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Ein Pferd fällt während einer Kö-Schützenparade tot um

16. Juli 2022 um 19:34 Uhr

Trauriger Vorfall in Düsseldorf: Pferd bricht bei Kö-Schützenparade tot zusammen

6 Fotos Kon stirbt in Prozession mit Kö-Gewehren
Foto: dpa/David Young

Düsseldorf Update Bei einer Schützenparade in Düsseldorf ist am späten Samstagnachmittag ein Pferd tot zusammengebrochen. Warum das Tier zusammenbrach und mit dem Kopf auf die Straße schlug, ist noch unklar.

Nach Angaben unserer Redaktion brach das Pferd auf der Königsallee zusammen. Als Sichtschutz wurde eine Plane über das Tier gelegt. “Es gab viel Verkehr, weil das Tier rausgebracht werden musste”, sagte die Polizei. Mehrere Straßen sind gesperrt. Das Tier schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf und starb, berichtete der Westdeutsche Rundfunk (WDR) online.

Laut Polizei war ein Tierarzt vor Ort. Das Pferd wurde mit einem Feuerwehrkran angehoben und in einen Container verladen.

Der Sebastianus Schützenverein 1316, Veranstalter der Rheinkirmes, feiert bis zum 24. Juli sein Schützen- und Heimatfest 2022. Ein Höhepunkt ist die feierliche Investitur (Enthüllung) des Schützenkönigs, die am Samstag mit Reden von Bürgermeister Stephan Keller, Schützenchef Lothar Inden und Regimentsschützenkönig Andre Dornbusch auf dem Balkon des Rathauses begann.

Aufgrund des Unfalls erfolgte diese Investition mit erheblicher Verzögerung. Laut einem Sprecher der Schützen war das Pferd auf dem Weg zum Outfit. Zu den Gründen konnte der Sprecher der Schützen nichts sagen. “Am Samstag war es nicht so heiß, also lag es kaum an der Hitze”, sagte er.

Tierschützer kritisieren seit Jahren, dass Pferde bei Karneval und Schützenparaden getragen und geritten werden. Nach mehreren schweren Ausbrüchen und Zusammenbrüchen von Tieren hat NRW 2018 neue Richtlinien zum artgerechten Umgang mit Tieren bei solchen Veranstaltungen erlassen.

Zum einen gilt absolutes Alkohol-, Rauch- und Handyverbot für alle Personen, die am Führen der Pferde beteiligt sind. Andererseits müssen alle Reiter Praxis nachweisen, einen deutschen Reitpass besitzen und eine „angemessene Einstellung“ zur Konstitution des Pferdes haben. Die Tiere müssen gesund und bewegungsbereit sein. Dazu gehören auch Reitunterricht mit Musik und Parcourstraining. Außerdem gibt es eine Gewichtsbegrenzung: Reiter, Sattel und Wurfmaterial dürfen nicht mehr als 20 Prozent des Körpergewichts des Pferdes wiegen.

Mit diesen Richtlinien gehen Tierschützer noch immer nicht weit genug. Für sie ist der Einsatz von Pferden bei Faschingsumzügen immer noch Tierquälerei.

Hier ist die Fotogalerie: Ein Pferd stirbt bei einem Kö-Schützenzug

(felt/bpa/dpa)