Germany

EM: Drittes EM-Gold – Hinze zur Königin des Bahnradsports gekrönt

Stand: 15.08.2022 20:28

Deutsche Bahnradfahrer sind ein absoluter Medaillengarant. Emma Hinze zog heute in einem wahnsinnigen Sprintfinish nach und gewann ihr drittes EM-Gold. Maximilian Dörnbach holte Bronze in der Uhrendisziplin.

Deutsche Bahnradfahrer haben bei der Europameisterschaft in München bisher einen wahren Medaillenhagel eingefahren. Am fünften Wettkampftag ging es weiter. Emma Hinze hat mit Gold im Sprint ihren dritten EM-Titel in München gewonnen. Maximilian Dörnbach gewann Bronze im Uhren-Event. Der Omnium-Wettbewerb der Frauen wurde von einem schweren Sturz überschattet.

Millimeterentscheidung: Emma Hinze wird Europameisterin im Sprint

Im Sprintfinale sorgte Emma Hintze erneut für eine richtig spannende Nacht. Nachdem sie das erste Rennen leicht gegen ihre französische Konkurrentin Mathilde Gros gewonnen hatte, kam Hinze im zweiten nicht an ihr vorbei. Runde drei musste entscheiden. Und wie!

In einem hart umkämpften Finale schob die 24-jährige Cottbuserin die Französin auf den letzten Zentimetern zu ihrem dritten EM-Titel als Münchens Bahnrad-Königin.

Hinze zwischen ihnen mit Tränen und Übelkeit

„Am Morgen ging es mir sehr schlecht und dann dachte ich, ich wäre nur Vierter. Ich hatte keine Energie mehr, weil ich im Halbfinale alles rausgehauen hatte“, sagte Hinze kurz nach ihrem goldenen ZDF-Ritt: „Als ich ins dritte Finale ging, dachte ich, das war’s, da bin ich zusammengebrochen und geweint, ich habe alles einmal durchgemacht, aber mein Team hat sich wirklich gut entwickelt und jetzt kann ich nicht glauben, dass ich immer noch gewonnen habe.”

Ihre Teamkollegin Lea Sophie Friedrich verpasste knapp eine Medaille. Im kleinen Finale unterlag sie Laurin van der Riesen aus den Niederlanden und verpasste Bronze.

Dörnbach gewinnt Bronze, Jurczyk Fünfter

Maximilian Dörnbach schnitt im Uhrwerkfinale der Herren besser ab. In einem spannenden Rennen zeigte der 26-Jährige eine starke Leistung und sicherte sich den dritten Platz. Das Gold ging an Melvin Landerno aus Frankreich, das Silber an Matteo Bianchi aus Italien. Der zweite deutsche Starter im Finale, Mark Jurczyk, wurde Fünfter.

  • Track Time Trial Final Rechtspfeil

Omnium: Vier Disziplinen, ein europäischer Titel

Die Omnium-Rennen wurden parallel zum Zeitfahren und Sprint ausgetragen. Der Wettbewerb besteht aus vier Teildisziplinen, die alle innerhalb eines Tages ausgetragen werden. Beim Scratch Race, Speed ​​Race, Elimination Race und Points Race sammeln die Fahrer Punkte, die dann für die Endwertung addiert werden.

Schwerer Sturz überschattet Punkterennen der Damen, Teutenberg Sechste

In der letzten der vier Teildisziplinen, dem Punktefahren, erwischte Lea Lin Teutenberg einen tollen Start in ihr Rennen. Von Beginn an wagte sie es, furios weiterzumachen und sicherte sich 20 Punkte, gewann die erste Runde. Dadurch sprang sie vom neunten auf den vierten Gesamtrang.

Allerdings musste das Rennen dann wegen eines schweren Sturzes für eine dreiviertel Stunde unterbrochen werden. Argiro Milaki aus Griechenland und Ganna Solovei aus der Ukraine mussten behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Am Abend gaben die Verantwortlichen Entwarnung. Beide Athleten müssen bei Bewusstsein sein.

Toitenberg, 23, wurde Sechster. Europameisterin wurde die Italienerin Rachele Barbieri vor der Französin Clara Copponi und Daria Pikulik aus Polen.

Moritz Malczarek nach drei von vier Disziplinen auf Rang elf

Beim Omnium-Rennen der Herren liegt der einzige deutsche Starter Moritz Malczarek aktuell auf dem elften Platz. Nach Platz zwölf zur Halbzeit konnte sich der 25-jährige Berliner im Ausscheidungsrennen leicht auf den siebten Platz verbessern.