LEBENSMITTELLINIE
Ein Musiker der Wiener Staatsoper hat kürzlich mit seiner Basstrompete den Mount Everest bestiegen. Auf dem höchsten Berg der Welt spielt Johannes Ettlinger ein speziell angepasstes Instrument – auch wenn es mal nicht so läuft wie geplant.
02.06.2022 18:48
Heute online, 18.48
„Einer meiner Träume war es schon immer, ganz oben zu spielen“, sagt Johannes Ettlinger bei Vienna Today. Der Aufstieg vom Basislager über den bekannten Khumbu-Gletscher sei „extrem anstrengend“ gewesen.
Nach Angaben des Musikers, der auch bei den Wiener Philharmonikern spielt, gab es Bedenken wegen möglicher gesundheitlicher Folgen für seine Arbeit. Ein Lungenödem in großer Höhe wäre für mich als geistreichen Mann lebensbedrohlich. Und eingefrorene Finger sind natürlich auch nicht gut.“
ORF Ettlinger hatte ein Plastikmundstück, das für Tips geeignet war
Gefrorene Rohrventile
Für das Abenteuer musste die Basstrompete erst einmal auf Hochtouren gestimmt werden. „Bei dieser Temperatur würde das Metall auf der Schleimhaut sofort haften bleiben. Das heißt, ich habe ein Plastikmundstück gemacht“, erklärt Ettlinger. Der Musiker wollte auf über 8000 Metern Höhe die Hymne Nepals und Österreichs spielen. “Es hat nicht ganz geklappt, weil die Temperatur und vor allem der starke Wind gefroren haben.” Er versuchte, die Ventile mit einer batteriebetriebenen Heißluftpistole abzutauen, scheiterte aber.
Musiker der Staatsoper am Mount Everest
Johannes Ettlinger, Posaunist des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper, bestieg den höchsten Berg der Erde. Mit seiner Basstrompete im Gepäck nimmt er an einer Expedition zum Mount Everest teil.
Also spielte er „ein paar schöne Naturtöne“. „Es war ein unbeschreibliches, tolles Gefühl. Man ist berührt, man fühlt sich fast fertig“, beschreibt Ettlinger eine Erinnerung, die wohl noch lange bleiben wird.
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