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Ein neuer und weit verbreiteter Subtyp von Prostatakrebs – die medizinische Praxis – wurde identifiziert

Eine neue Entdeckung könnte die Behandlung von Prostatakrebs revolutionieren

Laut einer aktuellen Studie macht eine bisher unbekannte Unterart von Prostatakrebs etwa 30 Prozent aller Fälle aus. Die Ergebnisse der Studie erklären auch, warum Hormontherapien bei Menschen mit diesem Subtyp nicht wirken, da der neu klassifizierte Subtyp therapieresistent ist.

New York, USA: Forscher des Memorial Sloan Kettering Cancer Center und von Weill Cornell Medicine haben einen neuen und sehr häufigen Subtyp von Prostatakrebs identifiziert, der gegen herkömmliche Hormonentzugstherapien resistent ist. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Science vorgestellt.

Bekannte Arten von Prostatakrebs

Bisher sind nur zwei verschiedene Arten von Prostatakrebs bekannt: der androgenabhängige und der neuroendokrine Subtyp.

Androgene gehören zum männlichen Sexualhormon Testosteron. Sie stimulieren das Wachstum und die Funktion von Prostatazellen. Bei androgenabhängigem Prostatakrebs sind testikuläre Androgene für die Proliferation von Prostatakrebszellen essentiell.

Beim sogenannten neuroendokrinen Prostatakarzinom ist der Krankheitsverlauf androgenunabhängig. Diese Form ist viel seltener und schwieriger zu behandeln, da herkömmliche Hormontherapien nicht wirken.

Neuer Subtyp: stammzellähnlicher Prostatakrebs

Die Arbeitsgruppe um Dr. Yu Chen stellt nun eine bisher unbekannte dritte Form von Prostatakrebs vor, die bei etwa 30 Prozent aller Prostatakrebserkrankungen vorkommt.

Der Subtyp wurde ähnlich wie Stammzellen als Prostatakrebs bezeichnet, da einige der Gene, die in Krebszellen aktiviert werden, Stammzellen ähneln. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse neue Ansätze für die Behandlung von Betroffenen dieses Subtyps auf.

„Die Hormonentzugstherapie ist seit 80 Jahren das Rückgrat der Behandlung von Prostatakrebs“, erklärt der leitende Forscher Dr. Chen. Aber in vielen Fällen funktioniert die Hormonbehandlung nicht. Das Team kann nun erklären, warum die Therapie bei einer großen Gruppe von Betroffenen wirkungslos ist.

Das neue Forschungsmodell hat tiefere Einblicke ermöglicht

„Wir waren überrascht, dass es eine ziemlich große Gruppe von Patienten mit noch nicht charakterisierten Tumoren gibt“, sagte Dr. Chen. Laut Chen war einer der Gründe, warum der Subtyp nicht gefunden wurde, dass es nicht genügend gute Modelle gab, um diese Krebsart zu untersuchen.

„Prostatakrebs ist in einem Labor sehr schwer zu züchten“, sagt Dr. Chen. Das Team verwendet sogenannte Organellen, um Prostatakrebs-Subtypen zu untersuchen. Organähnliche Strukturen wurden im Labor aus Teilen von Tumoren gezüchtet, die Patienten entnommen wurden. Laut Chen sind sie wie Bilder des ursprünglichen Tumors.

Die zweithäufigste Form von Prostatakrebs

Organoide ermöglichten eine umfassende Analyse von Genen. Basierend auf den Informationen konnten Wissenschaftler einen neuen Subtyp von Prostatakrebs identifizieren, der nach der androgenabhängigen Form der zweithäufigste Subtyp ist.

Neue Therapien stehen bevor

Laut dem Forschungsteam öffnet das Verständnis der molekularen Motoren dieses häufigen Subtyps von Prostatakrebs die Tür zu neuen Behandlungsansätzen. Beispielsweise kann nun gezielt nach Wirkstoffen gesucht werden, die auf diese Triebkräfte wirken.

Die Ergebnisse der Studie stellen insbesondere für Tumore, die gegen eine Hormonbehandlung resistent sind oder werden, einen Durchbruch dar. Sobald eine Hormonentzugstherapie versagt, verläuft Prostatakrebs oft tödlich.

Die Arbeitsgruppe konnte bereits experimentelle Medikamente identifizieren, die das Wachstum von stammzellähnlichem Prostatakrebs in Labor-Organoiden und in Tiermodellen blockiert haben. Das Team will nun eine klinische Studie mit Menschen beginnen, die an dem neu entdeckten Subtyp von Prostatakrebs erkrankt sind. (Vb)

Angaben zum Autor und zur Quelle

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Dieser Text erfüllt die Anforderungen der medizinischen Fachliteratur, der medizinischen Leitlinien und der aktuellen Forschung und wurde von Medizinern geprüft.

Autor:

Diplom-Lektor (FH) Walker Blasek

Quellen:

  • Memorial Sloan Kettering Cancer Center: MSK-Forscher identifizieren neuen – und sehr häufigen – Subtyp von Prostatakrebs (veröffentlicht: 27.05.2022), mskcc.org
  • Weill Cornell Medicine: Ein neuer Krebs-Subtyp könnte Aufschluss über die Behandlungsstrategie geben (veröffentlicht am 27.05.2022), news.weill.cornell.edu
  • Ekta Khurana, Yu Chen, et al.: Chromatin-Profile klassifizieren kastrationsresistenten Prostatakrebs, was auf therapeutische Ziele hindeutet; in: Wissenschaft (2022), science.org

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und sollte nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.