend 200 Meter entfernt in der Tauentzienstraße gegen ein Schaufenster. Unter den Verletzten sind viele Zehntklässler aus dem nordhessischen Bad Arolsen. Nach Angaben der hessischen Landesregierung wurde ein Lehrer getötet und ein Lehrer schwer verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr in Berlin sind sechs Menschen in Lebensgefahr, drei wurden schwer verletzt.
Tödlicher Autounfall: Lehrer an Schule in Bad Arolsen getötet
Update vom Mittwoch, 8. Juni, 17.16 Uhr: Die Hessische Landesregierung hat bestätigt, dass eine Lehrerin aus Nordhessen am Mittwoch (8. Juni) in Berlin bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Die Frau war mit einem Zehntklässler einer Schule in Bad Arolsen auf einer Reise nach Berlin.
“Viele Schüler” …
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