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EM: Klosterhalfen stürmt über 5000 m zu Gold

Stand: 18.08.2022 22:06

Ein toller 5000m Lauf von Konstanze Klosterhalfen. In einem großen Finale ließ sie der konzentrierten Konkurrenz keine Chance.

Klosterhalfen, das sich über 10.000 Meter mit dem vierten Platz begnügen musste, triumphierte spektakulär über die 5.000 Meter. Am Start im vorderen Feld platziert, musste sie die 10.000-m-Siegerin Yasemin Zhang in der Mitte des Rennens passieren lassen.

Doch der Deutsche erholte sich von einer leichten Krise und nahm die Verfolgung auf. In der vorletzten Runde überholte sie unter erneut äußerst stimmungsvollem Jubel im Olympiastadion die führende Türkin und geriet kurzzeitig in den Windschatten. Und dann schaltete der 25-Jährige den Turbo ein. Sie stürmte an Cannes vorbei und rannte in der letzten Runde ganz alleine zu ihrem bisher größten Sieg davon.

Hartmann und Burghard stark über 200 Meter

Joshua Hartman hatte im Halbfinale des 200-Meter-Laufs ein großartiges Rennen. Der Kölner überquerte die Ziellinie in 20,33 Sekunden, wurde Zweiter in seinem Halbfinale und qualifizierte sich damit direkt für das Finale am Freitag. Das war übrigens eine persönliche Leistung des Sprinters. Irgendwie zur richtigen Zeit.

Und Alexandra Burghard erreichte das Finale des Damenrennens. In ihrem Halbfinale wurde sie in 23,05 Sekunden Dritte – genug Zeit für das Finale.

Leichtathletik-Europameisterschaften – 200 m Halbfinale von Joshua Hartmann.

Drei deutsche Stabhochspringer im Finale

Die Stabhochspringer Oleg Zernickel, Bo Kanda Lita Behre und Torben Blech kämpfen bei der Europameisterschaft in München um die Stabhochsprung-Medaillen. Am Donnerstag (18.08.2022) übersprang das DLV-Trio in der Qualifikation 5,65 m und qualifizierte sich damit für die Entscheidung am Samstag. Die tatsächliche Körpergröße von 5,80 m entfällt.

Titelverteidiger, Weltrekordhalter, Olympiasieger und Weltmeister Armand Duplantis (Schweden) geht als haushoher Favorit auf Gold ins Rennen. Auch der ehemalige Weltrekordhalter Renaud Lavillier (Frankreich) und der frischgebackene Aufsteiger Pal Haugen Lillefosse (Norwegen) stehen im Finale.

Speerwurf – Fuchs verpasst die Qualifikationsdistanz, steht aber im Finale

Speerwerferin Annika Marie Fuchs hat ihr nächstes großes Finale erreicht. Der Weltcup-Zwölfte schaffte zwar nicht die geforderten 61 Meter, schaffte aber eine Weite von 59,90 Metern. Ausgeschieden sind jedoch Yana Marie Lovka (52,98 Meter) und die deutsche Meisterin Lea Viper (55,07).

Abuaku und Krafzik im Finale

Joshua Abuaku qualifizierte sich für das Finale über 400 m Hürden. Seine Zeit von 49,05 Sekunden reichte für den zweiten Platz im Halbfinale. „Es lief gut, ich konnte mich auf das Rennen konzentrieren. Ich bin glücklich“, sagte Abuaku der ARD.

Konstantin Price nahm am zweiten Lauf teil. Er lief die Distanz in 49,55 Sekunden – seine beste Saisonleistung. Und doch war die Zeit nicht schnell genug, das Finale findet ohne Preis statt.

Karolina Krafzik wurde in ihrem Lauf Zweite im 400-m-Hürdenlauf der Frauen. Sie benötigte 55,29 Sekunden.

200 Meter: Drei Frauen in der nächsten Runde

Robin Ereva erwischte in den 200-m-Läufen einen starken Start, niemand kam schneller aus dem Startblock. Ereva konnte das Tempo jedoch nicht halten und überquerte nach 21,12 Sekunden als Letzter die Ziellinie. Das Finale findet ohne ihn statt. Joshua Hartmann (Köln) und Owen Ansah (Hamburg) standen bereits im Halbfinale.

Bei den Damen rückten Jessica-Bianca Wesoli und Alexandra Burghardt auf der Tartanbahn vor. Beide belegten in ihren Vorläufen den dritten Platz. Burghardt, ein Mitglied der Bronzemedaillen-4×100-m-Staffelmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Eugene, legte einen hervorragenden Start hin, überquerte dann aber die Ziellinie in 23,16 Sekunden. Wesoli ging mit der Saisonbestzeit (23.14) in die nächste Runde. Dazu gehört auch Corinna Schwab (Chemnitz), die bereits auf Platz drei der Meldeliste stand.

Die Halbfinals finden am Donnerstagabend (ab 20.13 Uhr), die Finals am Freitagabend (21.20 Uhr Herren/22.22 Uhr Damen) statt.

3000 Meter Hindernislauf – zwei deutsche Finalisten

Leah Meyer gewann den zweiten Lauf in 9:39,55 vor der Israelin Adva Cohen und der Britin Elizabeth Bird. Elena Burkhard erreichte das Finale in 9:43,97 Minuten als eine der fünf schnellsten Zeitinnen.

Gyurt überrascht, doch fürs Finale reicht es nicht

Zuvor war Olivia Gurt im ersten Lauf überraschend Achte geworden. Gyurt kam kurz vor den Rennen an, die Vorbereitung war also nicht optimal. Ein merkwürdiger Grund: Da ihre Eltern im Urlaub waren, hatte sich Gyurt um den Hund gekümmert.

Nach dem Lauf verlor sie kurz den Überblick: „Ich glaube nicht, dass ich unter die ersten Zehn gekommen bin“, sagte sie im Gespräch mit der ARD. Gürt konnte noch rechtzeitig das Ziel erreichen, doch die Konkurrenten im zweiten Lauf waren zu schnell.

800 Meter überschreitet er bei den Männern Deutschlands nicht

Weniger erfolgreich waren die beiden deutschen Läufer Christoph Kessler und Mark Reuter in den Vorläufen über 800 Meter. Kessler, der auch über 1.500 Meter an den Start ging, beendete seinen Lauf mit 1:47,72 als Letzter. Reuter schied als Sechster aus (1:48,33 Minuten).

Herring und Kohlberg erreichten das Halbfinale

Die deutsche Meisterin Christina Herring darf bei ihrer Heim-Europameisterschaft auf das 800-m-Finale hoffen. Der Münchner qualifizierte sich in 2:03,00 für das Halbfinale am Freitagmorgen im Olympiastadion.

Auch Majtie Kolberg (2:02,52 Minuten) fuhr als eine der vier Schnellsten nach vorn. Tanja Spill (2:04,60) schied aus. Das Finale findet am Samstag (20.08.2022) statt.