Energiekrise in Deutschland
Söder befürchtet, dass ganze Bevölkerungsschichten schrumpfen werden
Stand: 00:22 | Lesezeit: 2 Minuten
„Mittlerweile bekommen sogar die Rot-Grünen in München einen kalten Hintern“
Der Stresstest von Robert Habeck deutet auf einen Weiterbetrieb von zwei Kernkraftwerken hin, darunter das Kernkraftwerk Isar 2 in Bayern. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Eiwanger fordert einen solchen Test seit März: „Es ist schon September – die Ideologie der Grünen ist eindeutig wichtiger als die Wirtschaft im Freistaat.“
„Wenn das Gasspeicherniveau im Süden nicht deutlich erhöht wird, wird es den Winter nicht überstehen“, sagt Markus Söder. Bayerns Ministerpräsident kritisiert die Ampelpolitik und warnt vor schwerwiegenden Folgen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder befürchtet wegen der deutschen Energiekrise den Rückgang ganzer Bevölkerungsschichten und eine Pleitewelle. Nach den Äußerungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Deutschland sei gut auf den Winter vorbereitet, sagte der CSU-Politiker in einem Interview mit „Bild“ (Samstag): „Ich weiß nicht, worauf diese Hoffnung beruht. Die Bürger haben kaum mehr sowieso Ampel Vertrauen Es mangelt an Gas und Strom Wenn der Füllstand der Gasspeicher im Süden nicht deutlich erhöht wird, wird er den Winter nicht überstehen.
Bislang habe keine der Energiereisen von Bundeskanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habek zum Abschluss eines Gasvertrags geführt, kritisierte Söder. Zudem ist die dringend notwendige Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken noch nicht beschlossen. „Und da es immer noch kein wirksames Hilfspaket gibt, drohen der Absturz ganzer Bevölkerungsschichten und eine Pleitewelle für kleine und mittlere Unternehmen“, so Söder weiter.
Vertreter der Ampelkoalition treffen sich an diesem Samstagvormittag in Berlin, um über weitere Erleichterungen angesichts steigender Preise zu beraten. Diskutiert werden unter anderem gezielte Hilfen für Rentner und Studenten und Steuersenkungen sowie eine Nachfolgeregelung für die 9-Euro-Ticket-Verordnung.
Die Gasversorgung entlang der Gaspipeline Nord Stream bleibt auf unbestimmte Zeit ausgesetzt
Russische Gaslieferungen nach Deutschland über die Gaspipeline Nord Stream bleiben auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Gazprom teilte am Freitagabend mit, dass in der Turbine ein Ölleck festgestellt worden sei, das Reparaturarbeiten erforderlich mache. „Bis zur Reparatur (…) wurde die Lieferung von Nord-Stream-Gas komplett eingestellt“, teilte der russische Energiekonzern mit. Gazprom machte keine Angaben darüber, wie lange die Reparatur dauern wird.
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Bereits am Mittwoch wurden die Gaslieferungen auf Nord Stream 1 ausgesetzt, was Gazprom als Grund für die regelmäßige Wartung einer Verdichterstation anführte. An diesem Samstag sollte der Gasfluss wieder anlaufen.
Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin wollte sich zu den von Gazprom genannten Gründen für die Verlängerung des Gaslieferstopps nicht äußern. Der Hersteller der Turbine, Siemens Energy aus Deutschland, sagte jedoch, das von Gazprom angeführte Ölleck sei kein “technischer Grund” für die Unterbrechung der Gasversorgung.
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