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Ein überfüllter Zug hielt: ein Ticket für 9 Euro mit einer Feuertaufe an Pfingsten

Ein überfüllter Zug stoppte ein 9-Euro-Ticket mit einer Feuertaufe an Pfingsten

3. Juni 2022, 20:43 Uhr

Starker Bahnverkehr über Pfingsten ist normal. In diesem Jahr könnte das 9-Euro-Ticket die Züge noch mehr füllen. Ein überfüllter Zug hat in Berlin-Gezundbrunnen angehalten. Die größte Flut wird jedoch am Karmontag erwartet. Der baden-württembergische Verkehrsminister hat einen Rat.

Überschattet vom Zugunglück in Bayern startete am Pfingstwochenende die erste große Welle der 9-Euro-Ticket-Reisen. Auf vielen Bahnsteigen und in Zügen im ganzen Land herrschte reges Treiben. Nach Angaben der Bahn war die Betriebslage für das Pfingstwochenende normal. In den kommenden Tagen, insbesondere am Grünmontag, werden volle Züge erwartet.

Laut einem Bericht von rbb24 sollte am Nachmittag ein offenbar überfüllter Zug am Bahnhof Berlin-Gezundrunnen halten. Reisende seien aufgefordert worden, aus dem Regionalexpress in Richtung Rostock auszusteigen, sagte ein Bahnsprecher dem Portal. Auch die Bundespolizei wurde zur Unterstützung hinzugezogen. Der Zug hält eine Stunde am Bahnhof, bevor die Fahrt weitergeht.

Das 9-Euro-Ticket kann für Juni, Juli und August erworben werden. Damit können Fahrgäste einen Monat lang Busse und Bahnen im ganzen Land nutzen. Bis zum Start der Aktion wurden rund sieben Millionen Aktionstickets verkauft. Zu Pfingsten wurde mit besonders vielen Fahrgästen gerechnet. Viele Verkehrsunternehmen haben bereits angekündigt, dass die Fahrradmitnahme nicht immer überall möglich sein wird.

Der Verkehrsminister berät zu Tagesausflügen

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann rief Fahrgäste und Touristen dazu auf, Ruhe zu bewahren und auf andere zu achten. Interessant sind auch die Strecken abseits der touristischen Akzente.

Unterdessen kämpft die Deutsche Bahn mit erheblichen Verspätungen. Im Fernverkehr seien im Mai 62,7 Prozent der Fernzüge pünktlich gewesen, sagte ein Bahnsprecher. Dies ist der niedrigste Monatswert seit Januar 2010, als ein schneereicher Winter die Züge verlangsamte. „Außerdem haben Baustellen die Genauigkeit insbesondere in überlasteten Abschnitten des Netzes erheblich beeinträchtigt.“ Viele Baustellen bremsen auch den Pfingstverkehr.

Davon waren auch Regionalzüge betroffen. 92,3 % von ihnen kamen pünktlich an, was bisher der schwächste Indikator in diesem Jahr ist. Nach Definition der Deutschen Bahn sind Haltestellen mit einer Verspätung von weniger als sechs Minuten pünktlich. Konzernchef Richard Lutz hat am Montag das Ziel fallen lassen, im Fernverkehr mit ICE, Intercity und Eurocity für das Gesamtjahr eine Genauigkeit von 80 Prozent zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren 75 Prozent dieser Züge pünktlich.