Er stürzte am Sustenpass 220 Meter in die Tiefe
Der Steyr-Militärlastwagen tötet im Tessin zwei Lehrer
Die dienstfreie Trainingsfahrt am Samstagnachmittag im Kanton Uri endete in einer Tragödie. Die beiden begeisterten Mitglieder einer Militärvereinigung im Tessin starben noch am selben Tag.
Veröffentlicht: 22:18 Uhr
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Aktualisiert: vor 54 Minuten
Militärfahrzeuge sind ihre Leidenschaft. Samuele A. * († 51) und Domenico B. * († 57) engagieren sich seit Jahren in der Sektion Tessin des Verbandes Schweizerischer Militärfahrer-Verbände (VSMMV). Sie treten regelmäßig bei Meetings auf. Samuele A.* schuf im technischen Komitee an Bord der Associazione Ticinese Troppe Motorizzate (ATTM) die Ausbildung junger Fahrer. Auch sein Kollege ist Mitglied des Vereins.
Am Samstag steht eine weitere dienstfreie Trainingsfahrt an. Die beiden Tesiner reisen mit einem Steyrer Militärlastwagen in den Kanton Uri. Sie wollen über den Sustenpass. Dies wird ihre letzte Tour sein.
Ein Steyr-Lkw durchbricht Geländer und stürzt
15:20 Uhr: Der Militärlastwagen fährt auf der Straße in Richtung Vasen. Im Bereich Rässegg verliert der Fahrer die Kontrolle über den Steyr. Das Fahrzeug prallte gegen das Seitenrohrgeländer, durchbohrte es und stürzte 220 Meter den Hang hinunter. Die beiden Insassen wurden aus der Fahrerkabine geschleudert.
Ein großes Kontingent von Rettern trifft ein. Im Einsatz sind die Rega, das Pflegeteam, die Feuerwehr Wassen, die Chemierettung Uri sowie Mitarbeitende verschiedener kantonaler Dienste. Helfer können das Leben der beiden ehemaligen Militärfahrer nicht retten. Das Tessin erlag wenig später seinen schweren Verletzungen, teilte die Kantonspolizei Uri am Sonntag in einer Medienmitteilung mit.
Canton bietet Studenten und Kollegen psychologische Hilfe an
Die Identität der Unfallopfer ist schnell bekannt. Im Kanton Tessin gibt es zwei Lehrkräfte. Das Ministerium für Bildung, Kultur und Sport bestätigte den Verlust am Montagmorgen, drückte den betroffenen Familien sein tiefstes Beileid aus und organisierte psychologische Hilfe für die Schüler und Kollegen der verstorbenen Lehrer.
Auch Staatsrat Norman Gobi, 45, hat Angst. Der Direktor des Innen- und Justizministeriums ist selbst Oberst und Mitglied des ATM. Im „Corriere del Ticino“ findet er warme Worte für die Hinterbliebenen.
Der Steyr-Lkw hatte zwar Militärkennzeichen, wurde aber außer Dienst und somit von Privatpersonen genutzt. Deshalb sind die Polizei des Kantons Uri und die Staatsanwaltschaft des Kantons für die Aufklärung des Vorfalls zuständig.
* Namen geändert
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